Hongqi präsentiert Akku mit ultraschneller 12C-Ladefunktion

Hongqi gibt an, dass seine neue Batterie bei Tests in weniger als vier Minuten von 10 auf 70 Prozent aufgeladen werden konnte. Diese Entwicklung stellt einen weiteren Schritt im Wettlauf Chinas dar, die Ladezeiten von Elektrofahrzeugen mithilfe ultraschneller Batterietechnologie zu verkürzen.
Hongqi hat gemeinsam mit Lishen Battery sowie FAWs Batterie-Tochtergesellschaft China Automotive New Energy Battery Technology Leistungsprüfungen für eine neue Generation von ultraschnell ladenden Batterien bei 25 Grad Celsius abgeschlossen. Die Unternehmen streben danach, die Ladezeiten erheblich zu verkürzen, um Elektrofahrzeuge praktikabler zu machen und die verbleibenden Hindernisse für eine breitere Verbreitung auszuräumen.
Die neue Batterie erreicht eine maximale Ladeleistung von 12C, wodurch sie bis zu zwölfmal schneller aufgeladen werden kann als ihre nominelle Kapazität es zulässt. Um dies zu erreichen, kombinierten die Entwickler eine neue Anode mit einem speziell formulierte Elektrolyt, um den Transport von Lithium-Ionen zu beschleunigen. Zudem setzten sie weitere Maßnahmen ein, darunter eine kohlenstoffbasierte Schicht sowie das Bulk-Doping, wodurch der innere Widerstand der Zelle im Vergleich zu herkömmlichen Zellen derselben Chemie um 15 % verringert wurde.
Eine zentrale Herausforderung durch extrem hohe Ladeströme ist der entstehende thermische Stress, dem Hongqi mit einem intelligenten, gleichmäßigen Flüssigkeitskühlungssystem begegnet. Dieses System hält den Temperaturunterschied im gesamten Akkupaket während des Ladevorgangs in einem engen Bereich von maximal drei Grad Celsius. Ein adaptives Temperaturmanagement-System passt sich zudem flexibel an Fahr- und Parkbedingungen an, um die Effizienz zu maximieren und den für die Kühlung benötigten Energieverbrauch zu minimieren.
In Leistungsprüfungen benötigte das Prototyp nur 3 Minuten und 41 Sekunden, um den Ladezustand von 10 % auf 70 % zu erhöhen. Für den Bereich von 10 % bis 97 % gibt der Hersteller eine Ladezeit von lediglich 8 Minuten und 3 Sekunden an. Bei Markteinführung würde dieses System bedeutende Konkurrenten wie die neue Blade-Batterie von BYD übertreffen, bei der es etwa fünf Minuten dauert, den Ladezustand von 10 % auf 70 % zu bringen, und rund neun Minuten für einen Ladevorgang von 10 % auf 97 %.
Die Hardware wird durch ein auf Sicherheit ausgerichtetes, anpassungsfähiges Ladekontrollsystem unterstützt, das die Temperaturerhöhung der Zellen in Echtzeit überwacht und die Leistungskurve dynamisch anpasst. Eine kontinuierliche, geschlossene Überprüfung der Spannung und Kapazität dient dazu, Überladung sowie Überspannungen wirksam zu verhindern. Das Unternehmen bezeichnet das System als „einen bedeutenden Meilenstein in der Innovation der Lithium-Ionen-Batterietechnologie“.
Allerdings hat die FAW Group bisher nicht mitgeteilt, wann und in welchen Serienfahrzeugen die Technologie eingesetzt werden wird. Dies ist bereits der zweite bedeutende Fortschritt des Herstellers im Batteriebereich in kurzer Zeit, nachdem bereits vor einigen Monaten ein erstes Prototyp mit Festkörperbatterien vorgestellt wurde. Der anhaltende Innovationsdruck unterstreicht, dass die Verkürzung der Ladezeiten zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Premiumhersteller auf dem wettbewerbsintensiven chinesischen Markt geworden ist.
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Quelle: electrive