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Juli-Zahlen: China entwickelt sich immer mehr zur E-Auto-Exportnation

Juli-Zahlen: China entwickelt sich immer mehr zur E-Auto-Exportnation

Die in China gefertigten E-Autos und Plug-in-Hybride erreichten im Juli ein Absatzvolumen von 1.561.000 Einheiten, womit erstmals mehr als 60 Prozent aller Neuwagen einen Stecker hatten. Garant für dieses Wachstum ist weiterhin das starke Exportgeschäft, die Inlandsnachfrage hingegen schwächelt. Übrigens nicht nur bei E-Autos, sondern noch viel mehr bei Verbrennern.

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Der Absatz der sogenannten New Energy Vehicles (NEVs) erreichte im Juli laut Zahlen der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) etwa 1.561.000 Einheiten – ein Anstieg um 23,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, aber ein Rückgang um 5 Prozent gegenüber Juni. Dass der Juli gegenüber dem Juni leicht abfällt, ist ein in China häufig zu beobachtbares, saisonales Phänomen. Da dieses Jahr auch der Gesamtmarkt eine Delle verbuchte, kamen die NEVs auf einen neuen relativen Höchstwert: 60,4 Prozent aller neuen Pkw in China hatten einen Stecker – so hoch war ihr Anteil noch nie. Auch der kumulierte Anteil für die ersten sieben Monate des Jahres lag im Juli erstmals über 50 Prozent, wie das Portal CN EV Post betont.

Zur Einordnung: Die Absatzzahlen der China Association of Automobile Manufacturers beinhalten die Großhandelsverkäufe der Hersteller, also sowohl den Absatz im Inland als auch Exporte. Zu den New Energy Vehicles (NEV) zählen bekanntlich die Batterie-elektrischen Antriebe (BEV), Plug-in-Hybride (PHEV) einschließlich Range-Extender-Fahrzeuge (EREV) und auch Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) – im Pkw-Sektor spielt die Brennstoffzelle aber auch in China keine nennenswerte Rolle.

Der Inlandsabsatz von NEVs lag im Juli bei 1.008.000 Einheiten, was einem leichten Rückgang von 2,8 Prozent gegenüber Juli 2025 entspricht. Die NEV-Exporte stiegen im Jahresvergleich hingegen um massive 145 Prozent an – auf 553.000 Einheiten. Damit manifestiert sich eine Entwicklung, die den Markt in China seit Monaten prägt: Die Exporte von Stecker-Fahrzeuge (und in etwas geringerem Umfang auch von Verbrennern) ziehen extrem an, während die Inlandsnachfrage zurückgeht. Heißt: Durch die Exporte gelingt es den China-Herstellern derzeit, das bröckelnde Geschäft im Inland auszugleichen.

Grundsätzlich ist der chinesische Pkw-Gesamtmarkt im Juli gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben: Die 2,59 Millionen Verkäufe entsprechen in etwa dem Niveau von Juli 2025. Gegenüber Juni gab der Markt allerdings wie erwähnt nach – um acht Prozent. So unspektakulär die Statistik wirkt, hat sie es doch in sich: Denn dass es binnen eines Jahres zu einer großen Verschiebung bei Export und Inlandsfrage gekommen ist, zeigen folgende Zahlen: Die inländischen Fahrzeugverkäufe sind in China über alle Antreibe hinweg um 23,6 Prozent zurückgegangen (auf 1.541.000 Einheiten). Innerhalb dieses negativen Wachstums sind die inländischen Verkäufe von Verbrennern am höchsten eingebrochen – um gravierende 45,7 Prozent. Dass der Markt dennoch konstant zu Juli 2025 geblieben ist, liegt allein an den Exporten, die gegenüber dem Vorjahresmonat über alle Antriebe um 81 Prozent auf 1.043.000 Fahrzeuge zulegten. China hat also ein sich ausgewachsenes Inlands-Nachfragedefizit.

Doch zurück zu den elektrifizierten Antrieben: Innerhalb der NEVs entfielen im Juli 1.072.000 Einheiten auf BEVs (+32% YoY, -6,1% gegenüber Juni) und 489.000 Einheiten auf PHEVs (+8,4% YoY, -2,2% gegenüber Juni). Sprich: Die reinen Elektroautos werden beim China-Absatz immer relevanter, während der PHEV-Markt nur noch langsam wächst.

Werfen wir noch einen Blick auf die Produktionszahlen: Die NEV-Herstellung erreichte im Juli 1.576.000 Einheiten, was einem Anstieg von 26,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die BEV-Produktion überschritt dabei den zweiten Monat in Folge die Marke von eine Million Einheiten. In den ersten sieben Monaten des Jahres belief sich die NEV-Produktion in China bereits auf 9.014.000 Einheiten – fast 10 Prozent aufwärts gegenüber dem analogen Vorjahreszeitraum.