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kW oder kWh: Welcher Unterschied – einfach erklärt

kW oder kWh: Welcher Unterschied – einfach erklärt
Schwarze Elektrolimousine beim Aufladen, Kabel an der seitlichen Steckdose des Fahrzeugs angeschlossen

kW oder kWh? Zwei ähnlich aussehende Abkürzungen, doch es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Begriffe. Die eine misst die Leistung, die andere die Energiemenge. Ein „h“, das alles verändert. Hier ist eine einfache Anleitung – von der Kaffeekanne bis zur Batterie Ihres Elektroautos.

kW und kWh: Warum man sie ständig verwechselt

Kilowatt (kW) und Kilowattstunde (kWh) tauchen überall auf: in Rechnungen, Ladestationen und technischen Datenblättern. Man vermischt sie ständig. Tatsächlich messen sie jedoch nicht dasselbe. Das eine bezieht sich auf die Leistung, das andere auf gespeicherte oder verbrauchte Energie. In der Schule hat es niemand für nötig gehalten, das zu erklären.

Ergebnis: Man liest manchmal „50 kW“ und „50 kWh“ als Synonyme. Ein häufiger Fehler, den Sie nach dem Lesen dieses Artikels nicht mehr machen werden.

KW ist die Leistung (der Durchfluss)

Diagramm zur Vergleich von kW und kWh: Ein Hahn symbolisiert den Durchfluss (kW) und ein sich füllender Eimer symbolisiert die Menge (kWh)

Das Kilowatt misst eine Leistung – mit anderen Worten einen Energiefluss. Denken Sie an einen Hahn: Das kW gibt die Größe des Rohrs an. Je größer das Rohr, desto schneller fließt das Wasser. Ein Gerät mit 2 kW verbraucht zum gleichen Zeitpunkt doppelt so viel Energie wie ein Gerät mit 1 kW. 1 kW entspricht 1.000 Watt.

Kurze Orientierungshilfen: Ein Wasserkocher hat eine Leistung von etwa 2 kW. Eine Zusatzheizung beträgt in der Regel 1 bis 2 kW. Ein Haushaltsstecker liefert im Allgemeinen 3,7 bis 7,4 kW. Der Wert in kW beschreibt also die Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Er sagt nichts über die Dauer oder die Gesamtmenge aus.

Kilowattstunde – das ist die Energie (die Menge)

Die Kilowattstunde misst einen Energiemenge. Nutzen wir wieder das Rohr-Analogie: Die Kilowattstunde entspricht dem Wasservolumen im Eimer. Ein Gerät mit 1 kW, das eine Stunde lang läuft, verbraucht 1 Kilowattstunde. Dasselbe Gerät über 2 Stunden: 2 Kilowattstunden. Entscheidend ist hier die Dauer.

Das ist die Einheit auf Ihrer Stromrechnung: Sie zahlen in Kilowattstunden. Es ist auch die Einheit, mit der man ermitteln kann, wie viel Energie die Batterie Ihres Autos speichern kann. Die Kilowattstunde ist die Summe, der kW der Moment. Das ist der ganze Unterschied.

Die Formel, die beides verbindet: Kilowattstunden = kW × Stunden

Nur eine Formel muss man sich merken: Energie = Leistung × Zeit. Das bedeutet: kWh = kW × Stunden.

Zwei konkrete Beispiele: Ein Ofen mit 2 kW, der 30 Minuten lang läuft: 2 × 0,5 = 1 kWh. Ein Internet-Router mit 15 W, der einen Monat lang eingeschaltet bleibt: etwa 11 kWh.

Und umgekehrt? Man teilt die verbrauchte Energie in kWh durch die konstante Leistung des Geräts in kW – das ergibt die Betriebsdauer in Minuten.

Im Alltag: Glühbirne, Wasserkocher, Zähler

Ein Rundgang durch das Haus macht alles klar: Eine LED-Glühbirne verbraucht etwa 10 W. Eine alte Glühbirne mit Filament verbraucht 60 W. Derselbe Lichtstrom, aber sechsmal mehr Leistung. Der Wasserkocher hingegen benötigt viel Energie – etwa 2 kW. Er läuft jedoch nur drei Minuten lang. Sein Verbrauch ist daher im Vergleich zu einer Glühbirne, die länger eingeschaltet bleibt, gering.

Ihr Zähler legt eine Obergrenze fest. Es handelt sich dabei um die abonnierte Leistung in kVA (Kilovoltampere). Sie begrenzt die Menge an Energie, die Sie gleichzeitig verbrauchen können. Wenn zu viele Geräte gleichzeitig betrieben werden und Sie nicht die richtige Leistung abonniert haben, schaltet der Zähler ab.

Die Rechnung am Monatsende addiert alle Ihre kWh-Werte. Der Betrag der Verbrauchskosten hängt dabei vom Preis pro kWh gemäß Ihrem Vertrag ab. Der Abonnementspreis hingegen hängt von der abonnierten Leistung (den kVA) ab.

Auf einem Elektroauto: Wo befinden sich kW und kWh?

Infografik, die kW und kWh auf einem Elektroauto zeigt: Akku in kWh (Kapazität), Ladevorgang und Motor in kW (Leistung)

Kommen wir zum Thema, das uns interessiert. Der Elektroauto verarbeitet ständig beide Einheiten – Akku, Ladeanschluss, Motor, Verbrauch: Jeder hat seine eigene. Hier erfahren Sie, wie man sie richtig abliest.

Der Akku wird in kWh gemessen (der Tank)

Der Akku speichert Energie – also in kWh. Das ist Ihr Tank. Je höher die Kapazität, desto größer die potenzielle Reichweite.

Welche Größenordnungen gibt es? Ein Stadtauto hat oft etwa 40 kWh. Ein Familienauto liegt bei 60 bis 80 kWh. Die größeren Modelle überschreiten 90 kWh.

Ein Tank mit 50 Litern sagt nichts über Ihren Verbrauch aus – genauso wenig wie ein Akku mit 60 kWh. Alles hängt vom Verbrauch des Autos ab. In kleinerem Maßstab werden die Akkus von Elektrofahrrädern in Wh angegeben, seltener in kWh. Zum Vergleich: 1000 Wh = 1 kWh.

Auch lesen: Die besten Elektroautos mit der besten Reichweite

Die Ladeleistung wird in kW angegeben (der Durchfluss an der Ladestation)

Die Ladestation selbst gibt die Leistung in kW an. Das ist der Ladevolumenstrom. Wieder dieses berühmte „Rohr“.

Ein herkömmlicher Haushaltsstecker hat eine Leistung von etwa 2,3 kW. Ein verstärkter Stecker vom Typ Green’Up erreicht etwa 3,2 kW. Eine Wallbox liefert 7,4 kW im Einphasenbetrieb und bis zu 22 kW im Dreiphasenbetrieb.

Auf der Autobahn weisen Schnellladestationen für Gleichstrom ganz andere Leistungsbereiche auf. Sie reichen von 50 kW bis 350 kW oder sogar mehr. Das „Rohr“ verwandelt sich dabei in eine leistungsstarke Feuerwehrpumpe.

Achtung: Das Auto setzt seine eigene Grenze. Eine Ladestation mit 150 kW ist nutzlos, wenn das Auto nur 100 kW zulässt.

Auch der Motor: kW und PS

Der Elektromotor wird in kW angegeben. Das ist logisch, denn er entwickelt eine Leistung. Das Problem? Wir sind an Pferdestärken gewöhnt. Die Umrechnung bleibt einfach: 1 kW entspricht etwa 1,36 Pferdestärken. Hier sind einige Orientierungswerte:

Leistung (kW)

Leistung (PS)

70 kW

≈ 95 PS

100 kW

≈ 136 PS

150 kW

≈ 204 PS

200 kW

≈ 272 PS

Ein Tipp zur Lesart: Verwechseln Sie auf der technischen Datenblatt nicht das kW des Motors mit dem kW der Ladeeinheit.

Der Verbrauch in kWh/100 km

Die letzte Größe ist der Verbrauch. Er wird in kWh pro 100 km angegeben – das Äquivalent zu Litern pro 100 Kilometer bei Verbrennungsmotoren.

Ein sparsamer Elektrofahrzeug verbraucht etwa 15 kWh/100 km. Ein großer, schwerer SUV liegt bei rund 20 oder sogar mehr. Fahrweise und Wetter haben großen Einfluss.

Die Berechnung der Reichweite ist einfach: Akku mit 60 kWh, Verbrauch von 15 kWh/100 km. Ergebnis: 400 km. Nur in Theorie.

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kW oder kWh: Der einfache Unterschied erklärt

Wie lange dauert das Aufladen? Die einfache Berechnung (und ihre Grenzen)

Bildschirm einer Ladesäule mit angezeigten 3,49 kW, Typ-2-Kabel an einem weißen Elektroauto angeschlossen

Diese Frage kommt ständig wieder. Die Grundlage ist einfach: Zeit = Kapazität (kWh) ÷ Leistung (kW).

Ein Beispiel: Ein Akku mit 50 kWh an einer Wallbox mit 7,4 kW. 50 ÷ 7,4 ≈ 6 Stunden 45 Minuten. Bei einer herkömmlichen Steckdose mit 2,3 kW sind mehr als 20 Stunden zu erwarten.

Aber drei Faktoren sind entscheidend. Erstens verliert die Aufladung unterwegs etwas Energie – rechnen Sie mit 10 bis 15 Prozent Verlust. Zweitens sinkt die Geschwindigkeit am Ende der Ladung, nach 80 Prozent, weil das Auto die Leistung drosselt, um die Batterie zu schützen.

Die Berechnung gibt daher nur eine grobe Orientierung. Für detailliertere Informationen enthält unser Artikel zu den tatsächlichen Ladezeiten eine Aufschlüsselung jedes Falls.

kW gegen kWh: Die Übersichtstabelle

Kriterium

kW (Kilowatt)

kWh (Kilowattstunde)

Was gemessen wird

Eine Leistung (ein Durchfluss)

Eine Energie (eine Menge)

Analogie mit dem Wasserhahn

Der Durchfluss im Rohr

Das Volumen im Eimer

Grundlegende Referenz

1 kW = 1.000 W

1 kWh = 1 kW über 1 Stunde

Auf dem Auto

Motorenlleistung, Ladeleistung

Batteriekapazität, Verbrauch

Im Alltag

Leistung eines Geräts

Die kWh im Rechnungsentwurf

Moment oder Dauer

Ein genaues Moment

Ein Gesamtwert über die Zeit

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen kW und kWh?

KW misst eine Leistung, einen Durchfluss. kWh misst eine Energie, eine Menge. Ein Gerät mit 1 kW verbraucht nach 1 Stunde 1 kWh.

Wie wandelt man kW in kWh um?

Multiplizieren Sie die Leistung mit der Dauer. Die Formel lautet: kWh = kW × Stunden. Zum Beispiel ergeben 3 kW über 2 Stunden 6 kWh.

Wie viele Watt entsprechen 1 kWh?

1 kWh entspricht 1.000 Watt über eine Stunde. Der Watt misst die Leistung. Die Wattheure misst den verbrauchten Energiegehalt.

Wie wandelt man kW in PS um?

Multiplizieren Sie die Leistung mit etwa 1,36. Somit ergeben 100 kW fast 136 PS. Und 150 kW etwa 204 PS.

Wie viele kWh sind für 100 km mit einem Elektroauto nötig?

Berechnen Sie je nach Modell etwa 15 bis 20 kWh/100 km. Fahrenstil, Geschwindigkeit und Wetter beeinflussen diese Zahl.

Wie viele kWh hat eine Batterie eines Elektroautos?

Oft 40 kWh bei Stadtmodellen. Bei größeren Modellen liegen die Werte zwischen 60 und 90 kWh. Die Kapazität bestimmt die potenzielle Reichweite.

Gilt bei meiner Stromrechnung kW oder kWh?

KWh. Sie zahlen für den verbrauchten Strom. Die abonnierte Leistung in kVA legt nur die vorübergehende Grenze fest.