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Li Auto tritt im vierten Quartal 2026 in Europa ein. Der Li i6 wird in Li 6 umbenannt.

Li Auto tritt im vierten Quartal 2026 in Europa ein. Der Li i6 wird in Li 6 umbenannt.

Li Auto hat bestätigt, dass der elektrische SUV Li i6 außerhalb Chinas als Li 6 verkauft werden wird, und die europäische Markteinführung des Modells findet im Oktober auf der Messe in Paris statt. Gleichzeitig startete die Marke eine Imagekampagne in Europa mit einer Partnerschaft zur Solheim Cup 2026 in den Niederlanden, wo sie eine Flotte von 20 Fahrzeugen für Spielerinnen und VIP-Gäste bereitstellte.

Für den EV-Leser sind hier zwei Dinge am wichtigsten. Erstens spricht Li Auto nicht mehr allgemein von einer „Expansion“, sondern gibt das vierte Quartal 2026 als Startzeit für den Verkauf des Li 6 in Europa an. Zweitens hat das Unternehmen bislang weder die Länder noch die Preise oder den Vertriebsmodus bekannt gegeben.

Li 6 anstelle von Li i6 und Markteinführung in Paris

Die neue Information ist einfach: Der Li i6 wird im Ausland als Li 6 bezeichnet. Diese Variante werden wir offiziell auf der Paris Motor Show im Oktober zu sehen bekommen, wo das Unternehmen sein globales Produktportfolio sowie seine europäischen Geschäftspläne präsentieren wird.

Dies ist aus einem praktischen Grund wichtig. Die Marke ordnet die Benennung nach Auslandsmärkten, was in der Regel bedeutet, dass die Einführung bereits auf Homologation, Marketing und Vertriebsnetzwerke ausgerichtet ist – und nicht nur auf Präsentationen mit Folien.

Auf der Messe wird Li Auto auch Details zu zukünftigen Modellen enthüllen. In dieser Mitteilung gibt es jedoch keine technischen Spezifikationen für den europäischen Li 6. Schlecht, aber zumindest tut das Unternehmen nicht mehr so, als würde allein die Veranstaltung alles regeln.

Golf, Niederlande und erste Schritte vor dem Verkauf

Li Auto wurde offizieller Partner der Solheim Cup 2026, des Frauen-Golfturniers, das vom 7. bis 13. September in den Niederlanden stattfindet. Für die Durchführung der Veranstaltung stellte das Unternehmen 20 Exemplare des Li i6 bereit, und in der Fanzone wird außerdem der Li Mega aus dem Jahr 2025, ein elektrischer Minivan, vorgestellt.

Das Unternehmen bezeichnet diese Zusammenarbeit ausdrücklich als formellen Einstieg in Europa. Es handelt sich dabei um einen Ansatz im Stil von „zuerst Premium und Image“. Golf, VIPs, Paris – es ist kein Zufall.

Wu Zuomin, Leiter des Internationalen Geschäfts bei Li Auto, spricht von der Übertragung von Erfahrungen vom chinesischen Markt sowie vom Angebot von „intelligenten Elektrofahrzeugen für europäische Familien“. Marketingtechnisch klingt das vertraut. Die eigentliche Prüfung beginnt jedoch bei Preis und Service.

Beides fehlt derzeit noch. Li Auto hat bisher nicht angegeben, in welchen europäischen Ländern zuerst verkauft werden soll, wie viel das Li 6 kosten wird oder ob die Marke auf eigene Unternehmen, Händler oder exklusive Vertriebspartner setzen wird. Bekannt ist nur, dass das Vermarktungsmodell gemischt sein soll und von der Größe des Marktes sowie der Konkurrenz abhängen wird.

Europa selbst soll für Li Auto eine Region sein, die hauptsächlich auf BEV-Fahrzeuge ausgerichtet ist, während das Unternehmen im Nahen Osten und Zentralasien eher die L-Familie mit Range Extender fördert. Auch hier ist der Plan klar: In Europa Elektrofahrzeuge, in anderen Regionen Hybride mit Generator.

Bei der Internationalisierung hat sich bereits etwas bewegt. Am 3. September startete Li Auto den offiziellen Verkauf des neuen Li L9 in Dubai, war zuvor bereits in Kasachstan und Usbekistan tätig und hat mit dem kasachischen Unternehmen Allur einen Vertrag für die lokale Montage abgeschlossen.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, auch auf die Ergebnisse zu schauen. Im August 2026 lieferte das Unternehmen 37.679 Fahrzeuge aus, was einem Anstieg von 32,07 Prozent im Jahresvergleich entspricht und damit eine Serie von drei Monaten Rückgängen beendet. Von Januar bis August kamen insgesamt 261.619 Fahrzeuge zusammen, was weiterhin einen Rückgang von 0,6 Prozent im Jahresvergleich bedeutet.

Kurz gesagt: Li Auto kommt mit einem konkreten Termin nach Europa – ohne jedoch die schwierigsten Antworten parat zu haben. Meinen Sie, dass eine solche Marke heute bessere Chancen hat als Xpeng und NIO – oder wird sie ohne ein starkes Vertriebsnetz und einen angemessenen Preis schnell an Grenzen stoßen?

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