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MAN beginnt die Serienproduktion von Elektro-Lkw, die für das MCS geeignet sind.

MAN beginnt die Serienproduktion von Elektro-Lkw, die für das MCS geeignet sind.

MAN hat in seinem Werk in München die ersten in Serie gefertigten Elektro-Lkw mit dem Megawatt Charging System (MCS) hergestellt. Die eTGX und eTGS ermöglichen ein Laden mit bis zu 750 kW, wobei die ersten Lieferungen an Kunden bereits in neun europäischen Ländern stattfinden.

Man etgx mcs production start cropped

MAN Truck & Bus hat den ersten in Serie gefertigten batterieelektrischen Lkw mit dem relativ neuen Megawatt Charging System (MCS) auf den Markt gebracht. Laut dem deutschen Hersteller von Nutzfahrzeugen ist MAN der erste Hersteller in Europa, der Elektro-Lkw mit MCS-Technologie im Rahmen seiner regulären Serienproduktion herstellt. Die Fahrzeuge werden im Hauptwerk des Unternehmens in München gefertigt.

Das Megawatt-Ladungssystem wurde speziell für schwere Nutzfahrzeuge entwickelt und ermöglicht deutlich höhere Ladekapazitäten als das bisher weit verbreitete Combined Charging System (CCS). Die elektrischen Modelle MAN eTGX und eTGS erreichen derzeit über CCS bis zu 375 kW. Mit der neuen MCS-Schnittstelle verspricht MAN eine Ladekapazität von bis zu 750 kW – bei maximal 1.000 Ampere und 750 Volt.

Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, erreicht das erste in Serie hergestellte MAN-Modell mit MCS-Funktion noch keine Leistung von einem Megawatt. Dennoch verkürzt die höhere Leistungsausbeute die Ladezeiten bereits erheblich: Ein eTGX oder eTGS mit sechs Batteriepaketen und einer nutzbaren Gesamtkapazität von 534 kWh soll in weniger als 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden. Bei Chassis mit sieben Batteriepaketen und einer Gesamtkapazität von 623 kWh sollten für denselben Ladevorgang weniger als 40 Minuten benötigt werden.

Laut dem Hersteller ermöglicht dies den Fahrern, die Fahrzeuge innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeiten wieder aufzuladen. MAN gibt Fahrstrecken von bis zu 570 Kilometern zwischen den Ladepunkten an. Mit einem Langstrecken-Sattelzug lässt sich so innerhalb derselben Arbeitszeit wie bei einem Diesellaster eine tägliche Fahrleistung von über 1.000 Kilometern erreichen.

Die ersten mit MCS ausgestatteten Fahrzeuge werden schrittweise an Kunden in Belgien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und der Tschechischen Republik ausgeliefert. Gleichzeitig arbeitet MAN mit Herstellern von Ladeinfrastruktur zusammen, um eine reibungslose Interaktion zwischen Fahrzeugen und Ladestationen zu gewährleisten. Zudem ist MAN stark in den NEFTON-Forschungsprojekten an der Technischen Universität München tätig.

„Das MCS-Ecosystem befindet sich derzeit in einer wichtigen Phase der Markteinführung. Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und IT-Backend-Systeme entwickeln sich dynamisch und Hand in Hand“, sagte Roman Sitte, Leiter des Vertriebsgebiets Europa bei MAN Truck & Bus, zum Beginn der Serienproduktion.

Neben der MCS-Ladesteckdose an der vorderen linken Seite können die Elektro-Lkw auch mit zusätzlichen CCS-Anschlüssen ausgestattet werden. Ein optionaler Ladeport ist an der vorderen rechten Seite verfügbar. Für das Chassis können zusätzliche Anschlüsse auf der rechten und linken Seite im hinteren Fahrzeugbereich bestellt werden. Die verschiedenen Positionen dienen dazu, das Laden an öffentlichen Stationen und Depots mit unterschiedlicher Ausstattung zu erleichtern.

„Mit den ersten MCS-Fahrzeugen trägt MAN aktiv dazu bei, den neuen Ladestandard in Europa einzuführen und die Interoperabilität im gesamten System weiter zu stärken“, fügte Sitte hinzu. Bei der Beratung von Fuhrparkbetreibern berücksichtigt MAN bereits vorhandene und geplante MCS-Ladepunkte. Über den Lade-Dienst MAN Charge&Go erhalten Kunden zudem Zugang zu zertifizierten MCS- und CCS-Ladepunkten.

CCScharging stationbatteryrangekWhEV

Quelle: electrive