Der Hyundai Staria Electric kommt in Europa in den Verkauf. 84 kWh, 430 km WLTP und ein Preis ab 57.450 Euro

Hyundai hat die Bestellungen für den Staria Electric in Europa aufgenommen, einige Monate nach der Präsentation des Modells auf der Brussels Motor Show und nach dem bereits früheren Verkaufsstart in Korea. In Deutschland beginnt der elektrische Van bei 57.450 Euro, verfügt über einen Akku mit 84 kWh, einen Motor mit 160 kW und verspricht eine Reichweite von bis zu 430 km nach WLTP. Der Preis in Polen ist noch nicht bekannt.
Der Staria Electric richtet sich an ein höheres Preissegment als der Kia PV5 und ist außerdem einfach größer als der Volkswagen ID. Buzza. Auf dem Papier handelt es sich um einen Familienbus mit schnellem Ladevorgang – nicht um ein Gerät für die Stadt.
Hyundai Staria Electric: Abmessungen, Batterie, Ladevorgang
Das Auto hat eine Länge von 5.253 mm, eine Breite von 1.997 mm, eine Höhe von 1.990 mm und einen Radstand von 3.273 mm. Das sind etwa 200 mm mehr Länge als beim dreireihigen Hyundai IONIQ 9. An Größe mangelt es ihm also nicht.
Stylistisch erinnert der Staria Electric stark an den Verbrennungsmotor-Staria, verfügt aber über eine geschlossene Front sowie einen Lichtstreifen über die gesamte Breite. Im Innenraum gibt es 7- und 9-Sitzer-Versionen, einen flachen Boden sowie eine offener gestaltete Kabine. Die 9-Sitzer-Version bietet bis zu 1.303 Liter Kofferraumvolumen plus einen 24-Liter-Frunk.
Antrieb und Ausstattung sind einfach: 84 kWh Batteriekapazität sowie ein Frontmotor mit einer Leistung von 160 kW, was 218 PS entspricht. Die Reichweite nach WLTP beträgt 430 km – ein vernünftiger Wert für ein großes Auto, doch in der Praxis auf der Straße mit voller Besetzung natürlich niedriger.
Der stärkste Punkt der Spezifikationen ist die 800-V-Architektur. Hyundai gibt an, dass eine Aufladung von 10 auf 80 Prozent in etwa 20 Minuten an einer DC-Ladestation mit 350 kW möglich ist. Wenn die Ladekurve realistisch bleibt, könnte dieses Fahrzeug zu einem der interessantesten Elektro-Vans für längere Reisen gehören. Zudem ist V2L verfügbar, sodass Geräte im Campingbereich, Werkzeuge oder eine Kaffeemaschine vom Auto aus betrieben werden können.
In der Kabine befinden sich das neue „Inside-Out“-System, das ccNC-System sowie zwei 12,3-Zoll-Bildschirme. Es sind außerdem kabellose Apple CarPlay- und Android Auto-Funktionen vorhanden.
Preise in Deutschland und ein weiterer Aspekt: IONIQ 3 sowie die Transportversion
Der Basis-Modell Staria Electric Trend 9-seater kostet in Deutschland 57.450 Euro. Der Leasingpreis beginnt bei 489 Euro pro Monat.
Der teurere Prime 9-seater kostet 63.350 Euro. Er verfügt über elektrische Schiebetüren an beiden Seiten, ein elektrisches Dachfenster, schwenkbare Fenster sowie Jalousien in der zweiten und dritten Reihe, Highway Assistant 1.5, einen Totwinkelmonitor sowie eine 230-V-Steckdose.
An der Spitze steht der Calligraphy 7-seater für 66.950 Euro. Hier fügt Hyundai eigene stilistische Elemente hinzu, wie vollständig LED-Projektions-Scheinwerfer, Ambient-Beleuchtung, Bose-Audioanlage, Passenger View und Talk Mode, Nappa-Lederpolster sowie zwei individuelle Sitze in der zweiten Reihe mit Entspannungs-, Heiz- und Belüftungsfunktionen. Ein luxuriöser Bus – nur eben ziemlich groß.
Zum gleichen Anlass hat Hyundai auch die Bestellungen für den IONIQ 3 aufgenommen, das kleinste und erste kompakte Modell der IONIQ-Familie. Der Preis beginnt bei 28.950 Euro, der Leasingpreis bei 209 Euro pro Monat.
Es gibt noch eine dritte Neuigkeit, diesmal aus Australien. Dort wurden die Bestellungen für den Staria Load Electric aufgenommen, die Nutzfahrzeugvariante. Das Fahrzeug ist in einer einzigen Ausführung erhältlich und kostet vor Straßenbelastungen 70.990 australische Dollar. Das ist weniger als der Ford E-Transit Custom, dessen Preis bei 77.890 AUD plus Straßenbelastungen beginnt.
Bislang gibt es keine Bestätigung für den Markteintritt des Staria Electric in Polen. Sollte Hyundai das Fahrzeug einführen, würden wir etwas zwischen einem Familienvan und einem Premium-Shuttle erhalten – solcher Elektrofahrzeuge gibt es bisher noch nicht viele. Würden Sie auf dieses Modell im polnischen Preisverzeichnis warten oder würden Sie bei diesem Preis lieber den ID. Buzz oder ein kleineres Fahrzeug bevorzugen?
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