Jeep entwickelt seit 85 Jahren eine eigene Identität und möchte diese nun auch in seinen Elektroautos beibehalten.

Im Zeitalter der tiefgreifenden Veränderungen in der Automobilindustrie zwingt das Erreichen des 85. Geburtstags dazu, in die Zukunft zu blicken, ohne die Vergangenheit aus den Augen zu verlieren. Jeep nimmt diese Herausforderung an, indem es einige der Symbole, die seine Identität geprägt haben, in eines seiner neuesten Modelle überträgt: den vollständig elektrischen Avenger.
Der Ansatz dieser Sonderausgabe basiert auf einer einfachen Idee: Das Erbe von Jeep in ein Elektroauto zu übertragen. Es geht nicht darum, die Vergangenheit wörtlich nachzuahmen, sondern einige der historischen Symbole der Marke in ein kompaktes, städtisches Fahrzeug mit null direkten Emissionen zu überführen.
Dieser Dialog zwischen Tradition und Moderne zeigt sich bereits, bevor über Batterien, Leistung oder Reichweite gesprochen wird.

Die sieben Löcher überstehen den elektrischen Sprung
Eines der besten Beispiele findet sich an der Vorderseite. Das klassische siebenlöchrige Jeep-Gitter, vermutlich einer der am meisten erkennbaren visuellen Codes der Marke, verschwindet nicht, nur weil das Auto keinen großen Luftzugang für einen Verbrennungsmotor mehr benötigt. Im Jeep Avenger 85th Anniversary wird es durch eine beleuchtete Lösung neu interpretiert, die die visuelle Verbindung zur Jeep-Geschichte aufrechterhält und sie in eine technologischere Sprache übersetzt.
Um es herum finden sich neue Elemente, die speziell zur Feier des Jubiläums geschaffen wurden. Die goldenen Details am vorderen Stoßfänger, das charakteristische 85th Anniversary-Emblem an den Seiten sowie die 18-Zoll-Reifen mit dem gleichen Finish machen diese Hommage sichtbar, ohne auf eine retroartige Ästhetik zurückgreifen zu müssen.
Jeep hat versucht, denselben Effekt im Innenraum zu erzielen. Die speziellen Sitze verfügen über ein mit dem Tartan-Muster inspiriertes Polster sowie goldene Nähte und Logos zum 85. Jubiläum. Es handelt sich um Details, die einem Modell, das technologisch eindeutig zur neuen Ära der Marke gehört, eine emotionalere Dimension verleihen.

Elektrisch zu sein bedeutet nicht, auf das Jeep-Sein zu verzichten
Die Elektrifizierung wirft zudem eine besonders wichtige Frage für eine Marke auf, deren Image so stark mit Abenteuern verbunden ist: Was geschieht mit ihrem Charakter, wenn der traditionelle Motor verschwindet?
Jeep versucht, zu antworten, indem es Elemente beibehält, die nicht ausschließlich mit der Ästhetik zu tun haben. Der elektrische Avenger verfügt serienmäßig über die Selec-Terrain-Technologien mit verschiedenen Einstellungen, die darauf abzielen, die Fahrleistung des Fahrzeugs an unterschiedliche Fahrsituationen anzupassen, sowie über Hill Descent Control, das dabei hilft, auf Abfahrten mit geringerer Haftung die Kontrolle zu bewahren.

Es ist eine Möglichkeit, bestimmte funktionale Codes von Jeep auf ein Auto zu übertragen, das sich stark von denen unterscheidet, mit denen die Marke ursprünglich ihren Ruf aufbaute.
Auch die Ausstattung hat sich geändert. Mit einer Länge von 4,08 Metern verkörpert der Jeep Avenger eine kompaktere und städtischere Interpretation dieses Geistes – konzipiert für ein Europa, in dem Städte, Effizienz und Emissionsbeschränkungen immer größere Bedeutung erlangen.

85 Jahre später kann der Motor bereits elektrisch sein
Der große Unterschied befindet sich natürlich unter der Karosserie.
Der Jeep Avenger Full-Electric verfügt über einen Motor mit 115 kW Leistung, was 156 PS entspricht, sowie über ein Drehmoment von bis zu 260 Nm. Er wird durch eine 54 kWh große Batterie angetrieben. Seine homologierte Reichweite beträgt im WLTP-Mixzyklus 400 Kilometer. Zudem ist er für eine schnelle Gleichstrom-Ladung von bis zu 100 kW geeignet, wodurch etwa 20 bis 80 Prozent der Batteriekapazität in 27 Minuten wieder aufgeladen werden können.

Das sind Werte, die typisch für eine Fahrzeuggeneration sind, die technisch gesehen nur wenig mit den Jeeps der Vergangenheit zu tun hat. Genau darin liegt die Botschaft dieser Ausgabe: Die Identität einer Marke muss nicht ausschließlich von der Technologie abhängen, die sie zum Antrieb verwendet.
Die LED-Matrix-Scheinwerfer, die Kamera mit 360-Grad-Blickwinkel, das zentrale 10,25-Zoll-Display sowie die drahtlose Verbindung vervollständigen diesen Übergang zu einem viel digitaleren Auto.
Jeeps Erbe tritt in eine neue Phase ein
Die 85th Anniversary-Ausgabe ist mehr als nur eine ästhetische Feier. Sie zeigt, wie Jeep einen der größten technologischen Wandel in seinen achthalb Jahrzehnten Existenz angehen will.
Die sieben Schlitzdesigns sind weiterhin vorhanden, genauso wie die Verbindung zur Abenteuerlust, bestimmte Eigenschaften für das Fahren auf schwierigen Untergründen oder eine Ästhetik, die sich abheben will. Doch nun können sie mit einer Batterie, einem Elektromotor und keinerlei direkten Emissionen während der Fahrt koexistieren.
Jeep feiert sein 85-jähriges Bestehen, blickt dabei zurück, um sich daran zu erinnern, woher es kommt, und nutzt den elektrischen Avenger, um zu definieren, wohin es strebt. Denn seine große Herausforderung besteht nicht nur darin, Elektroautos herzustellen, sondern auch sicherzustellen, dass sie selbst bei einem vollständigen Wandel der Technologie weiterhin als Jeep erkennbar bleiben.
Die Garantie von Jeep gilt ab dem Zeitpunkt der Fahrzeugübergabe. In den ersten 36 Monaten umfasst sie die Reparatur oder Ersetzung defekter Komponenten sowie die dafür notwendigen Arbeitsleistungen und Verbrauchsmaterialien. Zudem wird Straßennotfallunterstützung, Originalersatzteile sowie Arbeiten durch qualifiziertes Personal bereitgestellt.
Zu diesem Schutz kommt eine spezielle dreijährige Absicherung gegen Herstellungsfehler bei der Lackierung hinzu, sowie eine siebenjährige Garantie gegen das Durchbohren der Karosserie durch innen nach außen verlaufende Korrosion.