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GM und LGES steigern die Zellproduktion in Ohio erneut.

GM und LGES steigern die Zellproduktion in Ohio erneut.

General Motors und LG Energy Solution nehmen nach einer Pause von etwa sieben Monaten die Produktion von Batteriezellen in ihrem gemeinsamen Werk in Ohio, USA, wieder auf. Ab nächster Woche werden dort erneut Zellen für GMs Elektrofahrzeuge hergestellt. Dieser Neustart erfolgt, da die Partner zunehmend andere Produktionskapazitäten in den USA auf stationäre Batteriespeichersysteme konzentrieren.

Laut Reuters wird die Produktion im Werk für Ultium-Zellen im Nordosten Ohios nächsten Montag wieder aufgenommen – wobei die meisten vorübergehend entlassenen Arbeiter zum Werk zurückkehren sollen. Insgesamt werden voraussichtlich wieder etwa 1.400 Menschen dort arbeiten.

Die Produktion von Batteriezellen wurde im Januar 2026 aufgrund sinkender Nachfrage nach Elektrofahrzeugen eingestellt. Nach einer siebmonatigen Pause wird das Joint Venture zwischen GM und LG Energy Solution (LGES) nun die Herstellung von Batteriezellen für die Elektrofahrzeuge des US-Autobauers wieder aufnehmen. Dieser Neustart erfolgt, da GM und LGES ihre Batteriekapazitäten in Nordamerika stärker an die sich verändernde Nachfrage angepasst haben. Diese Anpassung ist insbesondere in der zweiten Ultium Cells-Fabrik in Spring Hill, Tennessee, deutlich zu erkennen, wo die Partner 70 Millionen Dollar in den Umbau der Produktionslinien investieren. Ziel ist es, künftig LFP-Zellen für stationäre Energiespeichersysteme herzustellen.

Die Umstellung in Tennessee signalisiert jedoch keinen vollständigen Verzicht auf EV-Batterien. Ultium Cells bezeichnet dies als Diversifizierung des Standorts mit Plänen, künftig Zellen sowohl für stationäre Speichersysteme als auch für Elektrofahrzeuge herzustellen. Spring Hill ist Teil einer umfassenderen Strategie: LG Energy Solution möchte die schwächer als erwartet ausgefallene Nachfrage nach Elektrofahrzeugen durch die Ausweitung seines Energiespeicher-Geschäfts ausgleichen. Das Unternehmen plant, seine globale Produktionskapazität für Energiespeichersysteme bis 2026 auf über 60 GWh zu erhöhen, wobei mehr als 80 Prozent dieser Kapazität in Nordamerika angesiedelt sein sollen.

Auch GM hat auf die schwächere Nachfrage reagiert. Zu Beginn des Jahres vornahm das Unternehmen Abschreibungen in Milliardenhöhe im Zusammenhang mit seinem EV-Geschäft. Dies lag teilweise an gedämpften Nachfruchterwartungen nach Ablauf des US-Steuererlasses von 7.500 Dollar für neue Elektrofahrzeuge im September 2025.

In der Zwischenzeit restrukturiert GM seine anderen Batteriepartnerschaften. Laut Reuters hat Samsung SDI Anfang dieser Woche GMs Anteil am Joint Venture für eine noch im Bau befindliche Batteriezellfabrik im Bundesstaat Indiana übernommen. Die Wiederaufnahme der Produktion in Ohio unterstreicht einen anderen Schwerpunkt: Dort erhöhen GM und LGES nach einer siebenmonatigen Pause erneut ihre Kapazitäten für EV-Batterien, während Spring Hill zeigt, wie die Partner gleichzeitig ihre Zellproduktionsstrategie erweitern.

GMLFPbatteryEVelectric vehicle

Quelle: electrive