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Der Geely Galaxy TT beginnt bei 129 900 Yuan – günstiger als angekündigt und mit größerer Reichweite.

Der Geely Galaxy TT beginnt bei 129 900 Yuan – günstiger als angekündigt und mit größerer Reichweite.

Geely hat den elektrischen Sedan Galaxy TT in fünf Ausführungen auf den Markt gebracht, wobei die Startpreise zwischen 129.900 und 185.900 Yuan liegen. Mit diesem Erscheinen kamen gleich zwei Verbesserungen: ein niedrigererer Preis im Vergleich zur Vorbestellphase sowie eine längere Reichweite der Basisversion, die von 540 auf 640 km nach CLTC-Anforderungen gestiegen ist. Auf dem Papier wirkt das wie eine starke Gegenreaktion auf den chinesischen Preiskrieg.

Der Basis-Galaxy TT kostet 16.000 Yuan weniger als zu Beginn der Vorbestellphase im August, also fast 11 Prozent weniger als die zuvor angekündigten 145.900 Yuan. Die Spitzenversion Ultra sank hingegen von 209.800 auf 185.900 Yuan. Solche Änderungen entstehen in der Regel nicht aus heiterem Himmel.

800 V, CATL und Ladevorgang von 10-80 % in etwa 12 Minuten

Sämtliche Versionen des Galaxy TT erhalten serienmäßig die 800-V-Architektur sowie Batterien vom Typ LFP von CATL, die als Shenxing TT bezeichnet werden. Der Hersteller gibt eine Unterstützung für ein Ladevermögen von 6C an.

Drei Varianten mit einer CLTC-Reichweite von 640 km verfügen über Batterien mit einer Kapazität von 63,8 kWh und kosten jeweils 129.900, 139.900 bzw. 149.900 Yuan. Die Flaggschiff-Variante mit Hinterradantrieb und einer CLTC-Reichweite von 725 km hat ein Batteriepaket mit 75,2 kWh und wurde auf 159.900 Yuan taxiert.

Geely gibt an, dass das Aufladen von 10 auf 80 Prozent bei Batterien mit 63,8 kWh 11,8 Minuten und bei solchen mit 75,2 kWh 11,6 Minuten dauert. Schnell – aber es handelt sich weiterhin um den chinesischen CLTC-Testzyklus unter idealen Bedingungen, also sollte man gelassen bleiben.

Die vier Hinterradantriebsvarianten haben einen Motor mit einer Leistung von 245 kW und einem Drehmoment von 320 Nm. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h beträgt 6,5 Sekunden. Die Ultra-Variante verfügt über zwei Motoren, Allradantrieb, eine Gesamtleistung von 425 kW, eine Batterie mit 75,2 kWh sowie eine CLTC-Reichweite von 650 km. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll dabei 3,8 Sekunden dauern.

Das Auto ist 4.999 mm lang, 1.919 mm breit und 1.479 mm hoch, wobei die Radstandlänge 2.920 mm beträgt. Das Fahrzeugdesign weist eine Fastback-Linie sowie einen aktiven Heckspoiler auf. Serienmäßig ist eine Aluminiumfederung vorne vom Typ Double Wishbone sowie ein Fünflenker hinten verbaut. Ausgewählte Versionen verfügen außerdem über eine CCD-Federung mit variabler Dämpfungskraft.

LiDAR fast überall und schwächere Verkäufe in China

Ausgenommen die Basisversion sind alle Galaxy TT-Modelle mit LiDAR ausgestattet. Das Auto nutzt die Assistenzsysteme Geely Afari Smart Driving H5 oder H7. H5 arbeitet mit dem Chip Horizon Robotics J6M, während H7 auf Nvidia Thor-U basiert. Zu den Funktionen gehören NOA für Stadt- und Autobahnfahrten, Parken vom Parkplatz zum Parkplatz sowie automatisches Parken.

In der Kabine befand sich das Flyme Auto 2-System, die KI-Assistentin Super Eva, ein 10,2-Zoll-Uhrendisplay, ein 15,4-Zoll-Zentraldisplay sowie ein 25,6-Zoll-AR-HUD. Dazu gehörten Audioanlagen mit 23 Lautsprechern, Massagefunktionen sowie Belüftung und Heizung der Sitze. Es wurde an Ausstattung wirklich nicht gespart.

Der zweite Aspekt ist geschäftlicher Natur. Geely verkaufte im August 270.194 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 8,01 Prozent im Jahresvergleich entspricht und der höchste Wert in diesem Jahr ist. Der Export stieg jedoch um ganze 205 Prozent auf 110.094 Stück und machte etwa 41 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das bedeutet einen inländischen Verkauf von 160.100 Fahrzeugen, was einem Rückgang von rund 25 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Die Marke Galaxy selbst stieg im August auf 119.115 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 7,63 Prozent im Jahresvergleich und 10,50 Prozent im Monatsvergleich entspricht. Der Galaxy TT soll daher dort helfen, wo Geely derzeit am meisten unter Druck steht – nämlich auf dem chinesischen Markt, nicht im Ausland.

In Umrechnung sind das etwa 73.000–105.000 Złoty vor Steuern und Homologation, sodass es, falls das Fahrzeug jemals nach Europa kommt, wohl keine preislichen Wunder geben wird. Was denkt ihr – hätte ein solcher Sedan mit 800 V und LiDAR heutzutage überhaupt eine Chance in Polen?

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