← Zurück zu den Nachrichten
Sonstiges

Mercedes entwickelt eine intelligentere Batterie. Schwächere Zellen müssten den gesamten Elektrofahrzeugbetrieb nicht mehr einschränken.

Mercedes entwickelt eine intelligentere Batterie. Schwächere Zellen müssten den gesamten Elektrofahrzeugbetrieb nicht mehr einschränken.

Mercedes-Benz entwickelt Mikroumwandler für die individuelle Steuerung der Batteriezellen. Sie könnten die Energieeffizienz verbessern und den Betrieb mit alternden Akkumulatoren erleichtern.

Jede Zelle unter eigener Kontrolle

Bei der Batterie eines Elektrofahrzeugs überwachen wir in der Regel die Kapazität, die Reichweite und die Ladegeschwindigkeit. Mercedes-Benz arbeitet nun daran, etwas im Inneren des Akkumulators selbst zu verändern. Die Power Converter-Technologie soll eine präzisere Steuerung der Energie der einzelnen Zellen oder ihrer Gruppen ermöglichen.

Bestehende Batterien verwenden bereits Elektronik zur Überwachung des Zustands der Zellen und deren Ausbalancierung. Mercedes möchte die Steuermöglichkeiten mithilfe programmierbarer Mikroumwandler erweitern, die das Laden und Entladen der angeschlossenen Zellen eigenständig steuern würden.

Dadurch könnte die Ausgangsspannung unabhängiger von ihrer seriellen Verkabelung gesteuert werden. Der Automobilhersteller weist auf die Möglichkeit eines stabilen Hochspannungsausgangs von bis zu 800 Volt hin. Für Konstrukteure würde das mehr Freiheit bei der Gestaltung der Batterie sowie des Antriebssystems bedeuten.

Der schwächere Zellblock könnte abgetrennt werden

Für Fahrer ist insbesondere die Möglichkeit interessant, besser mit einer alternden Batterie umzugehen. Die einzelnen Zellen müssen schließlich nicht gleichmäßig abgenutzt werden. Der schwächere Teil kann dann die Nutzung der Energie einschränken, die die anderen Zellen noch zur Verfügung haben.

Eine der möglichen Anwendungen von Mikrosteuerungen ist das Abtrennen eines problematischen Zellblocks oder -gruppen. Die Batterie würde dabei an Kapazität verlieren, doch die verbleibenden Zellen könnten weiterhin genutzt werden. Ob ein solcher Ansatz ausreicht, hängt von dem konkreten Defekt sowie der Konstruktion der Batterie ab.

Eine ähnliche Steuerung könnte auch die Kombination von Elementen unterschiedlichen Alters oder chemischer Zusammensetzung erleichtern. Jeder Teil würde entsprechende Lade- und Entladebedingungen erhalten. Es handelt sich jedoch um eine mögliche Anwendung des Prinzips, nicht um einen offiziell angekündigten Wartungsprozess für aktuelle Mercedes-Modelle.

Die Elektronik könnte mehr Aufgaben übernehmen

Der Power Converter soll den Übergang zwischen Wechsel- und Gleichstrom sowie einen bidirektionalen Energiefluss ermöglichen. In Zukunft könnte er somit Funktionen zusammenfassen, die derzeit von separaten Komponenten erledigt werden, und zu einer kompakteren Konstruktion des Elektroantriebs beitragen.

Der bidirektionale Ladevorgang eröffnet beispielsweise Möglichkeiten zur Versorgung von Haushalten oder zum Einspeisen von Energie in das Netz. Mercedes sieht auch Potenzial in einer höheren Effizienz. Ein konkreter Zuwachs an Fahrstrecke, Gewichtseinsparung oder Kostensenkung durch die Produktion wurde jedoch bisher noch nicht beziffert.

Die Technologie befindet sich weiterhin in der Entwicklung und es gibt keinen angekündigten Zeitpunkt für die Serienreife. Ihr Nutzen hängt auch von der Zuverlässigkeit und dem Preis der neuen Elektronik ab. Für die Besitzer wäre es am wertvollsten, wenn sie es ermöglichen würde, die Batterie länger zu nutzen, auch nachdem ihre einzelnen Komponenten an Alterung leiden.

Quellen:

Originaltext / Elektrickevozy.cz

Mercedes-Benz

InsideEVs

Nicht übersehen

Mercedes entwickelt eine intelligentere Batterie. Schwächere Zellen müssten das gesamte Elektrofahrzeug nicht einschränken

Die Prager Stadtpolizisten erhielten elektrische Enyaqy-Modelle. Jedes kostete fast 1,4 Millionen

Kauft man ein gebrauchtes E-Bike? Ein neuer Batteriepass erleichtert die Überprüfung ihres Zustands