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Litauische Hauptstadt erhält Millionen-Kredit für Elektrifizierung des ÖPNV

Litauische Hauptstadt erhält Millionen-Kredit für Elektrifizierung des ÖPNV

Der öffentliche Verkehrsbetrieb VVT im litauischen Vilnius arbeitet weiter kräftig an der Elektrifizierung seiner Flotte. Dank eines Kredits in Höhe von insgesamt 110 Millionen Euro von CEB und EIB kann die Stadt 161 emissionsfreie Busse und die dazu benötigte Ladeinfrastruktur realisieren. Ziel der litauischen Hauptstadt ist die Klimaneutralität bis 2030.

Bild: EIB

Vilnius, die Hauptstadt von Litauen, hat es sich zum Ziel gemacht, bis 2030 klimaneutral zu werden. Aus diesem Grund baut der öffentliche Verkehrsbetrieb Vilniaus Viešasis Transportas (VVT) seine elektrische Flotte immer weiter aus. Bereits 2025 wurde der Auftrag zur Beschaffung von 145 Elektrobussen erteilt, eine Maßnahme, die durch 55 Millionen Euro an EU-Fördermitteln zur Anschaffung von insgesamt 275 E-Bussen finanziert werden konnte.

110 Millionen Euro von EIB und CEB für emissionsfreie Busse und Ladeinfrastruktur

Nun bringt ein Kredit in Höhe von 110 Millionen Euro weiteren Schwung in den Ausbau des ÖPNV in Vilnius. Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Entwicklungsbank des Europarats (CEB) ermöglichen mit je 55 Millionen Euro das Finanzierungspaket, das nun für die Beschaffung von weiteren 161 neuen Elektro- und Wasserstoffbussen und den Ausbau der dazugehörigen Ladeinfrastruktur eingesetzt wird.

Laut EIB entsteht in der 600.000-Einwohner-Stadt so eine der größten emissionsfreien Busflotten im Baltikum. Bis Ende 2027 soll das Projekt abgeschlossen sein. Der VVT möchte 145 neue Ladestationen bauen und die bestehenden Depots modernisieren. Ältere Diesel- und Flüssiggasfahrzeuge sollen ausrangiert werden. Der Einsatz der neuen Busse soll aber nicht nur den Smog und den Lärm in Vilnius reduzieren, sondern auch den Komfort für die Fahrgäste verbessern.

„Vilnius zeigt, wie europäische Städte ihre Klimaziele in konkrete Verbesserungen für ihre Bürger umsetzen können“, kommentiert EIB-Vizepräsident Karl Nehammer. „Gemeinsam mit der Entwicklungsbank des Europarats tragen wir dazu bei, sauberere Busse, einen besseren öffentlichen Nahverkehr und ein gesünderes städtisches Umfeld für Hunderttausende von Menschen zu schaffen.“

VVT-Vorstandsvorsitzender Ignas Degutis zeigt sich dankbar: „Diese Finanzierung ermöglicht uns die Durchführung eines der ambitioniertesten Modernisierungsprogramme für den öffentlichen Nahverkehr in der Geschichte von VVT. Wir danken der EIB und der CEB herzlich für ihr Vertrauen und ihre Partnerschaft. Gemeinsam investieren wir in 161 emissionsfreie Busse und die notwendige Infrastruktur für deren zuverlässigen Betrieb und schaffen so sauberere, leisere und komfortablere Fahrten für die Einwohner von Vilnius.“

Das Kreditpaket ist Teil einer noch weiterreichenden Modernisierungsoffensive: Neben EIB und CEB beteiligen sich auch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) sowie die Nordische Investitionsbank (NIB) an weiteren Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen. Erstmals finanzieren damit vier internationale Partner gemeinsam ein Infrastrukturprojekt im Baltikum.