Holger Scherr wechselt von Daimler Truck zu SuperPanther

Chinas E-Lkw-Hersteller SuperPanther hat Dr. Holger Scherr in das europäische Management berufen. Scherr wird als Executive Vice President Europa den Auf- und Ausbau des europäischen Geschäfts verantworten. Für SuperPanther ist die Personalie ein Coup, denn Scherr wechselt von Daimler Truck zu dem Startup.
Bild: SuperPanther
Scherr bringt laut seinem neuen Arbeitgeber jahrzehntelange Führungserfahrung in der Nutzfahrzeugindustrie mit, „davon viele Jahre bei Daimler und Daimler Truck“. Bei SuperPanther wird er nun eng mit Dr. Michael Ruf, SuperPanthers President Europe, zusammenarbeiten. Seine Aufgabe ist explizit, das europäische Geschäft von SuperPanther zu entwickeln.
Scherr war auch zuletzt schon viel mit China befasst – und zwar als Leiter eines Daimler-Truck-Joint-Ventures: Der Manager übernahm 2021 die Position als Präsident und CEO der Beijing Foton Daimler Automotive Co Ltd und war zuletzt darüber hinaus Mitglied des Executive Committee von Mercedes-Benz Trucks. Laut Scherrs Linkedin-Profil endete die über 20 Jahre lang andauernde Karriere bei Daimler und Daimler Truck im April 2026. Mit der heutigen Ankündigung ist nun die nächste Station klar: SuperPanther.
Der chinesische E-Lkw-Hersteller preist die Führungsqualitäten und das Know-how des neuen Topmanagers in puncto Fahrzeugentwicklung, globaler Logistik, Lieferkettenmanagement und Geschäftsbetrieb. Und hebt hervor: „Scherr leitete den Aufbau und die Lokalisierung des Mercedes-Benz-Lkw-Geschäfts in China, hatte eine zentrale Führungsrolle im Entwicklungsprogramm des Actros inne und verantwortete das Entwicklungsprogramm des Zetros.“
Der Wechsel fällt in eine Phase, in der SuperPanther vom Erprobungsbetrieb in die Serie übergeht. Neben China ist Europa SuperPanthers erster Markt. Das Unternehmen selbst ist erst gut vier Jahre alt. Der eTopas 600 wird seit Juli 2026 bei Steyr Automotive in Österreich in Serie gefertigt. Seit Sommer sind zudem die ersten Serienfahrzeuge an Kunden übergeben worden, darunter an DHL Freight, aber auch Aufträge von Hugelshofer und Gartner sind publik. Bis Ende 2026 plant SuperPanther rund 100 Fahrzeuge an europäische Kunden auszuliefern, bis Ende 2027 insgesamt 1.000. Für Wartung und Ersatzteile arbeitet das Unternehmen mit Servicepartner Alltrucks und betreibt zwei Ersatzteillager in der EU.
„Der Kundenbetrieb zeigt, dass der eTopas 600 in Europa sehr gut funktioniert. Entscheidend ist jetzt, Produktion, Service und Vertrieb so aufzubauen, dass sie mit dem Wachstum Schritt halten“, betont Dr. Michael Ruf, President Europe. „Wir freuen uns sehr, dass Dr. Holger Scherr das Team bei SuperPanther verstärkt. Er kennt diese Aufgabe aus der Praxis großer Nutzfahrzeughersteller, vom Aufbau neuer Märkte bis zur Serienreife. Mit seiner Erfahrung stärken wir unseren Anspruch, in Europa eine feste Position zu erreichen.“
Auf der IAA Transportation hat SuperPanther seine E-Sattelzugmaschine erstmals in Europa vor großem Publikum präsentiert. Wir haben zu dieser Gelegenheit mit Europavertriebschef Frank Schulz gesprochen – über die ersten Kundeneinsätze, Verbrauchswerte, Dual-CCS als Brücke zu MCS und den geplanten Hochlauf auf mehrere hundert Fahrzeuge. Besonders offensiv fällt seine Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit von E-Lkw aus. Hier geht’s zum Videointerview.
_Quelle: Infos per E-Mail_, superpanther.eu, linkedin.com