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Technologie

Gotion erhöht seinen Anteil an der spanischen Batteriezellfabrik von PowerCo

Gotion erhöht seinen Anteil an der spanischen Batteriezellfabrik von PowerCo
Die Batteriezellfabrik der VW-Tochter PowerCo in Spanien könnte bald bereits vor Abschluss des Baus zu einem Joint Venture mit Gotion werden. Laut einem Bericht einer spanischen Medienquelle erwägt VW, seinen chinesischen Partner an diesem Standort in der Nähe von Valencia einzubeziehen. Laut dem spanischen Branchenmagazin La Tribuna de Automoción befindet sich die Volkswagen Group derzeit in fortgeschrittenen Verhandlungen mit ihrem Partner Gotion bezüglich des Erwerbs einer Mehrheitsbeteiligung an der in Sagunto unter Bau befindlichen Batteriezellfabrik, die – aufgrund ihrer Nähe zu Valencia – von PowerCo als Gigafactory Valencia bezeichnet wird. Laut Quellen verlaufen die Gespräche gut, und der CEO des chinesischen Konzerns, Zhen Li, soll bereits hochrangige Besuche vor Ort unternommen haben. Im Zentrum der Verhandlungen – die vom Vorstandsmitglied für Technologie von VW, Thomas Schmall, geführt werden – steht die Gründung eines Joint Ventures. Gemäß dieser Vereinbarung würde Gotion die Kontrolle über das Werk in Valencia übernehmen, während PowerCo weiterhin als Minderheitsaktionär verbleiben würde. Für Volkswagen ist dieses Werk strategisch unverzichtbar, da es den spanischen und portugiesischen Fahrzeugwerken des Unternehmens die für Elektrofahrzeuge vorgesehenen Einheiten liefern muss – diese werden bereits in Salzgitter produziert. Eine mögliche Partnerschaft zwischen VW, PowerCo und Gotion ist in der Branche nichts Neues. Volkswagen ist der größte Aktionär des chinesischen Unternehmens und hält etwa ein Viertel seiner Anteile, während Gotion zu den weltweit fünf führenden Herstellern von Batteriezellen zählt. Da die Batteriezellfabrik in Sagunto jedoch noch nicht in Betrieb ist, liefert Gotion derzeit Zellen für in Spanien produzierte Modelle wie den ID. Polo und den Cupra Raval aus seiner Fabrik in Hefei, China. Die Serienproduktion der Unified Cell begann dort im November 2025. Zuvor war Gotion als Technologiepartner bei der Entwicklung der Unified Cell sowie beim Bau von PowerCos Zellproduktionsanlage in Salzgitter tätig, wobei Berichten zufolge Hunderte chinesischer Spezialisten beteiligt waren. Neue Kundenpotenziale und lokale Verzögerungen Falls Gotion erfolgreich in das Projekt einsteigt, könnte dies die Kundenbasis der Fabrik in Valencia erweitern. Laut Branchenquellen strebt Gotion an, künftig auch andere Automobilhersteller in Spanien zu versorgen, wobei die Ford-Fabrik in Almussafes als potenzieller Kunde genannt wird. Dies kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der chinesische Automobilhersteller Geely derzeit plant, einen Anteil an dieser Fabrik zu erwerben. In der Zwischenzeit erlebt das Sagunto-Projekt Verzögerungen. Laut verschiedenen Quellen wurde der Beginn der Vorserienproduktion auf Dezember 2026 verschoben, wobei mit dem Beginn der Serienproduktion erst im Sommer 2027 zu rechnen ist. Zudem hinkt die Personalrekrutierung dem Zeitplan hinterher: Derzeit wurden von den 500 Mitarbeitern, die für die Vorserienproduktion benötigt werden, erst 50 eingestellt. PowerCo España lehnte es ab, zu den Marktgerüchten Stellung zu nehmen, betonte aber gegenüber La Tribuna de Automoción seine unerschütterliche Verpflichtung gegenüber dem Standort sowie die schnelle Umsetzung der Pläne. Als Antwort auf eine Anfrage von Automobilwoche erklärte PowerCo, dass es „regelmäßig strategische Möglichkeiten prüft, einschließlich potenzieller Zusammenarbeiten mit Partnern“. Ein Sprecher fügte hinzu: „Allerdings haben wir keine Pläne, die Kontrolle über die Gigafactory Valencia abzugeben. PowerCo ist voll und ganz der Gigafactory in Sagunto verpflichtet und wird deren Entwicklung weiterhin zügig vorantreiben.“ Mit dieser Aussage wird ein Engagement von Gotion am Projekt nicht ausgeschlossen, es wird jedoch angenommen, dass PowerCo in einem solchen Szenario weiterhin die Mehrheitsbeteiligung behalten würde. Unabhängig von den Entwicklungen in Sagunto setzt Gotion ebenfalls seine Pläne für eine Fabrik in Valladolid, Spanien, um. Nach den kürzlichen Finanzierungsbeschlüssen im Rahmen des Perte-VEC-Programms soll zunächst eine Anlage zur Recyclung von Kathoden und Batterien errichtet werden. latribunadeautomocion.es (ES), automobilwoche.de (DE)
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Quelle: electrive