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Lidl transportiert Waren mit einem LKW ohne Fahrerkabine. Die Deutschen haben SAE Level 4 auf öffentlichen Straßen erlaubt.

Lidl transportiert Waren mit einem LKW ohne Fahrerkabine. Die Deutschen haben SAE Level 4 auf öffentlichen Straßen erlaubt.

Lidl hat in Deutschland tägliche Lieferungen mit einem autonomen Lastwagen von Einride ohne Fahrerkabine eingeführt. Das Fahrzeug hat die Genehmigung der KBA, der deutschen Verkehrsbehörde, erhalten und fährt zwischen dem Logistikzentrum und einem Geschäft in Edermünde hin und her.

Für die Branche ist das ein starkes Signal. Für den Leser ist es ebenfalls positiv, denn die Strecke scheint kürzer als 1 Meile zu sein, also weniger als 1,6 km.

Was genau haben Lidl und Einride eingeführt

Es handelt sich um ein elektrisches Fahrzeug von Einride in Form eines sogenannten Pod, ohne Platz für einen Fahrer und ohne Sicherheitsmonitor an Bord. Das Unternehmen bezeichnet dies als SAE Level 4, also Autonomie unter streng definierten Bedingungen ohne ständige Anwesenheit eines Menschen in der Kabine. Übrigens gibt es hier auch keine Kabine.

Der Lastwagen hat die Genehmigung des Kraftfahrt-Bundesamts, KBA, erhalten, und Einride betont, dass das deutsche Verfahren zu den strengsten der Welt gehört. Der CEO des Unternehmens, Roozbeh Charli, erklärte, dass eine solche Homologierung die Grundlage für eine weitere Ausweitung des Projekts bietet.

Derzeit handelt es sich um eine sehr konkrete und recht begrenzte Nutzung. Das Fahrzeug transportiert Waren zwischen einem Lager und einem Lidla-Laden in Edermünde, fährt eine Schicht pro Tag, fünf Tage pro Woche und transportiert etwa 45 Paletten pro Schicht.

Es handelt sich hier nicht mehr um eine Demonstration auf einem geschlossenen Gelände. Gleichzeitig ist es auch noch keine vollwertige Fernfahrtroute. Punkt.

Es gibt einen Fernbediener, aber er steuert das Auto nicht

Einride weist darauf hin, dass das Fahrzeug von einem Menschen aus der Ferne überwacht wird. Ein solcher Bediener steuert den Lastwagen nicht im Alltag, kann aber bei niedrigen Geschwindigkeiten von bis zu 4 mph, also etwa 6 km/h, beispielsweise beim Anlegen oder in schwierigeren Situationen, die Steuerung übernehmen.

Das gesamte Sensor-Set sieht beeindruckend aus. Das Auto verfügt über 9 externe Kameras, 6 Radare und 4 Lidar-Sensoren. Die Produktion wird von einem Auftragsfertiger in den Niederlanden übernommen.

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt. Laut Analyse der Strecke und des Videomaterials ist die Entfernung zwischen Lager und Geschäft sehr gering – praktisch direkt nebeneinander. Das macht das Projekt nicht hinfällig, legt aber realistische Erwartungen fest. Level 4 funktioniert hier in einem günstigen Szenario.

Einride kündigt den nächsten Schritt an, nämlich die Erweiterung der Strecke auf einen Milkrun-Modus mit mehreren Zwischenstopps. Das Unternehmen spricht außerdem mit der Schwarz Group, dem Eigentümer von Lidl, über eine breitere Einführung. Dabei wird erneut das bekannte Argument der Knappheit an Fachfahrern und der Stabilität der Lieferungen angeführt.

Das Interessanteste wird jetzt nicht darin liegen, dass der LKW in Bewegung gesetzt wurde, sondern darin, wie weit und wie dicht ein solches Modell außerhalb der regulären Strecke – zum Beispiel in einem Lager neben dem Geschäft – eingesetzt werden kann. Meinen Sie, solche Implementierungen beginnen mit kurzen Logistikkreisläufen in Europa oder bleiben bei Demonstrationsprojekten stecken?

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