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Sonstiges

Maingau Autostrom kooperiert mit Deftpower

Maingau Autostrom kooperiert mit Deftpower

Maingau baut seinen Autostrom-Dienst gemeinsam mit Deftpower aus. Die Technologie des niederländischen Unternehmens soll unter anderem smartes Laden und zusätzliche Funktionen für Flottenkunden ermöglichen.

Im Zuge der Partnerschaft soll die Deftpower-Technologie in Maingau Autostrom integriert und das Angebot für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland weiterentwickelt werden. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen hervor.

Maingau Autostrom ermöglicht nach Unternehmensangaben derzeit den Zugang zu mehr als 880.000 Ladepunkten in Europa. Mit Deftpower will der Energieversorger nun das technische Fundament seines Ladedienstes ausbauen. Dabei soll künftig auch smartes Laden unterstützt werden. Wann entsprechende Funktionen verfügbar werden und wie diese konkret ausgestaltet sind, teilen die Partner bislang allerdings nicht mit.

Klar ist: Auch die Autostrom-App soll im Zuge der Kooperation weiterentwickelt werden. Für Geschäftskunden will Maingau zudem Flottenlösungen von Deftpower integrieren. Über ein eigenes Flottenmanager-Portal sollen Unternehmen ihre Ladeaktivitäten überwachen und die damit verbundenen Kosten verwalten können.

Maingau erweitert Autostrom um Smart Charging

Maingau begründet die Wahl von Deftpower vor allem mit dessen Ausrichtung auf sogenannte eMSPs, also Anbieter von Ladediensten für Elektroauto-Fahrer. „Deftpower teilt unsere Sicht darauf, wohin sich der eMSP-Markt entwickelt: zu vernetzteren, skalierbaren und digital gesteuerten Ladeservices“, sagt Sarah Carlsson, Leiterin des Vertriebs bei Maingau. Für die Kunden solle dadurch ein intelligenteres und einheitlicheres Ladeerlebnis entstehen.

Teams von Maingau und Deftpower bei der ICNC 2026 in Berlin

Welche Rolle Smart Charging dabei konkret spielen wird, bleibt zunächst offen. Die Partner stellen perspektivisch eine stärkere Verknüpfung von Ladevorgängen und Energiesystem in Aussicht. Deftpower-Chef Jacob van Zonneveld spricht davon, Elektroautos zu einer „verlässlichen Flexibilitätsquelle für das Netz“ zu bündeln. Ob Maingau dafür beispielsweise Ladevorgänge abhängig von Strompreisen oder der Netzauslastung verschieben will und welche Ladepunkte beziehungsweise Fahrzeuge unterstützt werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Deftpower setzt Smart Charging bereits mit anderen Ladeanbietern um. Erst Ende August hatten das Unternehmen und Ubitricity angekündigt, ihre Zusammenarbeit auf 1.500 öffentliche Ladepunkte in den Niederlanden auszuweiten. Dort können Ladevorgänge über sogenannte Charging Profiles des offenen Standards OCPI 2.2.1 in Zeiten geringerer Netzauslastung verschoben werden. Eine direkte API-Verbindung zum Fahrzeug ist dafür nicht notwendig.

Auch mit Allego arbeitet Deftpower in den Niederlanden an gesteuertem Laden. Dort können Fahrer ihre Ladevorgänge an mehreren Tausend AC-Ladepunkten aus den abendlichen Spitzenzeiten verschieben und erhalten dafür Cashback. Dass Maingau dieselbe technische Umsetzung oder ein vergleichbares Anreizmodell einsetzen wird, ist bislang allerdings nicht angekündigt. Strategisch ist die Kooperation für Maingau vor allem deshalb interessant, weil das Unternehmen sowohl im Energiegeschäft als auch als eMSP aktiv ist. Smart Charging könnte beide Bereiche künftig stärker miteinander verbinden.