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Der Mazda 6e für das Jahr 2027 erhält eine 78 kWh starke Batterie. Er bietet längere Reichweite und eine Ladeleistung von 200 kW, ist aber nicht günstig.

Der Mazda 6e für das Jahr 2027 erhält eine 78 kWh starke Batterie. Er bietet längere Reichweite und eine Ladeleistung von 200 kW, ist aber nicht günstig.

Mazda hat den Mazda 6e für das Modelljahr 2027 überarbeitet und dabei eine vernünftige Entscheidung getroffen: Zwei verschiedene Akkumulatortypen wurden aus dem Preisverzeichnis gestrichen, es bleibt nur noch ein LFP-Akku mit 78 kWh. Das Ergebnis sind bis zu 560 km nach WLTP-Norm, 258 PS sowie eine DC-Ladefunktion mit einer Leistung von bis zu 200 kW. In Polen beginnt der Preis bei 202.500 zł für die Takumi-Version.

Bislang musste der Käufer zwischen einem kleineren Akku mit 68,8 kWh und schnellerem Ladevorgang sowie einem größeren Akku mit 80 kWh wählen – letzterer bot zwar eine längere Reichweite, war beim Laden aber deutlich schlechter. Jetzt verschwindet diese Unterscheidung. Und das ist gut, denn eine solche Konfiguration war einfach übermäßig kompliziert.

Eine statt zwei Versionen

Der neue Mazda 6e verfügt über einen LFP-Akku mit 78 kWh, einen Motor an der Hinterachse sowie Allradantrieb. Die Leistung bleibt bei 258 PS. Der Hersteller gibt eine WLTP-Reichweite von 560 km sowie einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 16,1 kWh/100 km an.

Die wichtigste Änderung betrifft das Laden. Die maximale DC-Leistung steigt auf 200 kW, und die Aufladung von 10 auf 80 Prozent sollte nun 24 Minuten dauern. Mazda verspricht außerdem, dass man bei einer einzigen Ladung fast 400 km Reichweite gewinnen kann. Auf dem Papier sieht das viel besser aus als zuvor, doch wie üblich liegt das Problem im Ladeverlauf, nicht im Spitzenwert.

Zusätzlich wurden die Leistungsdaten verbessert. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert jetzt 7,3 Sekunden, also 0,3 Sekunden weniger als zuvor. Ebenfalls wurde die Kalibrierung des Gaspedals geändert, die maximale Regenerierung erhöht sowie die Lenkunterstützung neu programmiert. Mazda spricht außerdem von neuen Einstellungen für Federn und Dämpfer.

Dazu kommen Änderungen in der Elektronik. Die erweiterte Lenkunterstützung soll bis zu 160 km/h wirken, der Spurhalteassistent soll sanfter eingreifen und die Navigation sowie das Ladeplanungssystem wurden verbessert. Es gibt außerdem einen neuen Modus namens Pet Comfort Mode, der nach dem Verlassen des Autos die gewünschte Temperatur im Innenraum beibehält.

Preis in Polen und starke Konkurrenz

In Polen kostet die Mazda 6e für das Modelljahr 2027 ab 202.500 zł in der Takumi-Version. Das sind 4.000 zł mehr als zuvor, da der bisherige Startpreis bei 198.500 zł lag. Noch teurer sind die Homura Plus und Takumi Plus, beide ab 210.900 zł.

Das Problem bei Mazda ist einfach: Der Segmentpreis von etwa 200.000 Złoty ist zu hoch geworden. Der Hyundai IONIQ 6 beginnt bei 198.800 Złoty, hat eine Reichweite von bis zu 680 km nach WLTP und dank der 800-V-Architektur eine Ladezeit von 18 Minuten für 10–80 Prozent Ladung. Der BYD Seal ist im Angebot ab 191.400 Złoty für die Design RWD-Version mit 313 PS erhältlich. Auch der Volkswagen ID.7 lag einmal unter 200.000 Złoty und bei großen Rabatten sogar unter 160.000 Złoty.

Gleichzeitig erweitert Mazda seine Familie größerer Elektrofahrzeuge. Schon ist der CX-6e mit einer Länge von 4,85 Metern in den polnischen Verkaufsräumen angekommen, der über ein sehr ähnliches Antriebssystem verfügt: LFP-Akku mit 78 kWh, 258 PS, Hinterradantrieb, Reichweite von bis zu 484 km nach WLTP sowie eine Ladeleistung von etwa 200 kW. Die Preise beginnen bei 206.100 Złoty, während der Takumi Plus 219.000 Złoty kostet.

Mazda hat den 6e dort vereinfacht, wo sie zuvor die Auswahl erschwert hatte – doch allein durch eine einfache Preisstruktur kann man heute keinen Marktanteil gewinnen. Für 202.500 Złoty würden Sie sich für den 6e entscheiden – oder doch lieber für den IONIQ 6, den Seal oder den ID.7?

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Quelle: LovEV.pl