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Kia hat die EV3 GT, EV4 GT und EV5 GT in Europa auf den Markt gebracht. Die GT-Modelle sind eine Klasse niedriger und unterhalb der EV6 GT angesiedelt.

Kia hat die EV3 GT, EV4 GT und EV5 GT in Europa auf den Markt gebracht. Die GT-Modelle sind eine Klasse niedriger und unterhalb der EV6 GT angesiedelt.

Kia hat den Verkauf von drei neuen elektrischen GT-Modellen in Europa gestartet: EV3 GT, EV4 GT und EV5 GT. Die Preise in Deutschland beginnen bei 53.990 Euro, und alle Versionen verfügen über einen AWD-Antrieb mit zwei Motoren sowie einen Akku mit einer Kapazität von 81,4 kWh.

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Es handelt sich dabei um eine einfache Entwicklung. Kia betrachtet das GT-Label nicht länger nur als teures Extra für die EV6 und EV9, sondern erweitert es auf breitere Modellreihen.

Preise und Positionierung. Die EV6 GT ist nicht mehr der Einstiegspunkt

In Deutschland kostet die Kia EV3 GT ab 53.990 Euro, die EV4 GT ab 57.840 Euro und die EV5 GT ab 59.990 Euro. Zum Vergleich beginnt die größere und leistungsstärkere EV6 GT bei 69.990 Euro, während die EV9 GT ab 90.490 Euro angeboten wird.

Das bedeutet, dass die neue GT-Familie etwa 16.000 Euro unter dem EV6 GT beginnt. Und das ist vermutlich der Kern der ganzen Strategie. Kia möchte einem Kunden „Sport-EVs“ anbieten, der nicht 70.000 Euro für einen Crossover im D-Segment ausgeben möchte.

In der Modellreihe sind die Rollen klar verteilt: Der EV3 GT soll ein städtisches und kompaktes Einstiegsmodell in die GT-Welt sein, der EV4 GT setzt auf Fahrspaß und Design, während der EV5 GT Praktikabilität sowie einen familienfreundlichen Aufbau bietet.

Die Leistungen sind vernünftig, aber ohne Spektakel

Sowohl der EV3 GT als auch der EV4 GT nutzen dasselbe Allradantriebssystem mit 215 kW, also 292 PS, sowie einem Drehmoment von 468 Nm. Der EV3 GT beschleunigt in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, während der EV4 GT in 5,6 Sekunden erreicht.

Der EV5 GT ist etwas leistungsstärker. Er verfügt über 225 kW, also 306 PS, sowie 480 Nm, erreicht aber aufgrund seiner größeren Abmessungen erst in 6,2 Sekunden eine Geschwindigkeit von 100 km/h.

Das sind keine Werte wie beim Hyundai Ioniq 5 N oder EV6 GT. Und das ist gut, denn Kia versucht nicht einmal, so zu tun, als wäre es anders. Die neuen GT-Modelle wirken eher wie schnelle Versionen für den täglichen Gebrauch als vollständig elektrische Varianten für die Rennstrecke.

Dazu kommen noch die firmeneigenen Features: Virtual Gear Shift, Active Sound Design, Launch Control, GT Mode, elektronisch gesteuerte Federung und Torque Vectoring. Einige Fahrer werden davon überzeugt sein, andere schalten sie nach einer Woche wieder aus. Künstlicher Sound und simulierter Gangwechsel können weiterhin keine gute Abstimmung der Fahrwerkskomponenten ersetzen.

WLTP-Reichweite und gemeinsame Batterie mit 81,4 kWh

Sämtliche drei Modelle verfügen über eine größere Batterie mit 81,4 kWh. Was die Reichweite angeht, schneidet der EV4 GT Fastback am besten ab mit bis zu 537 km nach WLTP.

Dann folgt der EV4 GT Hatchback mit einer Reichweite von bis zu 505 km nach WLTP, der EV3 GT mit bis zu 501 km nach WLTP und der EV5 GT mit einer Reichweite von bis zu 476 km nach WLTP.

Auf dem Papier sieht das vernünftig aus, besonders beim EV4 GT. Man muss sich nur an die alte Regel erinnern: WLTP eignet sich gut zum Vergleichen von Modellen untereinander, aber nicht zur Schätzung des Winterspiegels auf der Autobahn A2.

Modell

Kraft

Drehmoment

0-100 km/h

Batterie

WLTP-Reichweite

Preis in Deutschland

Kia EV3 GT

215 kW

468 Nm

5,7 s

81,4 kWh

bis 501 km

ab 53.990 Euro

Kia EV4 GT Hatchback

215 kW

468 Nm

5,6 s

81,4 kWh

bis 505 km

ab 57.840 Euro

Kia EV4 GT Fastback

215 kW

468 Nm

nicht angegeben

81,4 kWh

bis 537 km

ab 57.840 Euro

Kia EV5 GT

225 kW

480 Nm

6,2 s

81,4 kWh

bis 476 km

ab 59.990 Euro

Kia fügt außerdem visuelle und ausstattungstechnische Elemente hinzu: 20-Zoll-Räder, neongrüne Bremssättel, Halbkreis-Sitze, ein GT-Steuerrad sowie eine separate digitale Bedienoberfläche. Es handelt sich also um das klassische Paket „muss schneller aussehen“. In dieser Klasse funktioniert das gut.

Britische Preise gibt es noch nicht, und der EV4 GT Fastback wird nicht nach Großbritannien geliefert. Aus polnischer Sicht ist etwas anderes am interessantesten: Wenn Kia auch bei uns eine ähnliche Positionierung beibehält, könnte der EV3 GT ein Niveau erreichen, das bereits mit besser ausgestatteten Versionen des Tesla Model Y mit Hinterradantrieb oder den dualmotorischen Modellen chinesischer Konkurrenten konkurrieren kann. Dann beginnt der eigentliche Vergleich – nicht mit dem EV6 GT, sondern mit Autos „für den Alltag, aber mit mehr Ausstattung“.

Kia macht aus dem GT eine eigene Unterfamilie, verzichtet aber auf übertriebene Leistungsdaten. Und das macht wohl am meisten Sinn. Welches dieser drei Modelle ist Ihrer Meinung nach am sinnvollsten: der EV3 GT, der EV4 GT oder der EV5 GT?

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