Der Mitsubishi Eclipse Cross wird mit der neuen 67-kWh-Version fast 10.000 Euro günstiger

Der Mitsubishi Eclipse Cross wird Ende 2026 deutlich günstiger. Eine neue Version mit 67 kWh Akkukapazität senkt den regulären Einstiegspreis um 9.700 € auf 35.990 €. Dank eines vorübergehenden Rabatts musst du sogar nur 32.990 € zahlen. Gleichzeitig erhält die Version mit dem größten Akkupaket eine längere Reichweite und kürzere Ladezeiten.
Mitsubishi Eclipse Cross wird um 9.700 € günstiger
Als der voll elektrische Mitsubishi Eclipse Cross 2025 in den Niederlanden auf den Markt kam, lag der Preis bei 45.690 € – bereits damals war das große 87 kWh Akkupaket enthalten. Ab Ende 2026 wird es eine günstigere Version mit einem 67 kWh LFP-Akkupaket geben.
Die neue Ausführung hat einen regulären Einstiegspreis von 35.990 €. Dadurch sinkt der Einstiegspreis um genau 9.700 €. Mitsubishi bietet zudem vorübergehend einen Rabatt von 3.000 €, wodurch der Eclipse Cross für 32.990 € angeboten wird. Im Vergleich zum ursprünglichen Einstiegspreis aus 2025 bedeutet das sogar eine Ersparnis von 12.700 €.
Dieser Preisdifferenz entsteht natürlich nicht aus heiterem Himmel. Der günstigere Eclipse Cross verfügt über ein kleineres Akkupaket und damit auch über eine kürzere Reichweite. Dennoch muss sich der Käufer nicht sofort mit einer begrenzten Reichweite abfinden.
67 kWh LFP-Akkupaket für 472 Kilometer Reichweite
Die neue Einstiegsversion verfügt über ein LFP-Akku-Paket mit einer Kapazität von 67 kWh. Laut Mitsubishi sind damit laut WLTP-Messmethode bis zu 472 Kilometer Reichweite möglich. Für ein Elektro-SUV mit einem vorläufigen Startpreis von knapp unter 33.000 Euro ist das auf dem Papier eine interessante Kombination.
Auch das Schnellladen sieht ziemlich gut aus. Der Mitsubishi Eclipse Cross 67 kWh kann mit einer maximalen Gleichstrom-Ladestrate von 165 kW aufgeladen werden. Laut dem Hersteller lädt das Akku-Paket in etwa 24 Minuten von 15 auf 80 Prozent auf. Dadurch ist die kleinere Version am Schnelllader sogar schneller fertig als die Ausführung mit dem größten Akku-Paket.
LFP steht für Lithium-Eisenphosphat. Diese Art von Akkupack wird immer häufiger in erschwinglicheren Elektroautos eingesetzt. Die Rohstoffe sind in der Regel günstiger als bei einem NMC-Akkupack, und LFP-Akkus sind für ihre lange Lebensdauer bekannt. Dagegen ist die Energiedichte geringer, wodurch für dieselbe Kapazität in der Regel mehr Gewicht und Platz benötigt werden.

89 kWh-Version des Mitsubishi Eclipse Cross erreicht 650 Kilometer
Auf der anderen Seite des Angebotsportfolios ändert sich ebenfalls einiges. Die aktuelle 87 kWh-Version wird durch ein überarbeitetes 89 kWh NMC-Akkupack ersetzt. Dadurch steigt die maximale WLTP-Reichweite von 635 auf 650 Kilometer.
Ein Unterschied von 15 Kilometern klingt nicht weltbewegend, doch interessanter ist die verbesserte Ladezeit. Die maximale DC-Ladestärke beträgt 150 kW, wodurch der große Eclipse Cross auf dem Papier nicht besonders schnell erscheint. Dennoch sinkt die Ladezeit von 15 auf 80 Prozent von maximal neun Minuten auf etwa 28 Minuten.
Das unterstreicht erneut, warum allein die maximale Ladestärke wenig über die tatsächliche Ladegeschwindigkeit eines Elektroautos aussagt. Die Ladekurve – also wie viel Leistung das Auto während der gesamten Ladesession aufrechterhalten kann – ist mindestens genauso wichtig.
AC-Laden ist mit 11 kW möglich. Je nach gewählter Ausstattung steht auch ein 22 kW starker Bordlader zur Verfügung. Letzterer ist insbesondere an niederländischen öffentlichen Ladesäulen vorteilhaft, da viele davon 22 kW Wechselstrom liefern können.
Die Technik kennen wir auch vom Renault Scenic E-Tech
Dass die neuen Akkukapazitäten bekannt vorkommen, ist kein Zufall. Der Eclipse Cross teilt seine technische Basis mit dem Renault Scenic E-Tech electric, der kürzlich ebenfalls ein neues 67 kWh LFP-Akkupaket sowie eine überarbeitete 89 kWh-Version erhielt.
Die Werte sind nicht ganz identisch. Renault gibt für den Scenic mit dem kleineren Akkupaket eine maximale WLTP-Reichweite von 467 Kilometern an, während Mitsubishi 472 Kilometer angibt. Mit dem 89 kWh-Akkupaket erreicht der Scenic 642 Kilometer und der Eclipse Cross maximal 650 Kilometer. Kleine Unterschiede in Ausstattung und Homologation können dabei eine Rolle spielen.
Die enge technische Verwandtschaft ist übrigens kein Geheimnis. Mitsubishi nutzt innerhalb der Allianz mit Renault bestehende Plattformen und Technologien. Für den Käufer muss das kein Nachteil sein. Die Entwicklungskosten können auf mehrere Modelle verteilt werden und die Technologie wird in größerem Umfang eingesetzt.

220 PS bleiben Standard
Mitsubishi spart bei der neuen Einstiegsversion nicht an Leistung. Sowohl der Eclipse Cross mit 67 kWh als auch der mit 89 kWh verfügen über einen Elektromotor mit 160 kW, also 220 PS. Das maximale Ziehgewicht beträgt in beiden Fällen 1.100 Kilogramm.
Die Wahl zwischen den beiden Ausführungen dreht sich daher hauptsächlich um Preis und Reichweite. Wer nicht täglich Hunderte von Kilometern fährt, hat mit 472 Kilometern WLTP vermutlich mehr als genug. Für Vielfahrer bleibt die 89 kWh-Version attraktiver, insbesondere mit einer maximalen Reichweite von 650 Kilometern und verkürzter Ladezeit.
Für diese letzte Ausführung hat Mitsubishi noch keinen neuen niederländischen Preis bekannt gegeben.
Günstigere Eclipse Cross verändert das Spielfeld
Genau die 67 kWh-Version kann die Position des Mitsubishi Eclipse Cross erheblich verändern. Mit dem ursprünglichen Einstiegspreis von 45.690 Euro lag das Modell deutlich zwischen den teureren elektrischen Familien-SUVs. Ein regulärer Preis von 35.990 Euro, geschweige denn der vorübergehende Preis von 32.990 Euro, bringt es in einen völlig anderen Marktsegment.
Dafür muss man auf die Reichweite verzichten, aber 472 Kilometer nach WLTP sind dennoch ziemlich gut. Zudem bleibt die Leistung von 220 PS erhalten und das Akkupaket kann mit bis zu 165 kW aufgeladen werden. Damit scheint Mitsubishi nicht einfach nur einen entleerten Preiskonkurrenten in das Sortiment aufzunehmen, sondern vielmehr eine Ausführung, die für viele niederländische Käufer logischer sein könnte als der aktuelle Long Range.
Laut Mitsubishi Motors Nederland sind beide neuen Varianten ab Ende 2026 verfügbar. Der Eclipse Cross erhält eine achtjährige Garantie über 160.000 Kilometer, wobei in den ersten zwei Jahren keine Kilometerbegrenzung gilt. Auch auf das Akkupaket und seine verbleibende Kapazität gilt eine achtjährige oder 160.000 Kilometer umfassende Garantie.
Der größere Aktionsradius der überarbeiteten 89 kWh-Version ist sicherlich vorteilhaft, doch das eigentliche Highlight aus unserer Sicht befindet sich am unteren Ende des Angebotsportfolios. Ein Preisverfall von 9.700 Euro macht aus derselben Eclipse Cross plötzlich ein völlig anderes Angebot.
Text: Arjan Hordijk