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Fahrzeuge

Der Luxeed RX hat einen Designer von Ferrari. Werner Gruber ist für den chinesischen Konkurrenten Xiaomi YU7 verantwortlich.

Der Luxeed RX hat einen Designer von Ferrari. Werner Gruber ist für den chinesischen Konkurrenten Xiaomi YU7 verantwortlich.

Luxeed gab den Namen des Designers des RX-Modells preis, nachdem die chinesische Niederlassung von Ferrari öffentlich nachfragte, wer eigentlich hinter dem Auto steht. Der elektrische SUV startet in China bei 299.800 Yuan, was etwa 165.000 bis 170.000 Złoty entspricht, und verfügt über eine Leistung von bis zu 586 PS.

Das ist interessanter als ein gewöhnlicher Marketing-Spruch über einen „ehemaligen Ferrari-Designer“, denn dieses Mal wurden ein konkreter Name sowie eine konkrete Lebenslaufangabe genannt.

Ferrari fragte nach dem Namen, Luxeed gab ihn preis

Die ganze Geschichte begann vor einigen Monaten, als Luxeed bekanntgab, dass der RX von einem ehemaligen Ferrari-Designer entworfen wurde. Das Problem war, dass Ferrari in China mit einer einfachen Frage antwortete: Gut, aber wie heißt er?

Nun gibt es bereits eine Antwort. Zhao Changjiang, Geschäftsdirektor und Executive Vice President der Marke, schrieb auf Weibo, dass für das Luxeed RX-Projekt Werner Gruber verantwortlich ist. Es handelt sich dabei nicht um einen Unbekannten aus dem PR-Bereich. Gruber war an der Entwicklung des LaFerrari, FXX-K und Portofino beteiligt.

Das RX selbst erinnert stark an europäische und chinesische Performance-SUVs. Die nächstliegenden Vergleiche sind natürlich das Ferrari Purosangue, aber auch das Xiaomi YU7. Die Inspirationen sind schon von weitem erkennbar. Dennoch sieht das Auto einfach harmonisch aus und weist keine zufälligen Linien auf.

Luxeed ist eine von Chery und Huawei gemeinsam geschaffene Marke. Die Vorbestellungen für das RX begannen Anfang dieser Woche in China.

Preis, Batterien und der zweite europäische Aspekt

Der Einstiegspreis für das Luxeed RX beträgt 299.800 Yuan, was etwa 44.550 US-Dollar entspricht. Das ist mehr als beim Xiaomi YU7, der in China bei 253.500 Yuan beginnt. Auf dem heimischen Markt will Luxeed also nicht als „günstigeres Xiaomi“ positioniert werden.

Es sollen Versionen mit Batteriekapazitäten von 81,1 kWh, 100,25 kWh und 100,42 kWh zur Auswahl stehen. Die Basisversion verfügt über einen Motor an der Hinterachse und 371 PS. Die leistungsstärkere Variante hat zwei Motoren, Allradantrieb und 586 PS. Auf dem Papier wirkt das wie eine Klasse, die über den herkömmlichen EVs liegt, aber noch nicht im Segment des Porsche Macan EV oder der Top-Modelle von Tesla im Westen angesiedelt ist.

Es gibt noch einen weiteren interessanten Aspekt, der meiner Meinung nach sogar wichtiger ist als der Name des Designers. Zhao fügte hinzu, dass für die Abstimmung des Fahrwerks Tobias Moers verantwortlich ist – ehemaliger Chef von AMG und ehemaliger Präsident von Aston Martin, der heute als „chief dynamic performance advisor“ bei Luxeed tätig ist. Ehemalige BMW-Ingenieure sollen sich ebenfalls an dem Projekt beteiligen.

In dem technischen Paket befinden sich noch 38 Sensoren, darunter 4 Lidar-Geräte. Das System soll ein autonomes Fahren zwischen Adressen ermöglichen, bleibt aber formal auf Stufe 2 – also ohne Wunder. Der Fahrer muss weiterhin auf die Straße schauen und jederzeit bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen.

Falls Luxeed tatsächlich eine gute Fahrqualität bietet und nicht nur europäische Namen in der Präsentation zeigt, könnte daraus mehr werden als ein weiterer „chinesischer SUV mit Lidar“. Wie bewerten Sie diesen Schritt: reale Wertigkeit oder vor allem Imagepflege?

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