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Technologie

Kia ruft erste Generation des e-Niro wegen Brandgefahr zurück

Kia ruft erste Generation des e-Niro wegen Brandgefahr zurück

Kia hat einen weltweiten Rückruf für die vollelektrische Variante des Niro gestartet. Grund für die außerplanmäßige Werkstattaktion für den e-Niro ist eine unzureichende Batterieüberwachung, die zu einer erhöhten Brandgefahr führen kann. Betroffen sind nur Einheiten aus der ersten Generation des Modells.

Von der Maßnahme betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum vom 19. Mai 2020 bis zum 18. März 2022. Weltweit müssen 14.117 Einheiten in die Fachwerkstätten, wobei 11.331 davon auf den europäischen Markt entfallen. Für den deutschen Markt beläuft sich die Zahl der betroffenen Fahrzeuge auf 1.791 Stück. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Rückrufaktion unter der Referenznummer 16831R.

Technische Ursache für das Problem ist eine unzureichende Überwachungslogik des Batteriemanagementsystems (BMS). Unter bestimmten Betriebsbedingungen kann die Kontrolle der Hochvoltbatterie eingeschränkt sein. Dies kann eine Überhitzung der Batteriezellen zur Folge haben und das Brandrisiko steigern. Die Problematik kann sowohl im Fahrbetrieb als auch im geparkten Zustand oder während des Ladevorgangs auftreten.

In den Vertragswerkstätten wird als primäre Abhilfemaßnahme die Software des Batteriemanagementsystems aktualisiert. Dieser Standardvorgang nimmt rund eine halbe Stunde in Anspruch. Darüber hinaus überprüfen die Techniker den Zustand des Akkus.

Sollten im Zuge dieser Überprüfung bereits Schäden am Energiespeicher festgestellt werden, tauschen die Betriebe die komplette Batteriebaugruppe kostenlos aus. Dieser umfassende Austausch nimmt allerdings in der Folge bis zu sechs Stunden Arbeitszeit in Anspruch. Kia führt die Serviceaktion unter dem herstellerinternen Aktionscode „261261“.

Sämtliche zurückgerufenen Fahrzeuge stammen dabei aus der ersten Modellgeneration des Kia e-Niro, die zwischen Ende 2018 und März 2022 gebaut wurde. Die danach lancierte zweite Modellgeneration, die ab diesem Zeitpunkt Niro EV genannt wurde, verwendet hingegen andere Komponenten. Daher müssen diese Fahrzeuge nicht in die Werkstatt. Kia hat den Vertrieb des Niro EV in Deutschland zugunsten des modernen Kia EV3 ohnehin im November 2024 eingestellt, auch international werden mittlerweile nur noch Lagerwagen abverkauft. Heute ist der Niro nur noch als Hybrid-Version erhältlich.

Ähnliche Rückrufe gab es in der Vergangenheit bereits bei der Konzernmutter Hyundai für die Baureihen Kona und Ioniq. Betroffene Fahrzeughalter werden direkt kontaktiert, um einen entsprechenden Termin in einer Vertragswerkstatt zu vereinbaren. Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden sind im Zusammenhang mit diesem Mangel bislang nicht bekannt geworden.