Der Kia PV7 ist zu Tests nach Europa gefahren. Der elektrische Van ist viel größer als der PV5.

Kia zeigte vor einigen Tagen die ersten Bilder des PV7, und nun wurde der größere Elektrovan bei Straßentests in Europa gesichtet. Die offizielle Präsentation ist für den 14. September 2026 während der IAA Transportation 2026 in Hannover geplant.
Für den Lieferwagenmarkt ist das keine Kleinigkeit. Der PV5 verkauft sich bereits sehr gut, weshalb der PV7 in einen Segment eintreten soll, in dem Ford und Renault derzeit keine komfortable Position haben.
Der PV5 hat bereits Ergebnisse gebracht, nun zielt Kia höher
Kia hat einen starken Einstieg in den Bereich der Elektro-Transportfahrzeuge hingelegt. Der PV5 war im ersten Halbjahr 2026 der am besten verkaufte kleine Elektrovan in Europa und erzielte in fünf Ländern mehr als 50 Prozent des Umsatzes in seinem Segment. Auf dem gesamten europäischen Markt für Elektro-Vans der Klasse C macht er 37 Prozent des Umsatzes aus.
Das erklärt, warum die Koreaner nicht lange auf das nächste Modell warten. Der PV7 soll einfach eine größere Antwort auf dieselben Anforderungen sein – also den Transport von Waren und Menschen – allerdings mit deutlich mehr Platz.
Das Auto wurde auf öffentlichen Straßen in Europa mit einem Testanhänger gesehen. Schon an den Proportionen ist zu erkennen, dass es sich nicht um ein leicht aufgeblähtes PV5 handelt, sondern um einen echten Schritt nach oben.
KIA bereitet den nächsten Schlag in seiner kommerziellen Elektrooffensive vor.
Der neue PV7 ist erstmals in Spionagefotos aufgetaucht und soll zum „großen PV5“ werden – gerade in einem Bereich, wo Ford und Renault viel zu verteidigen haben.
Seine Präsentation steht unmittelbar bevor. pic.twitter.com/iHkncWBasD
— Motor.es (@motorpuntoes) 3. September 2026
Batterie mit über 70 kWh und mindestens 350 km WLTP
PV7 wird auf derselben E-GMP.S-Plattform wie der PV5 gebaut. Kia plant mehrere Karosserivarianten, darunter Passenger und Cargo, sodass das Modell sowohl an Unternehmen als auch an Privatkunden verkauft werden soll.
In der Kabine ist ein aus dem PV5 bekanntes Setup zu erwarten, nämlich ein 12,9 Zoll großer Infotainmentscreen sowie Software vom Typ PBV, die auf dem Hyundai Pleos-System basiert.
Laut Motor.es wird der elektrische Van über einen NMC-Akku mit einer Kapazität von über 70 kWh verfügen. Die angegebene Reichweite soll mindestens 350 km nach WLTP betragen. Auf dem Papier klingt das sinnvoll, doch bei einem solchen Fahrzeug und unter Belastung hängt das tatsächliche Ergebnis natürlich stark von der Variante, der Beladung und der Geschwindigkeit ab.
Zum Vergleich ist der Kia PV5 Passenger mit Akkus von 51,5 kWh und 71,2 kWh erhältlich. Der kleinere Akku ermöglicht eine Reichweite von bis zu 295 km nach WLTP, der größere von bis zu 412 km nach WLTP.
Die Abmessungen zeigen das Ausmaß des Unterschieds
Das auf der CES 2024 vorgestellte Konzept PV7 hatte eine Länge von 5270 mm, eine Breite von 2065 mm und eine Höhe von 2120 mm. Die Radstandlänge betrug 3390 mm.
Dabei wirkt der PV5 Passenger bereits deutlich bescheidener. Er ist 4695 mm lang, 1895 mm breit, 1915 mm hoch und hat einen Radstand von 2995 mm.
Der Unterschied ist also nicht nur auf den Bildern groß. Es sind 575 mm mehr Länge sowie ein um 395 mm längerer Radstand. Kurz gesagt: Der PV7 soll dort eingesetzt werden, wo es um anspruchsvollere Logistik geht – und nicht nur für städtische Lieferungen im letzten Kilometer.
Falls Kia bei dem Preis nicht übertrieben, könnte daraus einer der interessantesten Elektrofahrzeuge des Jahres 2026 werden. Welche Meinung habt ihr – wird der PV7 eher den Ford E-Transit konkurrenzieren oder eher die Elektrofahrzeuge von Renault?
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