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Lucid bereitet den Markteintritt in Frankreich vor. Air und Gravity werden im Oktober in Paris erscheinen.

Lucid bereitet den Markteintritt in Frankreich vor. Air und Gravity werden im Oktober in Paris erscheinen.

Lucid hat die Vorbereitungen für den Markteintritt in Frankreich bestätigt und wird dabei mit Emil Frey France zusammenarbeiten. Der Lucid Air sowie der Lucid Gravity sollen auf der Paris Motor Show vorgestellt werden, die vom 12. bis 18. Oktober 2026 stattfindet.

Der Hersteller hält derzeit die wichtigsten Details noch zurück, nämlich den Zeitpunkt für die Aufnahme von Bestellungen, die Liefertermine sowie das Ausmaß des Vertriebsnetzes. Der Markteintritt ist also bereits realistisch, aber noch nicht abgeschlossen.

Lucid geht in Frankreich seinen eigenen Weg

Das Interessanteste an dieser Strategie ist nicht nur der Stand in Paris, sondern auch das Geschäftsmodell. Lucid übergibt Frankreich nicht an einen traditionellen Importeur mit voller Kontrolle über die Marke. Die Amerikaner möchten selbst für den Import, die Vertriebsstrategie sowie den Kundenservice verantwortlich sein.

Emil Frey France soll operative Unterstützung liefern, hat aber nicht angegeben, was genau beim Partner ankommen wird. Ebenso kennen wir die Anzahl der geplanten Verkauf- und Servicepunkte sowie das Ausmaß der Investitionen nicht.

Dieser Ansatz erinnert an den Weg, den Lucid bereits in Europa eingeschlagen hat. Die Marke kombiniert ihre eigene Präsenz mit der Infrastruktur großer Handelspartner. In Deutschland ist der unabhängige Händler Wackenhut in das Netzwerk aufgenommen worden, und in Frankreich verfolgt Lucid einen ähnlichen Weg – nur mit eigenem Import auf seiner Seite.

Emil Frey France selbst ist kein kleiner Akteur. Im Jahr 2025 verkaufte das Unternehmen über 193.000 neue und gebrauchte Fahrzeuge und erzielte einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro. Zudem ist es offizieller Importeur von Mitsubishi und Subaru.

Air und Gravity werden den Markt erschließen, aber es gibt noch keine Verkaufsdaten

Die französische Produktlinie soll zunächst zwei Modelle umfassen: den Lucid Air und den Lucid Gravity. Meine Präsentation auf der Messe in Paris wird die erste offizielle öffentliche Präsenz der Marke auf diesem Markt sein.

Frankreich war bereits zu Beginn des Jahres 2026 in Lucids europäischen Expansionsplänen enthalten. Neben Belgien kündigte der Hersteller damals auch einen Markteintritt in Dänemark, Frankreich, Italien, Österreich, Schweden und Spanien noch in diesem Jahr an.

Bereits einige dieser Pläne sind in Gang gekommen. Im Juni eröffnete Lucid ein Testfahrzentrum in Brüssel. Andererseits wird die Expansion nach Österreich und Spanien, ursprünglich für das Jahr 2026 geplant, auf das Jahr 2027 verschoben. Kurz gesagt: Der Zeitplan ist nicht perfekt pünktlich.

Für den polnischen Leser ist das ein Zeichen dafür, dass Lucid weiterhin europäische Stützpunkte aufbaut – allerdings vorsichtig und schrittweise. Frankreich erscheint heute konkreter als Österreich oder Spanien, doch ohne Bestell- und Liefertermine sprechen wir weiterhin eher von der Platzierung von Bausteinen als von einem vollständigen Verkaufsstart.

Lucid möchte in Europa eine Premium-Marke mit eigener Kontrolle über den Kunden sein – nur lässt es sich derzeit leichter, Autos auf Messen zu präsentieren, als Adressen von Verkaufsstellen anzugeben. Wie bewerten Sie dieses Einstiegsmodell: Besser als ein klassischer Importeur – oder sind zu viele Unklarheiten dabei?

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