Mitsubishi wird den ASX VR-e in Australien und Neuseeland auf den Markt bringen.

Mitsubishi hat ein neues kompaktes Elektrofahrzeug namens ASX VR-e für Australien und Neuseeland vorgestellt. Foxtron, die Automobiltochter des iPhone-Herstellers Foxconn, hat dieses neue Elektrofahrzeug im Rahmen einer Vereinbarung mit der japanischen Marke entwickelt, die gemeinsam im Mai 2025 bekannt gegeben wurde.
Der ASX VR-e ist ein umfirmiertes Modell, unterscheidet sich jedoch von anderen jüngsten Elektrofahrzeugen von Mitsubishi wie dem für Europa konzipierten neuen Eclipse Cross oder dem neuen Eclipse Sportback für Nordamerika dadurch, dass er nicht auf einem Renault- oder Nissan-Modell basiert. Mitsubishi entwickelte ihn aus Foxtrons erstem eigenentwickelten Modell, der Bria, weiter.
Auch wenn Mitsubishi die technischen Details des ASX VR-e noch nicht offengelegt hat, lässt sich erwarten, dass viele Aspekte diesem taiwanesischen Elektrofahrzeug ähneln werden. Das neue Elektroauto soll 4,3 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,5 Meter hoch sein sowie eine Radstandlänge von 2,8 Metern aufweisen. Es könnte im Innenraum einen Kofferraum mit 320 bis 1.043 Litern Stauraum bieten und über einen Frunk mit 52 Litern Fassungsvermögen verfügen.
Foxtron hat die Gestaltung seines neuen kompakten Elektroautos an das italienische Designhaus Pininfarina ausgelagert, und Mitsubishi hat diese Arbeit nahezu vollständig beibehalten, wodurch der ASX VR-e ein intelligentes und kraftvolles Äußeres erhält. Abgesehen von den offensichtlichen Veränderungen im Design hat das Unternehmen die pixelartigen Blinker neben den Fern- und Nahscheinwerfern durch neue ersetzt, die aus vier horizontalen Streifen bestehen.
An den Seiten hat Mitsubishi einzigartige Designs für die 20-Zoll-Räder sowie einen Aufkleber am C-Pfeiler eingeführt. An der Rückseite wurde das pixelartige Muster in den Kombilichtern durch vier horizontale Streifen ersetzt. Zudem wurde das minimalistische Interieur beibehalten; die Besonderheit dieser Version besteht lediglich in schwarzen, holzähnlichen Verzierungen am Armaturenbrett sowie blauen Nähten in den Sitzen.
Mitsubishi plant, den ASX VR-e in Australien in den Ausstattungsvarianten LS, Aspire, Exceed und GSR anzubieten. Für Neuseeland hat das Unternehmen eine leicht abweichende Ausstattungslinie bestätigt, die aus den Varianten LS, XLS, Exceed und GSR besteht. In beiden Märkten könnte das Unternehmen die gleichen Antriebsstränge sowie Akkupakete wie beim taiwanesischen Modell verwenden. In den Standardausstattungen wird voraussichtlich ein hinten montierter Motor mit 171 kW Leistung und 350 Nm Drehmoment sowie ein 57,7 kWh großes LFP-Akkupaket eingesetzt. Diese Konfiguration sollte es dem Auto ermöglichen, laut NEDC in 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen, eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h zu erreichen und mit einer vollen Ladung 516 Kilometer zurückzulegen.
In der hochleistungsstarken GSR-Ausstattung wird Mitsubishi voraussichtlich eine Kombination aus einem hinten montierten Hauptmotor sowie einem zweiten Motor verwenden, der die Vorderräder antreibt, wenn die Fahrbedingungen mehr Leistung oder Traktion erfordern. Die beiden Motoren sollen insgesamt 299 kW Leistung und 700 Nm Drehmoment erzeugen, wodurch die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h auf 3,9 Sekunden verkürzt wird. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt jedoch voraussichtlich elektronisch auf 180 km/h begrenzt. Der Akkupack wird vermutlich derselbe 57,7 kWh große LFP-Akku sein, der eine NEDC-Reichweite von 466 km ermöglicht.
Mitsubishi wird den ASX VR-e voraussichtlich weder in Europa noch in anderen Regionen auf den Markt bringen, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Laut dem Verständnisprotokoll, das es im letzten Jahr mit Foxconn unterzeichnet hat, plant das Unternehmen, dieses Auto nur in der Ozeanien-Region zu vermarkten. Die Produktion erfolgt dabei in der Fabrik von Yulon Motor in Miaoli, Taiwan.