Zurück zu den Nachrichten
Sonstiges

Kongress der neuen Mobilität 2026: Was erwartet den polnischen E-Mobility-Markt?

Kongress der neuen Mobilität 2026: Was erwartet den polnischen E-Mobility-Markt?

Elektroauto, Bus, Fahrrad oder Roller? Alles auf einmal! Die Zukunft des Transports sollte nicht auf der Wahl eines einzigen Verkehrsmittels beruhen, sondern auf ihrer Integration in ein kohärentes, zugängliches und bequemes System. Sind die polnischen Städte auf einen solchen Wandel bereit? Werden ihre Innenstädte wieder Raum für die Einwohner schaffen? Wie lässt sich die Entwicklung der Elektromobilität mit den Bedürfnissen der Industrie, der Logistik und Millionen von Fahrern in Einklang bringen? Und schließlich: Kann Polen die Transformation des Transports als Antrieb für die Wirtschaft nutzen, anstatt sie ausschließlich als Kostenfaktor zu betrachten?

Kurz gesagt:

Der bevorstehende Kongress für neue Mobilität 2026 in Katowice (23.–25. September) wird sich auf die Integration des Transports und die Herausforderungen der Transformation in Polen konzentrieren.

Im Jahr 2025 kamen mehr als 43.000 Elektroautos hinzu, und die Anzahl der Ladestellen überstieg 11.700.

Die Prognosen für die polnische Elektromobilität bis 2026 gehen davon aus, dass der jährliche Verkauf von BEV-Fahrzeugen in Polen bis 2030 die Marke von 140.000 Fahrzeugen überschreiten wird.

Zentrale Themen sind die Transformation der polnischen Automobilindustrie, der Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge sowie die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs mit eHDV-Fahrzeugen.

Eine neue Phase der Transformation. Die Zahlen sprechen für sich.

Der polnische Elektromobilitätsmarkt tritt in eine Phase ein, in der allein die Zunahme der Fahrzeuge auf den Straßen nicht mehr als einziger Maßstab gilt. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die polnische Wirtschaft mit den EU-Vorschriften sowie dem anstehenden Ziel von Null-CO2-Emissionen für neue Personenkraftwagen nach 2035 zurechtfindet.

Laut dem Polnischen Verband für neue Mobilität brachte das Jahr 2025 in Polen einen Rekord von 43.000 neuen Registrierungen von Elektrofahrzeugen (BEV) mit sich. Gleichzeitig wuchs das allgemein zugängliche Lade Netz auf mehr als 11.700 Ladepunkte an. Der neueste Bericht „Polish EV Outlook 2026“ zeigt jedoch, dass dies erst der Anfang der Veränderungen ist. Bis zum Jahr 2030 könnte die jährliche Zahl der neuen Elektrofahrzeug-Registrierungen in Polen auf 140.000 Stück ansteigen, was etwa 25 Prozent des gesamten Neuwagenverkaufs ausmachen würde.

Automobilindustrie, Zuschüsse und Sekundärmarkt

Mit der Reifung des Marktes stellt sich die Frage nach der Zukunft der Branche nach Ablauf der Subventionsprogramme für den Kauf von Elektrofahrzeugen. Experten und Marktvertreter werden auf der KNM 2026 darüber diskutieren, ob der polnische Sektor ohne staatliche Unterstützung für eine eigenständige Entwicklung bereit ist.

Eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung der Elektromobilität wird dem Sekundärmarkt zukommen. Die Entwicklung des Handels mit gebrauchten Elektrofahrzeugen wird die wahre Prüfung für die Massennachfrage darstellen. Gleichzeitig bleibt es eine Herausforderung, das Händlernetz an die neuen Gegebenheiten anzupassen sowie die Interessen der polnischen Automobilindustrie zu schützen, die neue Kompetenzen in der Lieferkette für die E-Mobilität entwickeln muss.

Schwerlastverkehr und Infrastruktur

Die Elektrifizierung betrifft nicht nur Personenkraftwagen. Immer größerer Druck lastet auf der Logistik und dem Schwerlastverkehr (eHDV). Der Bau spezieller Ladezentren mit hoher Leistung entlang der wichtigsten Transportkorridore sowie in der Nähe von Logistikzentren wird zu einer zentralen Herausforderung in den kommenden Jahren.

Kongress der neuen Mobilität 2026: Was erwartet den polnischen e-Mobility-Markt? - französischer ehdv-Bericht 07 2025

Die richtige Infrastruktur wird die Wettbewerbsfähigkeit polnischer Transportunternehmen auf dem europäischen Markt bestimmen. TCO-Analysen für eHDV zeigen, dass emissionsfreie Lastwagen effektiv mit Dieselfahrzeugen konkurrieren können, sofern die Betreiber Zugang zu einer leistungsstarken Ladeinfrastruktur sowie angepassten Energiestromtarifen haben.

Städte, die neu gestaltet werden

Gleichzeitig mit der Entwicklung von Fahrzeugen ändert sich auch der Ansatz zur städtischen Raumplanung. Bei der Veranstaltung in Katowice wird die Integration verschiedener Verkehrsmittel ein eigenes Thema sein: von Bahn und Bus über Elektroautos bis hin zu Mikromobilitätslösungen und Fahrrädern.

Kongress der neuen Mobilität

Städte sollten vom auf einen einzigen Verkehrsmitteltyp ausgerichteten Modell zu integrierten Tarifsystemen und nachhaltiger Mobilität übergehen. Eine Herausforderung für die Kommunen bleibt es, den öffentlichen Verkehr mit neuen Technologien zusammenzuführen und die Räume in den Ballungszentren zu optimieren.

Zusammenfassung

Der Kongress für neue Mobilität 2026 in Katowice wird der Ort sein, an dem ehrgeizige Prognosen mit harten Marktdaten konfrontiert werden. Die Transformation der Mobilität in Polen ist nicht länger nur eine technologische Neuheit, sondern wird zu einem zentralen Bestandteil der Wirtschaftsstrategie. Über das Tempo weiterer Veränderungen werden kluge Regulierungen, die Investitionsleistung im Bereich der Energieinfrastruktur sowie die Fähigkeit polnischer Unternehmen entscheiden, in einer neuen, emissionsfreien Umgebung Wettbewerbsvorteile zu schaffen.