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Infrastruktur

Fryte leistet Ladeplanung für E-Lkw-Ladenetz dragonize

Fryte leistet Ladeplanung für E-Lkw-Ladenetz dragonize

Nachdem der deutsche Logistikdienstleister TST Logistik im April zusammen mit Partnern sein kooperatives Depotladenetz für Elektro-Lkw unter dem Namen dragonize gestartet hat, steht mit Fryte nun auch ein Partner für die Routen- und Ladeplanung fest. Besonders nützlich: die Reservierungsfunktion.

Als TST im April 2026 das bereits im vergangenen Jahr angekündigte kooperative Lkw-Ladenetz dragonize offiziell gestartet hat, standen zunächst die Akquise und die vorhandene Ladeinfrastruktur im Mittelpunkt: Logistikunternehmen sollen eigene Depotladepunkte in das Netzwerk einbringen oder die Infrastruktur anderer Teilnehmer nutzen können. Nun wird konkreter, wie das Lade-Ökosystem aufgebaut ist. Das Backend steuert Chargecloud bei, zum Hardware-Partner wurde im Sommer Alpitronic gekürt. Und mit Fryte vertraut die Kooperative jetzt zusätzlich auf einen Spezialisten für Routen- und Ladeplanung.

Mit der Benennung dieses Partner-Ökosystems will dragonize eine Vielzahl von Einzelentscheidungen für die teilnehmenden Logistiker vermeiden. Die Routen- und Ladeplanung von Fryte Mobility wird diesem Ansatz gemäß in die vorhandene Software-Plattform für den Logistik- und Depotbetrieb („dragonize DepotOS“) integriert. „Nach einer intensiven Testphase planen und reservieren die Nutzer des dragonize-Netzwerks ihre Ladevorgänge darüber jetzt im Regelbetrieb“, teilen die Initiatoren mit. „Über 30 E-Lkw der TST-Flotte und zahlreiche externe Logistikpartner planen, reservieren und nutzen die Ladepunkte im Netzwerk auf diesem Weg.“

Zeitfenster am richtigen Ladepunkt wird enger

Hintergrund ist, dass die dragonize-Initiative sich durchaus bewusst ist, dass mit steigendem E-Lkw-Aufkommen das richtige Zeitfenster am richtigen Ladepunkt knapper wird: „Wenn sich mehrere Flotten Depots und Ladepunkte teilen, reicht es nicht mehr, nur die Tour zu planen. Auch die Infrastruktur am Hof muss eingeplant werden.“ Über die nun integrierte Fryte-Lösung könne die gesamte Ladeplanung inklusive Reservierung von Ladeslots laufen.

Zur Einordnung: Das kooperative Depotladenetz geht auf einen Vorstoß von Logistikdienstleister TST Logistik zurück und steht weiteren Unternehmen offen, die entweder eigene Ladeinfrastruktur einbringen oder die Infrastruktur anderer Teilnehmer nutzen wollen. dragonize bündelt dabei vor allem kleine und mittelständische Logistiker in einem kooperativen Ladenetz.

Logistiker können Teil- oder Gesamtpaket nutzen

TST spricht von einer branchenspezifischen Lösung für Logistiker, die schon bei Planung und Bau der Ladeinfrastruktur ansetzt und natürlich den laufenden Betrieb und die Abrechnung abdeckt. Das Ladeökosystem ist dabei modular aufgebaut: Logistiker können einzelne Leistungen gezielt abrufen oder das Gesamtpaket nutzen. „Je nachdem, wo sie heute in der Elektrifizierung von Depot und Fahrzeugflotte stehen“, wie TST betont.

Fryte soll nun die Planung von Touren und Ladevorgängen sowie die Reservierung der Ladeslots für das gesamte Netzwerk leisten. In der Praxis funktioniert dies aus Logistikersicht folgendermaßen: „Die Disposition plant Tour und Ladefenster in einem Schritt. Der Ladepunkt ist frei, wenn der Truck ankommt, und die nächste Abfahrt bleibt planbar“, so dragonize in einer Mitteilung. Wichtig: „Eigene Flotte und externe Partner buchen dabei nach denselben Regeln und sehen dieselben verfügbaren Ladefenster. Gerade bei hoher Auslastung ist dieses transparente Reservierungssystem entscheidend. Ohne Reservierung entscheidet der Zufall, wer laden kann.“

„Kleine Speditionen können sich keine Insellösungen leisten“

Mit der Integration der Fryte-Plattform entstehe so ein durchgängiger Ablauf: „Tour planen, Ladeslot reservieren, vor Ort freischalten, Ladevorgang abrechnen.“ Mit jedem weiteren Lkw und jedem weiteren Standort im Netzwerk werde die Reservierung wichtiger, so die Partner.

Katrin Herda, Geschäftsführerin von dragonize, äußert: „Wir bauen das Ladenetz, Fryte liefert die Technologie für die Ladeplanung, mit der es genutzt wird. Gerade kleine und mittelständische Speditionen können sich keine Insellösungen leisten. Sie brauchen Ladeinfrastruktur und Tourenplanung aus einer Hand. Wer es mit E-Lkw-Logistik ernst meint, kommt an dieser Koordination nicht vorbei.“

Maximilian Zähringer, CEO und Gründer von Fryte Mobility, ergänzt: „Ladeplanung darf kein Zusatzschritt sein. Sie muss dort passieren, wo Touren ohnehin geplant werden. Mit dragonize bringen wir unsere Routen- und Ladeplanung genau dahin: direkt in den Depotalltag der dragonize-Mitgliedsunternehmen. Der Regelbetrieb zeigt, dass sich eine eigene Flotte und externe Partner dieselbe Infrastruktur teilen können, auch bei hoher Auslastung.“

Quelle: Infos via E-Mail