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Intelligente Nutzung der Infrastruktur – oder teure Erweiterung des Netzes. Bis zu 10 Milliarden Euro Einsparungen!

Intelligente Nutzung der Infrastruktur – oder teure Erweiterung des Netzes. Bis zu 10 Milliarden Euro Einsparungen!

Die neuesten Daten, die für EIT Urban Mobility, ChargeUp Europe und ACEA erstellt wurden, zeigen, dass Europa Investitionen in Höhe von über 10 Milliarden Euro in Verteilnetze vermeiden kann, sofern es eine intelligente Steuerung des Ladevorgangs von Elektrofahrzeugen einführt. Konkrete Angaben aus dem Bericht „Electricity Grids in Europe“ beschreiben, wie eine kluge Nutzung der bestehenden Infrastruktur die Elektrifizierung des Verkehrs ohne Überlastung der Netze beschleunigen kann.

Kurz gesagt:

Europa kann Investitionen in Höhe von über 10 Milliarden Euro in Verteilnetze vermeiden

Voraussetzung? Einführung einer intelligenten Steuerung des Ladevorgangs von Elektrofahrzeugen

Eine kluge Nutzung der bestehenden Infrastruktur kann die Elektrifizierung des Verkehrs ohne Überlastung der Netze beschleunigen – so geht es aus dem Bericht von EIT Urban Mobility, ChargeUp Europe und ACEA hervor.

Falls Europa Elektroautos weiterhin wie heute auflädt, werden bis 2030 Investitionen in Höhe von 24,7 Milliarden Euro in die Verteilnetze notwendig sein.

Lokale Niederspannungsnetze werden zur Grundlage der europäischen Elektromobilität – betont Siemens.

Investitionen in Netzwerke

Die europäische Umstellung des Transports auf Elektromobilität nimmt an Tempo zu, doch damit steigt auch der Druck auf die Energienetze. Die neuesten Modelle und Prognosen von Siemens lassen keinen Zweifel – falls Europa Elektroautos weiterhin wie heute auflädt, werden bis 2030 Investitionen in Höhe von 24,7 Milliarden Euro in die Verteilnetze erforderlich sein.

Doch im Szenario einer intelligenten Ladeleistungssteuerung sinkt diese Summe auf 14,1 Milliarden Euro, was einer Ersparnis von 10,6 Milliarden Euro entspricht. „Investitionen in intelligente Netze helfen Europa bereits heute, ein widerstandsfähigeres, nachhaltigeres und kosteneffizienteres Energiesystem der Zukunft aufzubauen“, betont Dr. Ralf Blumenthal von Siemens Grid Software.

Wichtig ist die Art und Weise des Ladens von BEV

Dies ist es, was das Heimladen zum entscheidenden Element des Gesamtbildes macht. Laut den Modellen von Siemens werden bereits im Jahr 2030 zwischen 55 und 62 Prozent der Fahrer in den analysierten Städten Zugang zum Laden zu Hause haben. Das bedeutet, dass lokale Niederspannungsnetze zur Grundlage der europäischen Elektromobilität werden. Die Autoren des Berichts betonen, dass „die Koordination der Entwicklung der Ladeinfrastruktur mit der Planung der Energienetze unerlässlich ist, um lokale Überlastungen zu vermeiden“.

Intelligente Nutzung der Infrastruktur oder kostspielige Erweiterung der Netze. Bis zu 10 Milliarden Euro Einsparungen! – Polnische Grüne-Flotte-Gesetzgebung, Ford E Transit 1

Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der Elektrifizierung des gewerblichen Transports zu. In einigen Ländern wird das Wachstumstempo batteriebetriebener Lieferfahrzeuge noch schneller sein als im Pkw-Segment. In Schweden werden BEV-Autos einen Marktanteil von 22,7 Prozent im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge ausmachen, in Deutschland 9,1 Prozent und in Polen 5,9 Prozent. Dabei soll unsere einheimische Flotte von elektrischen Vans (hauptsächlich Lieferfahrzeuge – Anm. d. Red.) fast um das Zehnfache wachsen. „Es wird entscheidend sein, sicherzustellen, dass die Stromnetze in der Lage sind, das Laden von Logistikflotten zu bewältigen – dies hat Auswirkungen auf die Luftqualität in den Städten und die Erreichung der Klimaziele“, heißt es in der Analyse.

Intelligentes Laden ist unerlässlich

Intelligente Nutzung der Infrastruktur – oder kostspielige Erweiterung des Netzes. Bis zu 10 Milliarden Euro Einsparungen! - DC-Ladegerät 1

Zusammenfassend bedeutet das, dass Europa ohne eine intelligente Steuerung der Ladeleistung Milliarden für den physischen Ausbau des Netzes ausgeben müssen wird. Natürlich ersetzt Smart Charging die Investitionen nicht, kann sie aber erheblich reduzieren, indem es ermöglicht, die bestehende Infrastruktur viel effizienter zu nutzen als bisher.

Oskar Włostowski