Indien verlängert Förderungen für elektrische Zweiräder

Das indische Ministerium für Schwerindustrie (MHI) hat die Frist für die Inanspruchnahme von Subventionen für E-Zweiräder im Rahmen des „PM E-DRIVE“-Programms bis zum 31. März 2028 verlängert – vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Mitteln. Zudem wurde das Gesamtbudget des Programms auf 119 Milliarden Rupien (ca. 1,1 Milliarden Euro) aufgestockt.
Laut MHI ermöglicht das „PM E-DRIVE“-Programm nach der jüngsten Änderung die Förderung von bis zu 4.579.120 elektrischen Zweirädern. Im Vergleich zur vorherigen Obergrenze von 2.479.120 Einheiten entspricht dies einem Zuwachs von 2,1 Millionen Einheiten bzw. 85 Prozent.
Ursprünglich hatte das MHI das Gesamtbudget für das „PM E-DRIVE“-Programm auf 109 Milliarden Rupien (ca. 989 Millionen Euro) festgesetzt. Von den zusätzlichen 10 Milliarden Rupien (ca. 91 Millionen Euro), die im Zuge der neuen Änderung angekündigt wurden, verwendet das Ministerium 9,95 Milliarden Rupien (ca. 90 Millionen Euro) für die Förderung der zusätzlichen elektrischen Zweiräder. Damit wurden die für E-Zweiräder vorgesehenen Mittel im Rahmen des Programms effektiv von 17,72 Milliarden Rupien (ca. 161 Millionen Euro) auf 27,67 Milliarden Rupien (ca. 251 Millionen Euro) erhöht.
Die aktuelle Förderstruktur wurde vom MHI nicht verändert. Seit dem 1. April 2025 wird ein Zuschuss von 2.500 Rupien (ca. 23 Euro) pro kWh gewährt, gedeckelt auf maximal 5.000 Rupien (ca. 45 Euro) pro Fahrzeug oder 15 Prozent des Ab-Werk-Preises – je nachdem, welcher Betrag niedriger ist. Wie bisher sind nur Elektro-Zweiräder mit einem Ab-Werk-Preis von 150.000 Rupien (1.361 Euro) oder weniger für diese Förderung berechtigt.
Was die verbleibenden 50 Millionen Rupien (ca. 454.000 Euro) der dem Programm zusätzlich zugewiesenen 10 Milliarden Rupien (ca. 91 Millionen Euro) betrifft, so wird das MHI diese nutzen, um den Ansatz für Verwaltungskosten von 500 Millionen Rupien (ca. 4,5 Millionen Euro) auf 550 Millionen Rupien (ca. 5 Millionen Euro) zu erhöhen. Als das MHI im September 2024 erstmals Einzelheiten zu dem Programm bekannt gab, erklärte es, dass der Kostenpunkt „Verwaltungsausgaben“ Aufwendungen für Wissenspartner bzw. technische Expertise, logistische Unterstützung sowie Informations-, Bildungs- und Kommunikationsmaßnahmen abdecken würde.
Das MHI hatte das PM-E-DRIVE-Programm ursprünglich für den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis zum 31. März 2026 aufgelegt und dabei das vorangegangene EMPS-2024-Programm (Laufzeit: 1. April bis 30. September 2024) integriert. Am 7. August 2025 kündigte das Ministerium eine Verlängerung des Programms bis zum 31. März 2028 an, schloss jedoch Elektro-Zweiräder sowie E-Rikschas, E-Carts und elektrische Dreiräder (Kategorie L5) davon aus; für diese Fahrzeuge sollte weiterhin die ursprüngliche Frist gelten.
Im März 2026 gab das MHI bekannt, dass es die Frist für Elektro-Zweiräder bis zum 31. Juli 2026 sowie für E-Rikschas und E-Carts bis zum 31. März 2028 verlängere. Zudem teilte das Ministerium mit, dass das Förderziel für elektrische Dreiräder (Kategorie L5) im Rahmen des Programms erreicht worden sei und dieses Segment daher zum 26. Dezember 2025 geschlossen wurde. Mit der jüngsten Änderung hat das Ministerium nun auch die Frist für Elektro-Zweiräder bis zum offiziellen Enddatum des Programms am 31. März 2028 verlängert.
pmedrive.heavyindustries.gov.in
Dieser Artikel von Sagar Parikh ist zuerst in unserer internationalen Ausgabe electrive.com erschienen.