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Sie schlafen am Steuer ihres Tesla: Schließlich beunruhigt das FSD die amerikanischen Behörden

Sie schlafen am Steuer ihres Tesla: Schließlich beunruhigt das FSD die amerikanischen Behörden

Je leistungsstärker das Assistenzfahrsystem von Tesla wird, desto öfter scheinen die Fahrer zu vergessen, dass sie weiterhin die Straße im Auge behalten müssen … In den Vereinigten Staaten zeigen mindestens 43 Videos Tesla-Besitzer, die mit aktiviertem FSD am Steuer eingeschlafen sind. Es handelt sich um eine besorgniserregende Situation, sodass ein amerikanischer Abgeordneter die Behörden zur Rechenschaft zieht.

Nachdem Tesla mehrere Jahre lang Zweifel aufkommen ließ, behauptet das Unternehmen nun, sein Full Self-Driving-System (FSD) sei kein vollständig autonomes Fahrsystem, sondern eher ein „Assistenzfahrsystem“. Konkret ist der Fahrer auch dann für das Fahrzeug verantwortlich, wenn das System aktiviert ist, und muss bereit sein, wieder die Kontrolle zu übernehmen.

Doch je weiter die Software entwickelt wird, scheinen einige Besitzer immer mehr dazu neigen, diese grundlegende Regel zu vergessen.

Mindestens 43 Videos in den USA entdeckt

In einer Ende August veröffentlichten Untersuchung haben unsere Kollegen von NBC News mindestens 43 Videos identifiziert, in denen Tesla-Fahrer anscheinend am Steuer einschlafen oder den Straßenverkehr nicht mehr richtig im Auge behalten, während FSD aktiviert ist. Davon wurden 17 seit Anfang 2026 veröffentlicht. Die Untersuchung listete außerdem 13 Fälle von Fahrern auf, die in Kalifornien wegen solchen Verhaltens bestraft wurden.

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Tesla verfügt jedoch bereits über mehrere Sicherheitsmechanismen. Eine im Innenraum befindliche Kamera analysiert beispielsweise die Kopfhaltung und den Blick des Fahrers. Das System kann außerdem darauf achten, die Aufmerksamkeit des Fahrers zu erregen, wenn es ein ungewöhnliches Verhalten feststellt.

Sieche Nutzer haben jedoch Wege gefunden, diese Kontrollen zu umgehen. Sonnenbrillen können beispielsweise die Überwachung des Blicks erschweren … Andere Fahrer sollen sogar ein Foto oder einen falschen Kopf vor die Kamera gelegt haben.

Tut Tesla genug?

Für den amerikanischen Abgeordneten geht es hier um mehr als nur die individuelle Verantwortung. Er möchte wissen, ob Tesla ausreichend unternimmt, um eine vorhersehbare Missbrauchssituation seines Systems zu verhindern, und fragt die NHTSA, ob die festgestellten Schwächen Maßnahmen zur Behebung oder sogar einen Rückruf rechtfertigen könnten. Eine Antwort wird bis zum 30. September 2026 erbeten.

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Dieses Thema kommt für Tesla ungelegen. Die NHTSA untersucht bereits mehrere Millionen Fahrzeuge mit FSD im Rahmen anderer Ermittlungen, insbesondere bezüglich ihres Verhaltens bei schlechten Sichtbedingungen. Im Grunde zeigen diese Videos das große Paradoxon der Assistenzfahrer: Je überzeugender sie wird, desto größer ist die Gefahr, dass der Mensch ihr mehr Vertrauen schenkt, als sie tatsächlich leisten kann.