← Zurück zu den Nachrichten
Laden

General Motors macht US-Batteriemontage bei Detroit dicht

General Motors macht US-Batteriemontage bei Detroit dicht

General Motors schließt seine Batteriemontage in Michigan. In der Brownstown Battery Assembly Plant wurden Batteriepacks für Cadillacs Elektro-Flaggschiff Celestiq sowie E-Motoren und Batterien für den Plug-in-Hybrid Chevrolet Corvette E-Ray montiert.

Image 1: Cadillac celestiq min e

Der Cadillac Celestiq erhielt seine Batterien aus der Brownstown Battery Assembly Plant.

Bild: Cadillac

Die Schließung bestätigte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Portal TechCrunch. Sie soll aber in keinem Zusammenhang mit der Elektroautostrategie von GM stehen. Vielmehr hat GM den Standort gepachtet – und laut dem genannten Sprecher stand der Pachtvertrag kurz vor dem Ablauf. Die Mitarbeiter und die Produktion in Brownstown sollen nun in andere GM-Werke verlegt werden. Zuerst berichtete „Automotive News“ über die Schließung.

Klar ist: Mit der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump entwickelt sich das E-Auto-Geschäft in den USA erheblich langsamer als erwartet. Das schlägt auch auf die von General Motors‘ zwischenzeitlich gefassten Elektrifizierungspläne durch. Erst vor drei Wochen sickerte beispielsweise durch, dass General Motors nun doch deutlich weniger Exemplare des neuen Chevrolet Bolt bauen will als ursprünglich vorgesehen. Nach Informationen von Reuters soll die Produktion bis zum Auslaufen des Modells im ersten Quartal 2027 nur noch rund 35.000 Fahrzeuge erreichen – statt der ursprünglich geplanten etwa 150.000. Dass der neue Bolt nur eine kurze Marktphase haben wird, war bereits seit Anfang des Jahres bekannt. GM hatte das Modell von Beginn an alsLimited Runpositioniert und angekündigt, die Produktion 2027 wieder zu beenden. Neu ist nun vor allem die deutlich kleinere Stückzahl.

Diese Produktionskürzung ist ebenso wie die nun publik gewordene Schließung der Batteriemontage südlich von Detroit eines von vielen Beispielen für GMs Neuordnung der eigenen Elektroauto-Strategie. Denn mach dem Wegfall derUS-Kaufprämie von 7.500 Dollarim September 2025 gingen die Verkäufe Batterie-elektrischer Fahrzeuge deutlich zurück. Gleichzeitig hat GM mehrere Werke wieder stärker aufVerbrennerfahrzeugeausgerichtet.

Bilanziell bedeutet das stürmische Zeiten: Seit dem zweiten Quartal 2025 verbuchte der Konzern laut Reuters insgesamt 10,9 Milliarden US-Dollar an Belastungen im Zusammenhang mit seinem Elektroauto-Geschäft. GM produziert zwar weiterhin rund ein Dutzend Elektroauto-Modelle, hat seine ursprünglichen Ausbaupläne zuletzt aber mehrfach angepasst.