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Kia präsentiert den PV7, einen großen elektrischen Nutzfahrzeug mit 800 V und einer Reichweite von über 460 km.

Kia präsentiert den PV7, einen großen elektrischen Nutzfahrzeug mit 800 V und einer Reichweite von über 460 km.

Nach dem PV5 erweitert Kia seine Familie von Elektrofahrzeugen mit dem PV7. Dieses neue Modell verspricht eine Reichweite von über 460 km, ein schnelles Aufladen dank seiner 800-V-Architektur sowie einen nutzbaren Innenraum von bis zu 8 m³. Sein Markteintritt in Europa ist für 2027 geplant.

Kia setzt seinen Vorstoß auf dem Markt der Elektrofahrzeuge fort. Anlässlich der IAA Transportation 2026 in Hannover präsentiert der koreanische Hersteller den PV7, das zweite Mitglied seiner Familie von Elektrofahrzeugen der PBV-Klasse („Platform Beyond Vehicle“), nach dem PV5.

Größer als dieses Modell ist der PV7, der sowohl Fachleute im Bereich Lieferung und Logistik als auch den Personenverkehr anspricht. Zunächst werden zwei Hauptversionen vorgestellt – Cargo und Passenger – doch Kia plant langfristig ein besonders umfangreiches Sortiment.

Zwei Batterien und eine Reichweite von über 460 km

Der Kia PV7 basiert auf der speziell für diese Nutzfahrzeugfamilie entwickelten Elektroplattform E-GMP.S. Es werden zwei NMC-Batterien angeboten, mit Kapazitäten von 71,5 und 96,2 kWh. Je nach Version und Markt kann die Leistung bis zu 200 kW (272 PS) und das Drehmoment bis zu 420 Nm betragen. Der PV7 wird ursprünglich als Frontantrieb erhältlich sein, doch Kia plant später auch eine Allradversion. Mit der größten Batterie soll die Cargo Long-Version laut WLTP-Zyklus eine Reichweite von über 460 km erreichen. Das ist ein interessanter Wert für ein Nutzfahrzeug dieser Größe, auch wenn Kia die Reichweiten aller Konfigurationen noch nicht bekannt gegeben hat.

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Eine weitere Besonderheit: Im Gegensatz zum PV5 und seiner 400-V-Architektur wechselt der PV7 zu einer 800-V-Architektur. An einer Schnellladestation mit 350 kW gibt Kia an, dass eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in etwa zwanzig Minuten möglich ist. Zudem innoviert der Hersteller mit zwei Ladeanschlüssen. Der Hauptanschluss an der Vorderseite nimmt sowohl Wechsel- als auch Gleichstrom auf. Ein zweiter AC-Anschluss kann optional an der Rückseite installiert werden, um das Anschließen je nach Parkposition zu erleichtern. Zudem ist die V2L-Funktion vorgesehen, um Werkzeuge oder elektrische Geräte direkt über die Batterie zu versorgen.

Bis zu 8 m³ beim Kia PV7 Cargo

Der PV7 unterscheidet sich vor allem vom PV5 durch seine überlegenen Leistungsmerkmale. In seiner Cargo Long-Version bietet er bis zu 6,1 m³ Ladevolumen. Die Variante mit erhöhtem Dach erreicht sogar 8 m³. Der Cargo Long kann bis zu drei Europaletten aufnehmen und verfügt über eine Ladekante, die nur 550 mm über dem Boden liegt. Sein maximales zulässiges Gesamtgewicht beträgt 1.165 kg, während die zukünftige Compact-Version bis zu 1.200 kg tragen kann.

Kia hat außerdem einen speziellen Fahrmodus vorgesehen, wenn das Fahrzeug eine große Last transportiert. Dieser passt das Verhalten des Fahrzeugs an die mitgeführte Masse an. In seiner in Hannover vorgestellten Langversion misst der PV7 5,35 m in der Länge, 1,995 m in der Breite und 1,99 m in der Höhe, mit einem großzügigen Radstand von 3,50 m.

Bis zu neun Sitze in Europa

Der PV7 Passenger richtet sich hingegen auf den Personentransport aus und kann von professionellen Shuttle-Diensten über Mietangebote bis hin zu Familien eingesetzt werden. Auf internationalen Märkten kann er bis zu neun Personen aufnehmen, während in Korea eine Version mit elf Sitzen angeboten wird. Eine siebensitzige Variante verfügt über Sitze, die auf langen Schienen montiert sind und leicht entfernt werden können, um die Innenausstattung anzupassen.

An Bord setzt Kia außerdem auf Konnektivität mit seinem neuen System Pleos Connect, das auf Android Automotive OS basiert. Dieses bietet unter anderem Zugang zu professionellen Anwendungen sowie Fernaktualisierungen. Ebenfalls vorgesehen ist ein sprachbasiertes Assistent mit KI-Technologie namens Gleo AI. Je nach Ausstattung stehen dem Fahrer Bildschirme von 12,9 und 14,6 Zoll zur Verfügung. Kia behält jedoch physische Bedienelemente für die am häufigsten genutzten Funktionen bei.

Eine Modellreihe mit 23 Versionen

Kia plant nicht, bei den beiden in Hannover vorgestellten Modellen zu stoppen. Der Hersteller sieht langfristig 23 Varianten des PV7 vor. Das Sortiment umfasst insbesondere Cargo Compact, Long und High Roof, Passenger Compact und Long sowie eine Cabriolet-Version für professionelle Umgebungen. Durch Kias PBV-Umwandlungszentrum und externe Partner werden zudem zahlreiche spezielle Anpassungen angeboten.

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Der Hersteller möchte so sehr unterschiedliche Anwendungen abdecken – von Lieferfahrten über den Personentransport bis hin zu speziell umgebauten Fahrzeugen. Ein noch imposanterer PV9 soll dann 2029 zur Familie hinzukommen.

Der Kia PV7 wird im zweiten Halbjahr 2027 in Europa und Korea auf den Markt kommen. Seine Preise sind noch nicht bekannt.