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Politik

Kempower rüstet britischen Lkw-Ladepark mit 32 DC-Anschlüssen aus

Kempower rüstet britischen Lkw-Ladepark mit 32 DC-Anschlüssen aus

Am britischen Logistikstandort Magna Park ist ein neuer öffentlicher Ladepark für Elektro-Lkw eröffnet worden. Kempower lieferte die Technik für zunächst 32 Schnellladeanschlüsse mit bis zu 400 kW. Perspektivisch soll die Anlage auf rund 200 Anschlüsse erweitert werden.

Der Ladepark Electroway bietet 180 gesicherte Lkw-Stellplätze auf rund 22.500 Quadratmetern.

Bild: Kempower

Der finnische Ladeinfrastrukturhersteller Kempower hat die Schnellladetechnik für den neuen Lkw-Ladepark Electroway im britischen Leicestershire geliefert. Die Anlage wurde am 14. Oktober am Logistikstandort Magna Park nahe Lutterworth eröffnet und gilt nach Angaben der beteiligten Unternehmen als größter öffentlicher Elektro-Lkw-Ladepark Großbritanniens.

Der Standort liegt im sogenannten Golden Triangle, einer der wichtigsten Logistikregionen des Landes, nahe den Autobahnen M1, M6 und M69. Im Magna Park befinden sich rund 50 Logistik- und Verteilzentren, unter anderem von Amazon, Asda und Marks & Spencer. Täglich steuern Hunderte Lkw das Gelände an. Electroway verfügt über 180 gesicherte Lkw-Stellplätze auf einer Fläche von rund 22.500 Quadratmetern. In der ersten Ausbaustufe stehen 32 DC-Ladeanschlüsse mit einer maximalen Ladeleistung von jeweils bis zu 400 kW zur Verfügung. Die installierte Gesamtleistung beträgt 2,4 MW und wird dynamisch auf die Anschlüsse verteilt.

Laut Kempower können Elektro-Lkw während einer 45-minütigen Pause unter geeigneten Bedingungen rund 300 kWh nachladen. Je nach Fahrzeug und Einsatzprofil entspreche dies einer zusätzlichen Reichweite von bis zu 240 Kilometern.

Megawattladen und weitere Standorte geplant

Bereits Anfang 2027 soll eine zweite Ausbaustufe folgen. Geplant ist unter anderem die Installation von Megawatt-Ladetechnik mit Ladeleistungen von bis zu 1,2 MW. Langfristig könnte die Zahl der Ladeanschlüsse auf rund 200 steigen. Neben der Ladeinfrastruktur bietet Electroway Aufenthaltsräume, Duschen, Waschmöglichkeiten und eine Lkw-Waschanlage. Hinzu kommt ein Sicherheitskonzept nach TAPA-Level 2 mit 78 Überwachungskameras, automatischer Kennzeichenerkennung und kontrollierten Zugängen. Das Gelände wird rund um die Uhr überwacht.

Für die digitale Buchung der Stellplätze ist Bosch Road Services zuständig. Electroway ist der erste britische Standort auf der Plattform Bosch Secure Truck Parking, der gesichertes Parken mit dem Laden von Elektro-Lkw kombiniert. Fahrer und Disponenten können Stellplätze über eine App, ein Webportal oder angebundene Flottenmanagementsysteme reservieren.

Betreiber der Anlage ist Keoma Energy, finanziert wurde sie vom Infrastrukturinvestor Guardian Smart Infrastructure Management. Die Planung, den Netzanschluss und die Installation übernahm CX Energy. Die Kempower-Ladetechnik wurde über den Vertriebs- und Servicepartner Charge Hub bereitgestellt.

Für Kempower ist Electroway ein weiteres Projekt auf dem britischen Markt. Erst im August hatte der Hersteller seine erste über den Leasingpartner DLL finanzierte Schnellladeinstallation in Großbritannien abgeschlossen. An einer Tankstelle in Bedfordshire entstanden acht CCS-Ladepunkte mit bis zu 400 kW. Das Finanzierungsmodell soll insbesondere unabhängigen Betreibern den Einstieg in den Aufbau von Ladeinfrastruktur erleichtern.

Keoma Energy will in den kommenden Jahren ein Netz vergleichbarer Lkw-Ladestandorte in Großbritannien aufbauen. Nach Unternehmensangaben sind rund 20 weitere Anlagen vorgesehen, die perspektivisch auch erneuerbare Energien integrieren sollen.