Geely-Nutzfahrzeugmarke Farizon in Deutschland gestartet

Der chinesische Automobilkonzern Geely bringt seine Nutzfahrzeugmarke Farizon nach Deutschland. Als erster Vertriebspartner fungiert Endeavour Mobility aus München. Zum Deutschlandstart sind die elektrischen Transportermodelle Farizon V7E und Farizon SV erhältlich.
Eine der ersten Kundenübergaben in Deutschland
Bild: Endeavour Mobility
Dass Farizon diese beiden Baureihen als erstes nach Deutschland bringen will, war bereits seit einer Launch-Veranstaltung im Maibekannt. Der Farizon V7E richtet sich als kompakter E-Transporter an den urbanen Verteilerverkehr und bietet mit zwei Batterievarianten eine WLTP-Reichweite von bis zu 330 Kilometern sowie im Stadtverkehr bis zu 475 Kilometer (beides mit größerer Batterie). Ergänzend deckt der Farizon SV (einst SuperVan genannt) mit einer höheren Nutzlast, einem größeren Laderaumvolumen und diversen Aufbauvarianten anspruchsvollere Transportprofile ab.
Um Flottenbetreibern den Umstieg unter dem aktuellen Kostendruck und wachsenden regulatorischen Anforderungen zu erleichtern, setzt Vertriebspartner Endeavour Mobility neben klassischen Kaufoptionen auf flexible Fahrzeugabonnements ab drei Monaten Laufzeit. Ergänzend bietet das Unternehmen einen Hol- und Bringservice für Wartungsarbeiten an, bei dem während der Servicezeiten ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug bereitgestellt wird.
Farizon partnert schon in den VAE mit Endeavour
Gegründet wurde Endeavour Mobility von Jörg Hofmann, der auf mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung in der Mobilitätsbranche zurückblickt, darunter Tätigkeiten als CEO bei Unternehmen wie B-ON/Streetscooter, Wrightbus und der London EV Company (LEVC). Bei LEVC handelt es sich um den Hersteller vollelektrischer Taxis für den Großraum London, der zu Geely gehört. Die von Jörg Hofmann dort geknüpften Kontakte zu Geely bilden nun das Fundament für die Partnerschaft von Endeavour Mobility mit Geely-Marke Farizon in Deutschland. Zudem vertreibt die Schwestergesellschaft Endeavour Mobility Trading bereits die Farizon-Fahrzeuge in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), wo diese in einer speziellen Version von WeRide auch als Robotaxis über Uber gebucht werden können.
„Mit der Marktmacht von Geely und der Erfahrung von Farizon aus über 500.000 verkauften Nutzfahrzeugen bringen wir eine erprobte Lösung zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis nach Deutschland. Mit unserem Hol- und Bringservice nehmen wir Flottenbetreibern die organisatorische Last der Fahrzeugwartung ab. Unser Ziel: der Umstieg auf Elektromobilität so planbar, flexibel und wirtschaftlich wie möglich“, sagt Hofmann.
Erste praktische Erfahrungen im deutschen Markt laufen bereits, da mittelständische Handwerksunternehmen in Bayern den Farizon V7E derzeit in ihren Fuhrparks testen. Zudem präsentierte sich die Marke im September 2026 erstmals auf der IAA Transportation in Hannover einem breiten Fachpublikum aus Logistik und Flottenmanagement und verkündete dort auch neue Partnerschaften in Europa.
Unklar ist aber aktuell, wie Farizon den Vertrieb in Deutschland genau aufstellen will. Zwar ist mit Endeavour Mobility nun der erste Partner gefunden, doch das Unternehmen ist bislang auf München fokussiert. Auf der deutschen Homepage von Farizon heißt es denn auch, man suche „engagierte Händler für den Ausbau des deutschen Farizon Händlernetzes“. Eine Online-Bestellung der Fahrzeuge ist bislang auch nicht möglich.
_Quelle: per Mail_