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Mahle fügt Elektrolastwagen einen Verbrennungsmotor hinzu, um eine Reichweite von über 800 km zu erreichen.

Mahle fügt Elektrolastwagen einen Verbrennungsmotor hinzu, um eine Reichweite von über 800 km zu erreichen.

Mahle geht mit seinem Reichweitenverlängerer für Elektro-Schwerlastfahrzeuge in die nächste Runde. Der Zulieferer arbeitet derzeit mit mehreren Herstellern von Industriefahrzeugen an ersten Prototypen. Sein System verspricht eine Reichweite von über 800 Kilometern.

Zum Elektrifizieren des Langstreckentransports ist es nicht die einzige Lösung, ständig die Größe der Batterien zu vergrößern. Mahle setzt auf ein Zwischenkonzept, bei dem weiterhin eine elektrische Antriebstechnik verwendet wird, ergänzt durch einen kleinen Verbrennungsmotor, der für die Stromerzeugung sorgt, wenn der Akku an Energie verliert.

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800 km Reichweite mit einer kleineren Batterie

Das von Mahle im Sommer 2026 vorgestellte Reichweitenverlängerungssystem tritt nun in eine neue Phase ein. Anlässlich der IAA Transportation in Hannover gibt der Zulieferer bekannt, mehrere Projekte mit Automobilherstellern gestartet zu haben. Prototypen werden derzeit entwickelt und sollen für Tests unter realen Bedingungen eingesetzt werden.

Mahle nennt derzeit weder die Namen seiner Partner noch einen Zeitplan für eine mögliche Serienproduktion. Das technische Prinzip ist jedoch bekannt, da es auch im Automobilbereich existiert. Ein 110 kW starker Hochspannungsgenerator, der Spitzenwerte von 130 kW erreichen kann, wird mit einem thermischen Motor kombiniert. Das Gesamtsystem umfasst außerdem die Wärmeverwaltung, Kraftstoff- und AdBlue-Tanks sowie das Abgasreinigungssystem.

Diese Anlage ersetzt einen Teil der Batterie. Laut Mahle kann dadurch ein Drittel ihrer Kapazität weggelassen werden. Trotz des Zusatzes eines thermischen Motors verringert sich das Gesamtgewicht des Lastwagens um 600 kg. Der Hersteller gibt eine Reichweite von etwa 400 km durch die Batterie an, zu denen sich weitere 400 km durch den Extender addieren, was insgesamt mehr als 800 km ergibt.

Eine Lösung für den Mangel an Ladestationen für Schwerlastfahrzeuge

Der Vorteil dieser Architektur besteht vor allem darin, die Abhängigkeit von Schnellladestrukturen zu verringern. Diese Lösung ist dennoch auf ein Kraftstoffmedium angewiesen und erzeugt Emissionen, wenn der Extender in Betrieb ist. Die Tests müssen daher feststellen, ob dieser Kompromiss hinsichtlich Kosten, Verbrauch und Emissionsreduktion tatsächlich sinnvoll ist im Vergleich zu einem Elektrolastwagen mit einer größeren Batterie.

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Mahle nutzt auch die IAA Transportation in Hannover, um einen 370 kW starken Elektromotor ohne Permanentmagnete und somit ohne seltene Erden vorzustellen.