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Mehr Platz – und Allradantrieb folgt allmählich

Mehr Platz – und Allradantrieb folgt allmählich

Kia bietet kürzere Ladezeiten sowie bis zu neun Sitze – ähnlich wie beim größeren PV5. Allerdings sind die norwegischen Preise sowie das Einführungsdatum derzeit noch nicht bekannt.

15.09.2026 12:00 | Aktualisiert um 12:00

Finden Sie den PV5 etwas zu klein? Kia arbeitet an einem größeren Modell.

Auf der Automobilausstellung IAA Transportation in Hannover präsentierte Kia den neuen PV7. Dieser wird sowohl als Nutzfahrzeug unter dem Namen Cargo als auch als Mehrzweckfahrzeug mit dem Namen Passenger angeboten.

Sowohl Modelle sollen im zweiten Halbjahr 2027 in Europa auf den Markt kommen. Unter den Neuigkeiten gibt es etwas, was viele Interessenten am norwegischen PV5 vermisst haben …

Vierradantrieb – aber nicht von Anfang an

Da wir den PV5 als Familienauto testen, gehören Platz, Preis und Ausstattungsniveau zur Plusliste. Dass das Auto nur an den Vorderrädern angetrieben wird, minderte hingegen die Bewertung.

Mit dem PV7 plant Kia, eine Allradantriebsvariante anzubieten. Doch die ersten Fahrzeuge werden weiterhin vorne angetrieben, und der Hersteller hat noch nicht angegeben, wann die Allradmodelle verfügbar sein werden.

Das kann hierzulande einen wichtigen Unterschied darstellen. Wir haben bereits darüber gesprochen, wie der Allradantrieb den norwegischen Pkw-Markt prägt. Im Juli hatten beispielsweise 189 von 192 registrierten elektrischen Ford E-Transit Custom Allradantrieb.

Sieben Sitze? Hier sind es bis zu neun.

Wir haben kürzlich den PV5 als Siebensitzer vorgestellt, der mit einem Werbepreis von 474.900 Kronen inklusive Winterreifen auf den Markt kam.

Der PV7 Passenger setzt die Strategie der großzügigen Platzverhältnisse fort und bietet bis zu neun Sitzplätze.

Die Langversion misst 5,35 Meter – etwa 65 Zentimeter mehr als der PV5. Die Radstandverlängerung beträgt von drei auf 3,5 Meter. Es handelt sich also nicht nur um einen PV5 mit ein paar zusätzlichen Sitzen im hinteren Bereich.

Wie viel Gepäck tatsächlich untergebracht werden kann, wenn alle Sitze in Gebrauch sind, hat Kia vorerst nicht angegeben.

Ein weiterer Kofferraum

Auch die Privatkunden haben mehr Stauraum zur Verfügung.

Der PV5 Cargo, den wir getestet haben, verfügte über einen Kofferraum von 4,4 Kubikmetern und Platz für zwei Koffer. Der PV7 Cargo Long soll bis zu 6,1 Kubikmeter und drei Koffer aufnehmen können.

Eine spätere Ausgabe mit höherem Dach wird das Volumen auf bis zu acht Kubikmeter erhöhen.

Kia gibt eine maximale Nutzlast von 1.165 Kilogramm für die lange Version und 1.200 Kilogramm für die kürzere Ausführung an. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 690 Kilogramm des PV5-Modells, das wir getestet haben.

Als kleineres Modell kann der PV7 auch als Stromquelle für Werkzeuge und andere elektrische Geräte genutzt werden.

Kürzere Ladezeiten versprochen

Der PV7 verfügt über ein 800-Volt-System sowie zwei Akkugrößen mit angegebenen Kapazitäten von 71,5 und 96,2 kWt.

Für die Cargo-Version mit dem größten Akku strebt Kia eine Reichweite von über 460 Kilometern an. Hier ist die Fußnote wichtig: Dies ist ein vorläufiges Ziel auf der Grundlage interner Tests, kein endgültig genehmigtes WLTP-Wert. Es handelt sich außerdem nicht um die Reichweitenangabe für die Limousinenversion.

Kia Norge gibt bei geeigneten Bedingungen etwa 25 Minuten für ein Laden von 10 auf 80 Prozent an. Zum Vergleich benötigten wir für dieselbe Aufgabe mit dem PV5 etwa eine halbe Stunde.

Die Ladezeit wird unter Verwendung eines Schnellladegeräts mit 350 kW angegeben. Das bedeutet nicht, dass das Auto mit 350 kW geladen wird – die maximale Ladeleistung ist noch nicht bekannt.

Eine weitere praktische Neuigkeit ist die Möglichkeit von zwei Ladeanschlüssen: Einer vorne für Schnellladen und normales Wechselstrom-Laden sowie ein zusätzlicher Wechselstrom-Anschluss an der hinteren Seite. So können Sie je nach Situation beim Parken am Ladekasten den passenden Anschluss wählen.

Was bekommen wir in Norwegen?

Hier gibt es mehrere mögliche Antworten.

Kia Norwegen betont, dass weder die Preise in Norwegen, noch die Modellvarianten oder das Einführungsdatum bestätigt sind. Deshalb ist es noch zu früh, genau festzulegen, welche Sitz- und Antriebsausstattungen norwegische Kunden erhalten werden.

Auch das Zuladungsgewicht und die Nutzlast für den Passenger fehlen uns. Für eine große Familie reichen allein die Sitzplätze nicht aus: Das Auto muss auch das Gewicht der Insassen sowie des Gepäcks tragen können.

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Der Artikel „Mer plass – und Firehjulsdrift kommt nach und nach“ erschien erstmals bei Norsk elbilforening.