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Wie Audi die Entwicklungszeit für den A2 e-tron verkürzte

Wie Audi die Entwicklungszeit für den A2 e-tron verkürzte

Audi hat wichtige Details zur Entwicklung und Produktion des A2 e-tron in seinem Werk in Ingolstadt bekannt gegeben. Laut dem Volkswagen-Tochterunternehmen wurde der Entwicklungszeitplan für das elektrische A2 im Vergleich zu früheren Fahrzeugprojekten um fast zwei Jahre verkürzt.

Bild: Audi

Audi hat die Produktion des A2 e-tron in seinem Werk in Ingolstadt aufgenommen. Das neue batterieelektrische Fahrzeug der Kompaktklasse, das erst vor wenigen Tagen vorgestellt wurde, basiert auf dem überarbeiteten Modular E-Drive Toolkit (MEB+) der Volkswagen Group und wird ab Dezember ausgeliefert. Der Preis: ab 38.200 Euro. Alle Details zum elektrischen A2 können hier gelesen werden.

Durch die Produktion des A2 e-tron zeigt Audi, wie das Unternehmen selbst effizienter wird: „Die Entwicklungszeit wurde um 21 Monate verkürzt, die Anzahl der Varianten sowie die Komplexität wurden erheblich reduziert und das Automatisierungsgrad gesteigert. Bestehende Anlagen und Produktionsstätten werden weiterhin genutzt“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Audi erklärt, dass die schnellere Entwicklung des A2 e-tron auf Erfahrungen aus früheren Fahrzeugprojekten sowie vereinfachten Prozessen beruht, die Koordinationsaufwände verringern. Laut dem Unternehmen haben beide Faktoren dazu beigetragen, „dass das Fahrzeug bereits in der Vorserienproduktion reif wurde.“

Bild 2: Premiere des Audi a2 e tron

Bild: Audi

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  • Beim Bau des kompakten Elektroautos in Ingolstadt verwendet Audi nun mehr als 1.200 Fertigungskomponenten (einschließlich Roboterschweißzangen und etwa 250 Robotern), die bereits bei der Produktion anderer Audi-Modelle eingesetzt wurden. Diese werden entweder wiederverwendet oder umgenutzt. So stellt Audi beispielsweise die Karosserien des A2 e-tron gemeinsam mit denen des Audi A3 her. Zudem weist der A2 e-tron eine relativ geringe Anzahl an Teilenummern auf, was die Komplexität verringert. „Das reduziert auch erheblich die Anzahl der Logistikzentren. Infolgedessen wird weniger Platz für die Logistik benötigt und die Materialversorgung innerhalb des Werks wird vereinfacht“, erklärt Audi.

    Audi wendet in Ingolstadt erstmals das sogenannte „Perlenkette“-Produktionsprinzip an, eine Methode, die bereits in der Fabrik des Unternehmens in Neckarsulm angewandt wird. Die Reihenfolge der Kundenbestellungen wird sechs Tage vor Beginn der Montage festgelegt und in allen Abteilungen verarbeitet. Laut Audi bietet diese Art der Fabriksteuerung mehrere wesentliche Vorteile: „Unter anderem verringert sie die Prozesskomplexität, da eine feste Reihenfolge es ermöglicht, die Teile direkt beim Zulieferer in der richtigen Reihenfolge herzustellen und in den vorgesehenen Behälter zu verpacken. Zudem steigert Audi die Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses, da Lager- und Sequenzierungsflächen entfallen.“

    Audi erhöht weiterhin das Automatisierungsgrad in der Produktion in seinem Hauptwerk. Mit dem A2 e-tron werden in Ingolstadt vollautomatische Roboterstationen eingeführt, die die bisher halbautomatischen Schraubstationen bei der Vorausmontage der vorderen und hinteren Achsen ersetzen. Neue Technologien unterstützen auch beim Karosseriebau: Mithilfe der sogenannten „Bin Picking“-Technologie identifizieren und greifen Automatisierungssysteme nun Komponenten mithilfe von Bildverarbeitung und kamerageführter Robotersteuerung. Dadurch können Roboter erstmals kleine Blechteile direkt aus unsortierten Behältern entnehmen und in den Produktionsprozess einbringen.

    Zur digitalen Vernetzung in der Fertigung setzt Audi auf die Industriewolke „Edge Cloud 4 Production“. Diese steuert beispielsweise zentral das universelle Testsystem zur Inbetriebnahme von Fahrzeugsteuerungen sowie alle individuellen Anpassungen eines Fahrzeugs. „Dadurch werden in der Fertigung mehr als 450 Industrie-PCs eingespart“, so Audi. Zudem entwickeln IT-Spezialisten des Unternehmens an verschiedenen Standorten eine Reihe von durch KI unterstützten Wissensassistenten. „Beispielsweise hilft der Supply Chain Chatbot den Mitarbeitern dabei, fachliches Wissen, Prozesse und Dokumentationen zu finden. Der Wartung Chat unterstützt die Wartungsteams bei der Fehleranalyse und bei der Suche nach Lösungen.“

    Bild 3: Premiere des Audi a2 e tron

    Bild: Audi

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    Auf dieser Grundlage kommen die Audi-Führungskräfte zu dem Schluss, dass der A2 e-tron „ein Beispiel für die Transformation der Audi-Produktion“ ist. CEO Gernot Döllner drückt es in eigenen Worten so aus: „Der Audi A2 e-tron steht für den nächsten Schritt in unserer Erneuerung. Er zeigt, wie wir konsequent vom Markt ausgehend handeln, denn verschiedene Regionen benötigen unterschiedliche Lösungen. Der A2 e-tron wurde für Europa entwickelt und in Ingolstadt hergestellt. Er ist der effizienteste Audi, den wir je gebaut haben, und macht die elektrische Mobilität für den täglichen Gebrauch geeignet. Gleichzeitig zeigt er, wie wir unsere Transformation in konkreten Maßnahmen umsetzen: schneller entwickeln, effizienter produzieren und dadurch die industrielle Wertschöpfung sowie Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland stärken.“

    Gerd Walker, Vorstandsmitglied für Produktion und Logistik bei Audi, fügt hinzu: „Der A2 e-tron zeigt erneut, dass es in Deutschland möglich ist, Autos gewinnbringend herzustellen. Besonders wichtig sind dabei die von unseren Standorten in Neckarsulm und Ingolstadt gemeinsam entwickelten KI-Assistenten, unsere äußerst flexiblen Produktionsanlagen sowie vor allem das Know-how unserer Mitarbeiter. Das Modell verdeutlicht die Transformation der Audi-Produktion: weniger komplex, noch effizienter – und mit einem hohen Grad an Digitalisierung und Automatisierung.“

    VolkswagenAudibatteryrangeEVelectric vehicle

    Quelle: electrive