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Juli-Zulassungen: Österreich meldet starken Anstieg bei Elektroautos

Juli-Zulassungen: Österreich meldet starken Anstieg bei Elektroautos

Österreich verzeichnete im Juli 7.073 neue Elektroautos – 44 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch der Pkw-Gesamtmarkt legte weiter zu, wobei der Anteil von reinen Elektroautos an allen Pkw-Neuzulassungen im Juli auf 27,4 Prozent kletterte. Sprich: Mehr als jeder vierte neue Pkw war im Vormonat ein Stromer.

Im Juli ist der Pkw-Gesamtmarkt der Alpennation um moderate 3,8 Prozent auf 25.823 neuzugelassene Autos gestiegen. Reine Elektroautos legten dabei innerhalb des Antriebsmix‘ besonders stark zu, nämlich um 43,8 Prozent auf 7.073 Einheiten. Dieser überproportionaler Zuwachs mündet in einem für Österreich sehr hohen E-Anteil von 27,4 Prozent. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr kommen die Elektroautos in Österreich bisher auf einen Anteil von 24,8 Prozent. Die Tendenz zeigt also weiter nach oben.

Zu den genannten 7.073 neuen Elektro-Pkw kamen im Juli 9.657 Benzin-Hybride (+11% YoY), was einem Anteil von 37,4 Prozent am Gesamtmarkt entspricht. Und noch 1.065 Diesel-Hybride (-25% YoY; 4,1% Marktanteil). Wie üblich geht aus der Mitteilung von Statistik Austria allerdings nicht hervor, wie sich die Hybrid-Zahlen auf Mild-, Voll- und Plug-in-Hybride verteilen. Bestimmte Hybridvarianten sind dabei näher mit reinen Verbrennern verwandt als mit Elektroautos. Statistik Austria fasst den Begriff „alternative Antriebe“ entsprechend weit. Das muss man wissen.

Klar dagegen: Die rein konventionell angetriebenen Pkw verlieren an Boden. Benziner kamen im Juli auf 5.625 Neuzulassungen (-16% YoY; 21,8% Marktanteil). Diesel-Pkw erreichten nur noch 2.403 Neuzulassungen (9,3% Marktanteil) und lagen damit 22 Prozent unter der Marke von Juli 2025. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich den österreichischen Pkw-Neuwagenmarkt allen voran Benzin-Hybride, Benziner und Elektroautos aufteilen. Einen Bedeutungsverlust müssen Diesel und Diesel-Hybride hinnehmen.

Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, ordnet die Entwicklung auf dem österreichischen Pkw-Markt wie folgt ein: „Der Automarkt in Österreich ist auch im Juli 2026 weiter gewachsen. Im Vergleich zu Juli 2025 sind die Pkw-Neuzulassungen um 3,8 % auf 25.823 gestiegen. Insgesamt wurden damit seit Jahresbeginn 190.352 neue Autos auf die Straße gebracht, um 13,4 % mehr als in den ersten 7 Monaten des Vorjahres. Dabei legten vor allem E-Autos und Hybride mit jeweils +30 % kräftig zu, während weniger Verbrenner zugelassen wurden als ein Jahr zuvor.“ Die +30 Prozent beziehen sich dabei auf den Zeitraum seit Jahresbeginn.

Auch ein Markenranking für das Jahr 2026 legt Statistik Austria vor: Bei den rein elektrisch angetriebenen Pkw liegt demnach BMW mit einem Anteil von 10,5 % knapp vorne, gefolgt von Skoda (10,2 %), BYD (9,7 %), Tesla (9,1 %) und VW (8,5 %). Die Statistik zeigt, dass es in Österreich aktuell keinen Platzhirsch im engeren Sinne gibt, sondern gleich fünf Marken relativ dicht beieinander liegen. Zusammen bilden sie knapp die Hälfte des Markts ab.