Mitsubishi erweitert das Angebot des elektrischen Eclipse Cross. Mit einer NMC-Batterie eine Reichweite von bis zu 650 Kilometern.

Kurz gesagt:
Mitsubishi erweitert das Angebot des elektrischen Eclipse Cross in Europa
Ab November wird das Modell in einer neuen Ausstattung erhältlich sein
Kunden können zwischen einem niedrigeren Preis oder einer größeren Reichweite wählen
Die größere NMC-Batterie mit einer Kapazität von 89 kWh soll eine Reichweite von bis zu 650 km bei voller Ladung ermöglichen
Mitsubishi bietet Wahlmöglichkeiten
Der europäische Elektrofahrzeugmarkt reift heran, und Hersteller kommen immer häufiger zu dem Schluss, dass allein die Kapazität der Antriebsbatterie nicht mehr das wichtigste Verkaufsargument ist. Warum? Weil Kunden heute mehr Flexibilität, Anpassung an ihre eigenen Bedürfnisse sowie einen vernünftigen Kompromiss zwischen Preis und Fahrzeugfunktionen erwarten – so der japanische Hersteller, der die Erweiterung des Angebots des elektrischen Eclipse Cross um zwei verschiedene Batteriekonfigurationen angekündigt hat.
Zwei Batterien, zwei Technologien
Was ändert sich? Ab November 2026 können Kunden zwischen einer neuen Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie (LFP) mit einer Kapazität von 67 kWh sowie einer verbesserten Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie (NMC) mit einer Kapazität von 89 kWh wählen.
Unabhängig von der Version behält das Auto eine Leistung von 220 PS, die Fähigkeit, Anhänger bis zu einem Gewicht von 1100 kg zu ziehen, sowie die Unterstützung für AC-Ladung mit einer Leistung von bis zu 22 kW – so heißt es auf der Website des Herstellers.
Die neue LFP-Batterie wurde für Fahrer entwickelt, die den größten Teil ihrer Zeit in städtischen und vorstädtischen Gebieten verbringen, aber gleichzeitig die Möglichkeit erwarten, längere Strecken problemlos zurückzulegen. Laut Mitsubishi soll die Reichweite dieser Version nach der WLTP-Verordnung bis zu 472 km betragen. Das Laden von 15 auf 80 Prozent dauert bei einer maximalen Ladeleistung von 165 kW etwa 24 Minuten.
LFP und NMC
Der Hersteller hofft, dass die Verwendung der LFP-Technologie es ermöglicht, eine preisgünstigere Version des Elektro-SUV anzubieten, ohne auf die wichtigsten Fahrzeugfunktionen verzichten zu müssen. Diese Lösung entspricht einem zunehmend beliebten Markttrend, bei dem Hersteller LFP-Batterien nutzen, um die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen zu senken.
Auf der anderen Seite können Fahrer, die regelmäßig lange Strecken zurücklegen, eine Ausführung wählen, die über einen neuen NMC-Akku mit einer Kapazität von 89 kWh verfügt. Dieses Paket ersetzt den bisherigen 87-kWh-Akku und erhöht die maximale Reichweite des Modells nach WLTP-Standard von 635 auf 650 km – so Carscoops.com.
Auch die Ladeparameter haben sich geändert. Der Electric Cars Report berichtet, dass der neue Akku die Ladezeit von 15 auf 80 Prozent auf etwa 28 Minuten verkürzt. Das ist sogar neun Minuten schneller als bei dem vorherigen Akku. Die maximale DC-Ladeleistung beträgt 150 kW.
Laut dem Hersteller soll die Einführung von zwei Varianten der Batterien es den Kunden ermöglichen, das Auto ihren individuellen Bedürfnissen anzupassen, ohne auf Leistung oder Praktikabilität verzichten zu müssen. Sowohl die günstigere LFP-Version als auch die Langstreckenvariante behalten die gleiche Antriebsleistung sowie dieselben Nutzungsmöglichkeiten bei.
5 Jahre und 100.000 Kilometer
Mitsubishis Strategie zeigt außerdem, wie sich das Verständnis der Hersteller gegenüber der Elektromobilität verändert. Anstatt ausschließlich die größten und teuersten Batterien anzubieten, entwickeln Marken zunehmend ein vielfältiges Portfolio, das sowohl Kunden anspricht, die Ersparnisse suchen, als auch solche, die maximale Autonomie auf der Straße erwarten.
Ein weiterer Argument soll das umfangreiche Garantiepaket sein. Der Eclipse Cross EV erhält eine fünfjährige Herstellergarantie über 100.000 km, die auf acht Jahre oder 160.000 km verlängert werden kann. Die Garantie für die Antriebsbatterie beträgt ebenfalls fünf Jahre. Der Hersteller bietet außerdem einen 12-jährigen Korrosionsschutz an – die neue Strategie soll die Wettbewerbsfähigkeit des Modells auf dem immer stärker besetzten europäischen Markt für Elektro-SUVs steigern.

Der Eclipse Cross EV hat bisher keinen offiziellen Preisliste für Polen erhalten, doch Branchenmedien nennen Preise aus ausgewählten europäischen Märkten. Beispielsweise beginnt die derzeit angebotene Version mit dem bisherigen Akku in den Niederlanden bei 40.490 Euro, was nach Umrechnung etwa 175,7 Tausend Złoty entspricht. Zum Vergleich kostete das Modell bei seinem Debüt dort 45.690 Euro (etwa 198,3 Tausend Złoty), was einen deutlichen Rückgang des Einstiegspreises bedeutet. Bislang ist jedoch unklar, ob der überarbeitete Eclipse Cross EV in polnische Autohäuser kommt und wie viel er auf unserem Markt kosten würde.
Die Konkurrenz schläft nicht
Der neue Mitsubishi tritt in einen der wettbewerbsintensivsten Segmente des europäischen Marktes ein. In der Klasse der kompakten und mittelgroßen elektrischen SUVs wird er vor allem mit Modellen konkurrieren, die eine ähnliche Reichweite und einen vergleichbaren Nutzwert bieten.
Einer der ernsthaftesten Konkurrenten bleibt das Tesla Model Y, das dank regelmäßiger Updates und eines umfangreichen LadeNetzwerks weiterhin zu den Referenzmodellen im Segment der elektrischen SUVs zählt. Auch die Volkswagen-Gruppe besitzt eine starke Position. Um Kunden kämpfen das Volkswagen ID.4 und ID.5 sowie ihre technischen Verwandten: Škoda Enyaq und Cupra Tavascan. Alle bieten große Akkus, geräumige Innenräume sowie ein umfangreiches Antriebsangebot.

Zu den Konkurrenten gehören auch der Renault Scenic E-Tech Electric, der Peugeot E-3008, der Opel Grandland Electric und der Ford Explorer EV. Insbesondere der Scenic sowie der E-3008 werden oft als Modelle genannt, die auf eine Kombination aus großer Reichweite und familienfreundlicher Funktionalität setzen. Auch Hersteller aus China gewinnen immer mehr an Bedeutung. Beispielsweise zeigen der BYD Sealion 7, der XPENG G6 oder der Leapmotor C10, dass neue Akteure bereit sind, nicht nur im Preis, sondern auch in Bezug auf Technologie, Ausstattung und Reichweite zu konkurrieren.
Und was hat „Mitsu“?
Vor diesem Hintergrund versucht Mitsubishi sich mit einem einfachen und verständlichen Angebot abzuheben. Anstatt zahlreiche Antriebsvarianten anzubieten, schlägt der Hersteller zwei klar definierte Modelle vor – zu einer Zeit, in der für viele Kunden die Anpassung des Autos an die tatsächlichen Bedürfnisse immer wichtiger wird.
Oskar Włostowski