Hohe iX3-Nachfrage: BMW erhöht in Ungarn auf drei Schichten

BMW hat die Produktion des iX3 im Werk Debrecen in diesem Monat von zwei auf drei Schichten umgestellt – und damit auf eine Rund-um-die-Uhr-Fertigung. Grund ist die hohe Nachfrage: BMW bestätigt in diesem Zusammenhang die Zahl von 100.000 Bestellungen, die bisher allein in Europa für den iX3 eingegangen sind.
Bild: BMW
BMW betont, dass es in der ungarischen Fabrik gelungen sei, innerhalb von etwa acht Monaten von der Serienfertigung auf einen Dreischichtbetrieb umzustellen. Dies sei „der schnellste Produktionshochlauf, den je ein neues Werk der BMW Group erlebt hat“. Konkret feierte BMW in Debrecen im Oktober 2025 den Produktionsauftakt. Die eigentliche Serienfertigung ging etwas später los. Im Märzgab BMW dann bereits bekannt, aufgrund der hohen Nachfrage auf einen Zweischichtbetrieb zu erhöhen. Diesen September folgte nun also der nächste Schritt auf drei Schichten.
Beim iX3 handelt es sich um BMWs ersten Repräsentant der Neuen Klasse, sprich: der neuen E-Auto-Generation der Münchner. Zu haben ist das E-SUV aktuell in zwei Varianten: DeriX3 50 xDriveist der Allradler im Sortiment, seit Ende Mai kann zudem die RWD-Variante iX3 40 konfiguriert werden. Vom Band laufen alle iX3-Varianten zurzeit allein in Debrecen. Eine Parallel-Produktion ab 2027 in Mexiko ist aber in Vorbereitung, in China soll zudem eine lokal produzierte Langversion des iX3 auf den Markt kommen.
| | BMW iX3 40 | BMW iX3 50 xDrive |
| --- | --- | --- |
| Antrieb | RWD | AWD |
| Leistung | 235 kW | 345 kW |
| Drehmoment | 500 Nm | 645 Nm |
| Beschleunigung | 5,9 s | 4,9 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h | 210 km/h |
| WLTP–Reichweite | 635 km | 805 km |
| Batteriekapazität | 82,6 kWh | 108 kWh |
| Ladeleistung DC | 300 kW | 400 kW |
| Ladezeit DC 10-80% | 21 min | 21 min |
| Preis | 63.400 Euro | 70.900 Euro |
Doch zurück nach Ungarn: Dort wird die schnelle Aufstockung auf drei Schichten mit dem Erfolg des Modells begründet. Vor wenigen Wochen lief bereits der 50.000. iX3 in Debrecen vom Band. Und: „Im Jahr nach der Weltpremiere des neuen BMW iX3 haben bereits 100.000 Kunden in ganz Europa das Modell bestellt, was das herausragende Interesse […] unterstreicht“, so der Hersteller.
Hans-Peter Kemser, Präsident und CEO des BMW Group Werks Debrecen, betont: „Ein solcher Hochlauf ist nur möglich, wenn die Mitarbeiterzahl mit dem Produktionsvolumen mitwächst. Die Rekrutierung und Schulung so vieler neuer Mitarbeiter in so kurzer Zeit ist das Ergebnis außergewöhnlicher Teamarbeit. Das Engagement unserer Mitarbeiter, ihr Wissensaustausch und ihr starker Teamgeist prägen die Unternehmenskultur des BMW Group Werks Debrecen und machen solche Ergebnisse möglich.“ Zurzeit arbeiten rund 5.000 Mitarbeiter bei BMW in Debrecen.
Das Werk arbeitet dabei nach einem Produktionsprinzip das das Unternehmen als „BMW iFACTORY“ bezeichnet und sich unter anderem durch einen hohen Digitalisierungs- und Felexibilitätsgrad auszeichnet. Dadurch soll das Werk in der Lage sein, „effizient eine breite Palette an Fahrzeugkonfigurationen nach Kundenwunsch zu fertigen“. Der vor Ort produzierte BMW iX3 ist aktuell in den erwähnten zwei Antriebsvarianten und einer großen Auswahl an Karosseriefarben erhältlich, darunter auch Sonderfarben.

Bild: BMW
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Unterdessen kündigt BMW für Debrecen für die kommenden Monate einen zweiten Produktanlauf an: „Die Produktion eines zweiten, völlig neuen Modells der Neuen Klasse wird im Herbst dieses Jahres am Standort beginnen.“ Näher ins Detail geht der Hersteller an dieser Stelle noch nicht. Es könnte sich bei dem angekündigten Modell aber um ein elektrisches SUV-Coupé handeln, das intern NA7 heißt – die Verkaufsbezeichnung wird wohl iX4 lauten.
Klar ist: BMW äußerte schon im März 2023 nach dem erfolgreichen Plattform-Launch binnen 24 Monaten gleich sechs Modellanläufe auf Basis der Neuen Klasse zu planen. Die „Automobilwoche“ bestätigte die Gültigkeit dieser Pläne Anfang dieses Jahres. Zwei dieser sechs Modelle sind inzwischen in Produktion: Neben dem iX3 aus Debrecen gibt es bereits den BMW i3 aus dem Stammwerk München. Der Auftakt der Serienfertigung erfolgte beim i3 im August.
Grundsätzlich nahm das Werk in Debrecen erst Anfang dieses Jahres überhaupt die Serienproduktion auf. Es ist ausschließlich auf reine Elektrofahrzeuge ausgelegt und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 400 Hektar. Die BMW Group gibt an, mehr als 2 Milliarden Euro in die Entwicklung des Standorts investiert zu haben.