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Fahrzeuge

Der Lucid Gravity ist in Europa auf 94 900 Euro gesunken. Es wurden vier Ausstattungslinien hinzugefügt.

Der Lucid Gravity ist in Europa auf 94 900 Euro gesunken. Es wurden vier Ausstattungslinien hinzugefügt.

Lucid hat das Gravity-Modellangebot in Europa überarbeitet und die Einstiegspreise von 99.900 auf 94.900 Euro gesenkt. Zu den bisherigen beiden Versionen kamen neue hinzu: die mittlere Touring Plus und die hochwertige Grand Touring Ultimate, wobei die ersten Lieferungen für den Herbst 2026 geplant sind.

Für den Kunden bedeutet die Änderung eine Erleichterung: weniger Konfigurationsmöglichkeiten im Konfigurator und mehr Ausstattung serienmäßig. Es handelt sich jedoch weiterhin um einen großen, teuren Premium-SUV – kein Angebot für jemanden, der den Preis mit dem des Tesla Model Y vergleicht.

Bislang bot Lucid in Deutschland zwei Gravity-Varianten an: Touring und Grand Touring. Beide starteten jeweils bei 99.900 bzw. 116.900 Euro, doch durch zusätzliche Optionen stieg der Preis schnell an. Nun ändert der Hersteller die Logik der Versionen, fügt zwei neue Ausführungen hinzu und senkt gleichzeitig den Grundpreis auf 94.900 Euro.

Das neue Modellangebot sieht wie folgt aus:

Version

Kraft

Batterie

WLTP-Reichweite

Preis in Deutschland

Leasing ab

Lucid Gravity Touring

418 kW

89 kWh

bis zu 545 km

94.900 Euro

949 Euro/Monat.

Lucid Gravity Touring Plus

418 kW

89 kWh

bis zu 545 km

99.900 Euro

999 Euro/Monat.

Lucid Gravity Grand Touring

617 kW

123 kWh

bis zu 739 km

119.900 Euro

1.199 Euro/Monat.

Lucid Gravity Grand Touring Ultimate

617 kW

123 kWh

739 km

147.500 Euro

1.475 Euro/Monat.

In der Praxis soll das Touring Plus die Variante sein, die viele Kunden ohnehin wählen würden. Es basiert auf derselben Technik wie das Touring, bietet aber sieben Sitze sowie das Comfort & Convenience-Paket serienmäßig. Lucid versucht offensichtlich, die Situation zu vermeiden, in der die „günstigere“ Version nach ein paar Klicks nicht mehr günstiger ist.

Auch die Serienausstattung in der gesamten Modellreihe wurde aktualisiert. Das DreamDrive Premium-Paket ist nun Standard – darin enthalten sind unter anderem ein Lichtassistent, eine Spurhaltefunktion, eine tote-Winkel-Überwachung sowie 3D-Kameras rund um das Auto. Ab der Touring Plus-Version sind außerdem eine dritte Sitzreihe und ein Komfortpaket Standard.

926 PS und 400 km in 14 Minuten – aber ohne das beliebte 10-80-Prozent-Ergebnis

Technisch ist der Gravity eng mit dem Limousinenmodell Lucid Air verwandt. Es handelt sich um einen großen SUV mit einer Länge von 5,04 m, einer Breite von 2,20 m, einer Höhe von 1,66 m und einem Radstand von 3,04 m. Auf dem Papier weist er außerdem Leistungsdaten auf, die eher zu einem leistungsstarken Gran Turismo passen als zu einem Familienbus: eine Leistung von bis zu 617 kW und ein Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden.

Am interessantesten auf dem Papier ist die Architektur des 926 V. Die Versionen mit größerer Batterie sollen in 14 Minuten eine Reichweite von bis zu 400 km erreichen und eine recht stabile Ladekurve aufweisen. Das klingt gut, doch Lucid gibt weiterhin keine Angaben zum Ladezeitraum von 10 auf 80 Prozent, einem Parameter, den heute fast jeder Hersteller verwendet. Ohne diese Angaben ist es schwierig, das Auto fair mit Modellen von Porsche, Hyundai oder Kia zu vergleichen.

Auch die Reichweitenwerte müssen mit Vorsicht interpretiert werden. 739 km nach WLTP im Grand Touring klingen hervorragend – allerdings handelt es sich um einen vollwertigen SUV mit erheblichem Gewicht. Der tatsächliche Wert auf der Autobahn wird deutlich geringer ausfallen, selbst wenn Lucid tatsächlich sparsame Antriebe bauen kann.

In den USA ist die Ausstattung noch umfangreicher, aber Europa bekommt sie vorerst nicht

Gleichzeitig erscheint in den USA eine neue Variante des Lucid Gravity GT-S. Sie hat etwa 787 kW Leistung und kostet ab 125.900 US-Dollar. Derzeit ist es nur eine Version für den amerikanischen Markt, und es ist unklar, ob sie nach Europa kommt.

Von europäischer Sicht ist etwas anderes wichtiger: Den Gravity kann man bereits bestellen, wobei die ersten Lieferungen im Herbst 2026 erfolgen sollen. Sollte Lucid irgendwann in Polen breiter vertreten sein, dann wohl eher als Nischenmarke für Premium-Kunden – näher an Porsche und den Top-Modellen von Mercedes als an einem Massen-EV.

Lucid hat den Preisvergleich vereinfacht, aber eine Sache unverändert gelassen: Der Gravity soll weiterhin durch Technik und Leistung überzeugen, nicht durch das Preis-Leistungs-Verhältnis pro Meter Fahrzeulänge. Welche Variante macht hier noch Sinn: die Basisversion Touring, die vernünftigere Touring Plus oder die ausgestattete Grand Touring?

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Quelle: LovEV.pl