Tankstellen verändern sich weltweit. Wie hat es sich in Ihrer Stadt verändert? (Teil 1: Asien)

Eine Shell ReCharge-Station an einer wichtigen Autobahn in Süd-Luzon. (Foto für Cleantechnica vom Autor)
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Mehre meiner jüngsten Reisen weltweit haben mir gezeigt, wie sich das traditionelle Tankstellenmodell verändert, da große Öl- und Energieunternehmen versuchen, sich an die rasante Verbreitung von Elektrofahrzeugen anzupassen. In Amsterdam sah ich Total, das heute Total Energies heißt; Shell bietet ReCharge an, Sinopec in China, Idemitsu in Japan, Pertamina in Indonesien, PTT in Thailand sowie Unioil auf den Philippinen, ein früher Pionier in diesem Bereich.
Anstatt völlig neue Ladezentren von Grund auf zu errichten, nutzen Energieanbieter bestehende, strategisch günstig gelegene Immobilien, indem sie Tankstellen in mehrfach nutzbare Energiezentren umwandeln. Dieser Trend hat durch bedeutende Allianzen stark an Geschwindigkeit zugenommen, deren Ziel es ist, ultraschnelle Ladehardware direkt neben Kraftstoffpumpen in Europa, Amerika und Asien einzusetzen.
Das deutlichste Beispiel für diese Strategie zeigte sich in China, wo der Automobilriese BYD eine umfassende Rahmenvereinbarung mit Sinopec, dem größten Kraftstoffhändler des Landes, abschloss. Diese Partnerschaft nutzt Sinopecs umfangreiches Netzwerk von mehr als 30.000 Tankstellen, um die Einführung von BYDs zweiter Generation an Flash-Charging-Systemen zu beschleunigen.

Diese wassergekühlten Terminalanlagen mit Megawatt-Leistung liefern Spitzenleistungen von bis zu 1.500 kW, wodurch kompatible Fahrzeuge mit fortschrittlicher Batterietechnologie ihre Ladung in weniger als zehn Minuten fast vollständig auffüllen können. BYD, das bereits über 6.100 Ladestationen im Inland betreibt, erwartet, dass diese Partnerschaft ihm dabei hilft, sein Ziel von 20.000 Ladestationen bis Ende 2026 zu erreichen. Diese Zusammenarbeit geht über die einfache Platzierung von Hardware hinaus und umfasst die Integration der Lieferkette sowie gemeinsame Datenplattformen, um ein hoch integriertes Smart-Energy-Ökosystem zu schaffen.

Eine ähnliche Welle der Konsolidierung erfasst Südostasien, wo traditionelle Kraftstoffmarken mit lokalen Konzernen und EV-Herstellern zusammenarbeiten, um regionale Hochgeschwindigkeits-Ladepassagen einzurichten. Auf den Philippinen hat ACMobility, das zur Ayala Group gehört, mit Shell Pilipinas zusammengearbeitet, um landesweit über 2.500 Ladepunkte zu installieren. Dabei konzentrierte man sich zunächst auf 50 Schlüssel-Shell-Servicestationen, die mit Gleichstrom-Schnellladern von 60 bis 120 kW ausgestattet sind, um die als „Philippine EV Spine“ bekannte wichtige Langstreckenverkehrsroute zu stärken. Die wenigen verbleibenden Stationen von Phoenix Petroleum arbeiten mit V-Green zusammen, um Ladegeräte in ihrem Einzelhandelsnetz zu installieren und so eine sofortige Unterstützung bei der Erweiterung von Taxiflotten mit Elektrofahrzeugen zu bieten.

In den übrigen Teilen der Region suchen staatliche Versorgungsunternehmen und Energiefirmen nach ähnlichen Partnerschaften im Einzelhandel. In Malaysia hat Tenaga Nasional Berhad eine Zusammenarbeit mit dem nationalen Automobilhersteller Perodua eingegangen, um Ladeinfrastrukturen und Solarenergieanlagen in bestehende Einzelhandelsgeschäfte zu integrieren, während Yinson GreenTech spezielle Schnellladestationen entlang der Nord-Süd-Expressstraße entwickelt.
In Indonesien hat das staatliche Energieunternehmen PLN Vereinbarungen mit VinFast sowie anderen lokalen Unternehmen abgeschlossen, um das öffentliche SPKLU-Netz auszuweiten, das bereits über 1.100 Ladestationen verfügt. Gleichzeitig hat der regionale Anbieter Gentari seine Kräfte mit PLN verbunden, um kommerzielle Flottenlösungen sowie Batterietauschdienste für Motorräder zu erweitern. Singapur nutzt hochtechnologische Lösungen, um seinen kompakten Stadtraum zu optimieren – darunter eine Zusammenarbeit zwischen SP Mobility und Huawei zur Einführung von 480 kW leistungsstarken, wassergekühlten Schnellladern. Zudem gibt es ein Projekt von Shell und der Energy Market Authority, bei dem Solarenergieerzeugung mit stationärem Batteriespeicher kombiniert wird, um die Ladezeiten auf unter 15 Minuten zu halten.