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Hyundai und LGES erproben Batteriespeicher aus gebrauchten E-Auto-Batterien

Hyundai und LGES erproben Batteriespeicher aus gebrauchten E-Auto-Batterien

Hyundai und Kia arbeiten mit LG Energy Solution zusammen, um ein groß angelegtes Demonstrationsprojekt für Ladestationen mit einem Batteriespeicher als externem Puffer durchzuführen, bei dem gebrauchte Akkus von E-Autos der E-GMP-Plattform verwendet werden.

Ziel des Pilotprojekts in Südkorea ist es herauszufinden, ob aus Elektrofahrzeugen ausgemusterte Batterien ein rentables zweites Leben als Stromspeicher für das Laden von Elektrofahrzeugen finden können, Stichwort Second Life. Das Projekt nutzt Akkupacks aus E-Autos auf Basis der E-GMP-Plattform des Hyundai-Konzerns. Nach Angaben der Unternehmen handelt es sich um die erste derartige Demonstration in Südkorea, bei der ausgemusterte E-GMP-Akkupacks zum Einsatz kommen.

Das System, das im Werk von Wonik PNE in Dongtan in Hwaseong südlich von Seoul installiert wurde, verfügt über eine Speicherkapazität von 200 kWh. Das UBESS-System ist dort mit Schnellladegeräten für Elektrofahrzeuge verbunden. Die Installation speichert vor allem während der Schwachlastzeiten, wenn die Strompreise niedrig sind, die Energie im UBESS-System, und lädt die Elektrofahrzeuge dann während der Spitzenlastzeiten mit Schnellladegeräten auf.

Hyundai und Kia wollen Geschäftsmodell entwickeln

Im Rahmen des UBESS-Projekts wollen die Schwestermarken Hyundai und Kia arbeiten ein Geschäftsmodell entwickeln, um ein System zur sicheren und effizienten Nutzung gebrauchter Batterien zu etablieren. LG Energy Solution fertigt UBESS-Systeme (Ultra-Burned Energy Storage) unter Verwendung von gebrauchten Akkupacks von Hyundai Motor und Kia und unterstützt die Überprüfung der Systemleistung und -sicherheit mithilfe seiner Batteriediagnose- und Betriebstechnologie.

Auf der Grundlage seiner Erfahrung im Betrieb von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge überprüft Hyundai Engineering die Geschäftsentwicklung in realen Geschäftsumgebungen und die Verbindung zum Geschäft mit dem Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge während Wonik PNE, ein Hersteller von Ladestationen, für den stabilen Anlagenbetrieb und die technische Überprüfung auf der Grundlage seiner Fertigungstechnologie für Ladegeräte und seiner Kompetenzen im Infrastrukturbau verantwortlich ist.

Auf der Grundlage ihrer Expertise in ihren jeweiligen Bereichen planen die teilnehmenden Unternehmen, umfassend Lade-/Entladesteuerungsalgorithmen, Systemsicherheit und -zuverlässigkeit, Eigenschaften der Batterieleistungserhaltung sowie Ladequalität und Betriebseffizienz zu überprüfen und die Machbarkeit der Wiederverwendung gebrauchter Batterien und die Realisierung einer Batteriekreislaufwirtschaft in realen Geschäftsumgebungen zu testen, heißt es von Hyundai dazu.

Der Einsatz von gebrauchten E-Auto-Batterien in stationären Batteriespeichern ist nicht neu. So hat etwa Porsche hat für die Stromversorgung seines Werks in Leipzig vor zwei Jahren einen stationären Stromspeicher errichtet, für den gebrauchte Batterien des Elektroflitzers Taycan verwendet werden. Zugleich gibt es auch schon Schnelllader mit integriertem Batteriespeicher etwa von ADS-Tec oder ELMI Power. Neu an dem Projekt von Hyundai und Partnern ist aber die Kombination aus gebrauchten Batterien in einem Batteriespeicher in Verbindung mit einem Schnelllader.