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Hyundai hat in der Türkei mit der Produktion des IONIQ 3 begonnen. Der elektrische Hatchback für etwa 112.000 Złoty ist auf den europäischen Markt ausgerichtet.

Hyundai hat in der Türkei mit der Produktion des IONIQ 3 begonnen. Der elektrische Hatchback für etwa 112.000 Złoty ist auf den europäischen Markt ausgerichtet.

Hyundai hat die Produktion des IONIQ 3 in seinem Werk in Izmit in der Türkei aufgenommen, nachdem es 250 Millionen Euro in die Anpassung des Werks für Elektroautos investiert hat. Der Verkauf in Europa soll im September 2026 beginnen, und die Preise im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden deuten bereits darauf hin, dass es sich um einen der wichtigsten Spieler im B-Segment handeln wird.

Für den polnischen Fahrer bedeutet das eine einfache Botschaft: Hyundai bereitet ein kleines Elektroauto vor, das billiger sein soll als der Kia EV3, aber nicht wie ein Auto aussieht, das nur auf Kostenproduktion entstanden ist.

30.000 Autos pro Jahr – Hyundais ehrgeiziges Ziel

Der IONIQ 3 ist das erste Elektroauto, das im türkischen Hyundai-Werk hergestellt wird. Das Unternehmen hat etwa 50 Prozent des Werks modernisiert und plant anfangs die Produktion von 30.000 Autos pro Jahr. Im Jahr 2027 sollen in Izmit die neue Generation des BAYON sowie der i20 hinzukommen.

Das Modell ist für Hyundai wichtig, weil es genau ins Herz des europäischen Marktes passt. Der Hersteller selbst weist darauf hin, dass Fahrzeuge der B-Klasse für etwa 15 Prozent des Automobilverkaufs in Europa verantwortlich sind, und der Anteil der Elektrofahrzeuge in diesem Segment soll von aktuell etwa 14 Prozent bis zum Jahr 2035 auf 65 Prozent steigen.

Chung Euisun, der Chef der Gruppe, besuchte das Werk vor Beginn der Serienproduktion und sagte den Mitarbeitern unverblümt, dass von Anfang an auf die Qualität geachtet werden müsse. Es wurden auch Aussagen zum Sicherheitsaspekt sowie zur Ambition gemacht, das Fahrzeug als „bestes Fahrzeug in Europa“ zu etablieren. Eine starke Erklärung – auf dem Papier attraktiv, doch der Markt wird sie schneller überprüfen als die PR-Abteilung.

Preise und Spezifikationen des IONIQ 3

In Großbritannien beginnen die Preise bei 22.245 Pfund, was etwa 112.000 Złoty entspricht. In den Niederlanden kostet die Basisversion 27.995 Euro, also rund 120.000 Złoty. Dieser Preis macht den IONIQ 3 zu einem direkten Konkurrenten für städtische und kompakte Elektrofahrzeuge wie den Volvo EX30, den BYD Dolphin oder niedrigere Versionen des Kia EV3.

Das Auto wird mit zwei Batterien angeboten: 42,2 kWh und 61 kWh. Die Reichweite nach WLTP beträgt bei der Basisversion bis zu 344 km und bei der Long-Range-Version bis zu 496 km. Hyundai betont den Luftwiderstandsbeiwert von Cd 0,263, die 400-V-Architektur auf der E-GMP-Plattform sowie ein DC-Laden von 10 auf 80 Prozent in 29 Minuten für die kleinere Batterie und in 30 Minuten für die größere. Zusätzlich ist optional ein AC-Laden mit 22 kW verfügbar. Schade nur, dass bei 400 V kein Rekordladevorgang wie beim IONIQ 5 oder 6 erwartet werden kann.

Die Antriebseinheit befindet sich vorne. Die Leistung beträgt 107,8 kW oder 99,5 kW, das Drehmoment liegt bei 250 Nm und die Höchstgeschwindigkeit bei 170 km/h. Interessant: Laut den angegebenen Daten erreicht die Version mit kleinerer Batterie die 100-km/h-Geschwindigkeit schneller, nämlich in 9,0 s im Vergleich zu 9,6 s bei der Long Range-Version.

Der IONIQ 3 ist 4155 mm lang, hat eine Radstandlänge von 2680 mm und einen Kofferraum mit einer Gesamtkapazität von 441 Litern, einschließlich des zusätzlichen Megabox-Fachs. Für ein Fahrzeug im B-Segment sind das sehr gute Werte. Im Innenraum kommt das neue auf Android Automotive basierende Pleos Connect-System, 12,9 oder 14,6 Zoll große Bildschirme, ein optionaler Fahrerdisplay sowie der Gleo AI-Assistent zum Einsatz. Ebenfalls vorhanden sind die SmartSense-Systeme, darunter HDA2, RSPA und der Totwinkelmonitor.

Hyundai möchte uns ein kleines Elektroauto „für Europa“ verkaufen, aber das Interessanteste ist etwas anderes: In dieser Klasse reicht der Preis allein nicht mehr aus, denn die Chinesen haben schon vor langer Zeit aufgehört, den Markt umsonst abzugeben. Wie würdest du den IONIQ 3 in Polen bewerten, damit er neben dem Kia EV3 und dem BYD konkurrenzfähig ist?

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Quelle: LovEV.pl