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Politik

London erwägt E-Auto-Pflicht für neue Ride-Hailing-Fahrzeuge

London erwägt E-Auto-Pflicht für neue Ride-Hailing-Fahrzeuge

Transport for London (TfL) hat ein Konsultationsverfahren für strengere Zulassungsregeln für Fahrdienste mit Fahrer gestartet, also v.a. für Ride-Hailing-Dienste wie Uber. TfL erwägt, dass neu lizenzierte Fahrzeuge ab 2028 vollelektrisch fahren müssen. Für rollstuhlgerechte Fahrzeuge ist eine Übergangsfrist bis Juli 2030 vorgesehen.

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Bild: Unsplash/Michael Fousert

Transport for London (TfL) will die Elektrifizierung von Mietwagen mit Fahrern beschleunigen. Nach Vorschlägen, zu denen die Verkehrsbehörde eine öffentliche Konsultation gestartet hat, sollen ab 2028 grundsätzlich nur noch vollelektrische Fahrzeuge eine neue Lizenz als sogenanntes Private Hire Vehicle (PHV) erhalten.

Ride-Hailing-Apps wie Uber betroffen

Die geplante Regelung betrifft somit Fahrzeuge, die über Ride-Hailing-Apps wie Bolt, Lyft und Uber vermittelt werden sowie klassische Minicabs, aber nicht die separat regulierten Taxis. Benziner, Diesel, Mild-, Voll- und Plug-in-Hybride wären bei neuen PHV-Lizenzen damit ausgeschlossen. Für rollstuhlgerechte Fahrzeuge soll die Vorgabe erst ab Juli 2030 gelten. Die Konsultation läuft bis zum 2. Dezember 2026.

TfL begründet den Vorstoß mit dem Ziel, die Luftverschmutzung und die CO2-Emissionen im Straßenverkehr zu senken. Nach Prognosen der Behörde könnten die Stickoxid-Emissionen der PHV-Flotte innerhalb der ersten zehn Jahre um neun Prozent und die CO2-Emissionen um 35 Prozent sinken. Über einen Zeitraum von 18 Jahren seien bei beiden Emissionsarten Reduktionen von bis zu 97 Prozent möglich. Es handelt sich allerdings nur um Prognosen.

Schon mehr als ein Drittel fährt vollelektrisch

Die PHV-Flotte hat bereits einen erheblichen Elektrifizierungsgrad erreicht. Im September waren nach Angaben von TfL mit 35,5 Prozent der 94.661 lizenzierten PHV in London mehr als ein Drittel reine Elektroautos. Weitere 35,2 Prozent entfielen auf Plug-in-Hybride. Damit waren mehr als 70 Prozent der Fahrzeuge zumindest bedingt emissionsfrei unterwegs.

Neben der Elektrifizierung plant TfL weitere Änderungen der Zulassungsregeln. Ab März 2027 sollen PHV, die zehn Jahre oder älter sind, keine gültige Lizenz mehr behalten dürfen. Zudem will die Behörde die Frist zur Erneuerung einer abgelaufenen Taxi- oder PHV-Lizenz von derzeit zwei Jahren auf zwölf Monate verkürzen. Wird diese Frist überschritten, soll das Fahrzeug als Neuantrag behandelt werden und die dann geltenden Zulassungsanforderungen erfüllen. Auch neue Genehmigungen für Umrüstsysteme auf alternative Kraftstoffe wie Flüssiggas (LPG) und komprimiertes Erdgas (CNG) sowie für zusätzliche Abgasreinigungssysteme sollen entfallen.

Noch keine endgültige Entscheidung getroffen

„Diese Konsultation legt unsere Vorschläge dar, um die bisherigen Fortschritte auszubauen und den Übergang zu einer emissionsfreien Flotte voranzutreiben“, erklärte Christina Calderato, Director of Strategy bei TfL. Die Behörde verweist auf die Bedeutung der Fahrdienste für die Tür-zu-Tür-Mobilität, insbesondere in Gebieten, in denen das öffentliche Verkehrsnetz Lücken aufweist. Die geplanten Regeln sind bislang jedoch nur Vorschläge. Ob und in welcher Form sie umgesetzt werden, hängt vom weiteren Konsultations- und Entscheidungsprozess ab.