← Zurück zu den Nachrichten
Politik

Forum-Wochenrückblick KW 44/2026: Electra und Ladepreise

Forum-Wochenrückblick KW 44/2026: Electra und Ladepreise

Mercedes-Ladeparks erscheinen im Electra-Netz, und eine Petition fordert den Ladepreis direkt auf dem Säulendisplay. Außerdem: ein Corsa-Kauf zwischen 7,4 und 11 kW, 1.009 km im IONIQ 28 kWh und die Zählerfrage beim Dienstwagen.

Anzeige

KW 44/2026 · 25. Oktober bis 1. November 2026

Öffentliches Laden

Mercedes-Ladeparks tauchen im Electra-Netz auf

7 neue Antworten · 4 Beteiligte

In einem Thread zum Mercedes-Ladenetz meldeten mehrere Mitglieder in der Nacht und am Morgen des 1. November, dass Standorte des Herstellers nun unter Electra geführt werden. Ein Mitglied nennt den ersten Mercedes-Ladepark in Mannheim, die Standorte bei den Mercedes-Händlern und Autobahnstandorte wie Wernberg-Köblitz; in Langenselbold, wo es bisher einen Mercedes-Hub und einen Electra-Park gab, stehen nach seiner Beobachtung jetzt zwei Electra-Standorte. Am Gramschatzer Wald weist die Electra-App nach Angaben eines weiteren Mitglieds nun 16 Ladepunkte an zwei Standorten aus statt bisher 8.

Ob das ein Rückzug ist, bleibt umstritten: Ein Mitglied sieht darin, dass Mercedes aufgibt, ein anderes hält das für übertrieben – es könne eine Strategie dahinterstecken, und dicht sei das eigene Netz ohnehin nicht gewesen. Für Kunden mit Mercedes-Abo bedeute das, an manchen Standorten künftig den Electra-Preis zu zahlen. Eine offizielle Mitteilung wurde im Thread nicht genannt.

Zu den Beobachtungen zu Mercedes-Ladeparks im Electra-Netz

Electra: Umbau vor Ort und unklare Parkgebühren in der App

14 neue Antworten · 5 Beteiligte

Im Electra-Thread berichtet ein Mitglied, es habe kurz vor dem 1. November an der Mercedes-Ladestation in Kassel zwei Electra-Mitarbeiter getroffen, die das Mercedes-Branding entfernten, die Lader neu konfigurierten und Bezahlterminals installierten. Einer habe gesagt, Electra übernehme die Mercedes-Stationen ab 1. November; offiziell habe das Mitglied dazu nichts gefunden.

Zuvor ging es um Preisangaben in der Electra-App: Ein Mitglied sah dort als Preis für das Laden mit der Electra-Karte an einem Ionity-Standort 64 ct/kWh plus 6 Euro „Parkgebühr“ pro Stunde und an einer E.ON-Säule 68 ct/kWh plus 5,91 Euro pro Stunde, obwohl beide Parkplätze nach seinen Angaben kostenlos sind; die Zusatzkosten erschienen erst nach einem Tipp auf den Preis. Laden will es dort so nicht. Ein anderes Mitglied sieht in seiner App für denselben Posten „0,10 €/min nach 60 Minuten“ und hält die Anzeige für einen Fehler. Auf die Reklamation des ersten Mitglieds antwortete Electra nach dessen Angaben, die Gebühren würden vom Anbieter erhoben – was es bezweifelt, weil sie mit einer anderen Ladekarte am selben Standort nicht anfielen.

Zur Diskussion über Electra-Parkgebühren und den Umbau in Kassel

Anzeige

Petition: Ladepreis vor dem Laden auf dem Display

Neues Thema · 25 Antworten · 11 Beteiligte

Ein neues Mitglied stellte seine Bundestagspetition vor: Vor jedem öffentlichen Ladevorgang soll die Säule den tatsächlich geltenden Preis samt Zusatzgebühren anzeigen, auch beim Laden mit Ladekarte und im Roaming, und erst nach Bestätigung laden. Die Mitzeichnungsfrist läuft nach seinen Angaben bis zum 9. Dezember 2026.

Dagegen wurde eingewandt: Für das Ad-hoc-Laden gelte bereits § 14 der Preisangabenverordnung, schrieb ein Mitglied. Andere verwiesen auf das europaweite Roaming, bei dem der Säulenbetreiber den Preis des Kartenanbieters nicht kenne, auf AC-Säulen ohne Display und auf kartellrechtliche Bedenken, wenn private Tarife an konkurrierende Betreiber übermittelt würden. Ein Mitglied hält das Problem für technisch statt regulatorisch: Der Protokollstandard OCPP 2.1 könne Fremdtarife übertragen und zu Beginn der Sitzung anzeigen, sei aber erst seit wenigen Wochen zum Test freigegeben, zertifizierte Produkte kenne es noch nicht. Ein Mitglied schlug stattdessen eine verpflichtende Meldung aller Preise an eine zentrale Stelle nach dem Vorbild der Spritpreise vor; später schrieb es, eine weitere Datenbank brauche es nicht, das Problem sei vielmehr, dass bisher nur die Betreiber, nicht aber die Kartenanbieter ihre Preise melden müssten.

Zur Debatte über die Petition zur Preisanzeige an der Ladesäule

Herbstferien: Wartende an Ionity-Standorten

24 neue Antworten · 16 Beteiligte

Ein Mitglied schilderte seine Fahrt von Offenburg nach Völs am Schlern am ersten Herbstferien-Samstag: In Dietmannsried waren bei der Ankunft 2 von 12 Ladeplätzen frei, bei der Abfahrt war alles belegt und ein Fahrzeug wartete. In Nassereith waren alle 6 Plätze besetzt; beim Abstecken bei 83 Prozent warteten zwei Fahrzeuge. Zu Pfingsten 2024 sei dieselbe Strecke noch sehr komfortabel gewesen.

Daraus entstand eine Grundsatzdebatte: Ein Mitglied hält einen Ausbau für Spitzenzeiten für unwirtschaftlich und Warteschlangen zu Ferienbeginn deshalb für unvermeidlich. Ein anderes sieht die Ursache in der festgelegten Betreiberwahl – wer im Navi den Anbieterfilter abschalte, werde zu freien Plätzen geführt. Ein Mitglied vermutet ein besonderes Ionity-Problem, weil das günstige Abo den Reiseverkehr anziehe; ein anderes rät, bei der Planung auch andere Anbieter einzubeziehen.

Zum Erfahrungsbericht über Warteschlangen zum Ferienbeginn

Anzeige

Fahrzeuge und Reisen

Corsa Electric: Kaufentscheidung zwischen 7,4 und 11 kW

55 neue Antworten · 16 Beteiligte

Ein Pendler mit täglich rund 90 Kilometern, überwiegend Autobahn bei 100 bis 110 km/h, und eigener Wallbox fragte, ob ein Corsa Electric mit 100 kW als Tageszulassung für 23.000 Euro passt. Zum Verbrauch kamen mehrere Erfahrungswerte: Ein Fahrer der 115-kW-Variante nennt 13,8 kWh/100 km von Mai bis Oktober im gemischten Betrieb, ein Mitglied, das beide Motoren gefahren ist, rechnet im Sommer bei 120 km/h mit 16,5 bis 17 kWh. Werte über 20 kWh erwartet ein weiterer Fahrer nur gelegentlich im Winter bei Minusgraden, wenn im Normal-Modus die PTC-Heizung zuschaltet.

Dann bemerkte der Threadersteller, dass sein Angebot nur einen einphasigen 7,4-kW-Bordlader hat. Ein Mitglied rechnete vor, dass dieser an einer üblichen 11-kW-Wallbox mit 16 A nur rund 3,7 kW zieht und die 7,4 kW erst an 32 A erreicht. Vier Mitglieder hielten das für das Pendelprofil dennoch für ausreichend, zwei würden einen einphasigen Lader nicht akzeptieren. Der Threadersteller fand zunächst einen Neuwagen mit 11-kW-Lader, erfuhr beim Ausfüllen des Vertrags aber, dass sich die Ladebegrenzung laut Händler nur in der GS Line einstellen lässt; ein Mitglied bezweifelt, dass das überhaupt in einer Variante geht. Zwei Beteiligte schreiben, auch die App biete kein Ladelimit in Prozent, ein anderes Mitglied hält eine Begrenzung per App für möglich. Zuletzt tendierte der Threadersteller zu einer um 2.890 Euro günstigeren Tageszulassung mit 7,4-kW-Lader; das Laden müsste er dann über die Startzeit oder die Wallbox steuern.

Zu den Erfahrungen und der Kaufentscheidung beim Corsa Electric

Anzeige

IONIQ 28 kWh: 1.009 Kilometer in zwei Tagen ausgewertet

Neues Thema · 21 Antworten · 5 Beteiligte

Der Threadersteller legte die aufgezeichneten Daten einer Rundreise von Österreich über Graz und Ljubljana nach Koper, Zagreb und zurück vor: 1.009,1 Kilometer am 26. und 27. Oktober mit 15,73 kWh/100 km, batterieseitig gemessen ohne Ladeverluste, dazu elf Schnellladungen mit zusammen 2 Stunden 40 Minuten Ladezeit. In Maribor erreichte der Wagen bis zu 67,5 kW. In Oberwart wurde die Ladeleistung nach einer schnellen Etappe mit 101,6 km/h Durchschnitt von anfangs 55 bis 57 kW auf etwa 30 kW gedrosselt; der wärmste Batteriesensor stieg dabei auf 52 °C.

Dazu stellte er eine Langzeitauswertung zweier IONIQ 28 kWh vor, die er nach eigenen Angaben mit einem digitalen Assistenten erstellt hat. Beim zweiten Fahrzeug wuchs der Abstand zwischen wärmstem und kältestem Modul bei 35 bis 40 °C Batterietemperatur von 3,3 °C im Jahr 2020 auf 10,5 °C im Jahr 2023, 2026 lag er bei 6,3 °C. Bei beiden Autos sind meist dieselben Module am wärmsten, was er eher auf die Konstruktion zurückführt. Ein Mitglied beobachtet, dass die Temperaturen beim Laden gemeinsam steigen und erst beim Fahren auseinanderlaufen, und sieht die Ursache deshalb in der Kühlung, nicht in den Zellen; ein anderes verweist darauf, dass die vorderen Module frische und die hinteren vorgewärmte Luft bekämen. Ein Mitglied, das gefragt hatte, wo die warmen Module sitzen, berichtet unter Verweis auf ein Video, die Module 1 bis 3 und 10 bis 12 seien die kleinen vorne an den Lufteinlässen. Ob die Nummerierungen übereinstimmen, blieb offen.

Zur Auswertung der IONIQ-Rundreise und der Batterietemperaturen

Zuhause laden und Strompreise

Wallbox im Mehrfamilienhaus: Welcher Zähler reicht für den Dienstwagen?

Neues Thema · 29 Antworten · 12 Beteiligte

In einem Mehrfamilienhaus werden 29 Stellplätze mit gemeinsamem Lastmanagement ausgestattet; der Threadersteller bekam von der Hausverwaltung drei eichrechtskonforme Wallboxen für die Abrechnung seines Dienstwagens angeboten, kann aber frei wählen. Ein Mitglied schlug einen geeichten Zwischenzähler vor einer beliebigen Wallbox vor, andere wandten ein, die Box müsse mit dem Lastmanagement kompatibel sein.

Daraus wurde eine Debatte über Steuer- und Eichrecht. Ein Mitglied zitierte eine FAQ des bayerischen Finanzministeriums, wonach für lohnsteuerliche Zwecke kein MID- oder eichrechtskonformer Zähler nötig ist, der Nachweis sich aber unveränderlich aus den Ladedaten ergeben muss, etwa per Foto, App oder Wallbox-Protokoll. Ein anderes Mitglied verwies auf ein BMF-Schreiben vom 11. November 2025: Die monatlichen Pauschalen für das Laden zu Hause gebe es seit 1. Januar 2026 nicht mehr, erstattet werde die gemessene Strommenge zum Vertragspreis oder pauschal mit 34 ct/kWh. Ein Mitglied hält dagegen, das Eichrecht gelte unabhängig davon: Für die Abrechnung mit einem Vertragspartner genüge ein MID-Zähler, bei mehreren brauche es eine dauerhafte Aufzeichnung, etwa durch eine eichrechtskonforme Wallbox; ein anderes hält das bei der eigenen Wallbox mit nur einem Stromvertrag für nicht einschlägig. Zwei Mitglieder rieten, zuerst zu klären, was der Arbeitgeber verlangt.

Zur Diskussion über die Dienstwagen-Wallbox im Mehrfamilienhaus

Anzeige

Dynamische Stromtarife: Wo sind die negativen Preise geblieben?

13 neue Antworten · 7 Beteiligte

Ein Mitglied wunderte sich, dass selbst am stürmischen Wochenende keine negativen Börsenstrompreise auftraten. Ein anderes verwies auf die Regeln zur Marktprämie bei negativen Preisen in § 51 EEG und beobachtet etwa seit der 25. Kalenderwoche 2026 keine merklich negativen Preise mehr. Das erste Mitglied sieht Börsenpreise um 30 ct/kWh derzeit eher als Regel; ein drittes führt das Preisniveau auf die Merit Order zurück, in der derzeit Gas den Preis setze. Dass negative Preise ausbleiben, erklärt es damit, dass immer mehr Anlagen aus der Vergütung fallen und immer mehr Großspeicher entstehen.

Dazu kamen Kostenwerte: Ein Nutzer eines dynamischen Tarifs ohne PV zahlte 2025 im Schnitt 26,1 ct/kWh einschließlich Grundgebühr und Steuern, für den gesteuert geladenen Autostrom 23,7 ct. Ein Mitglied mit Festpreis zahlt ebenfalls 26,1 ct, neue Festpreisangebote lägen aber oft um oder über 40 ct. Ein Nutzer in Österreich mit dynamischem Tarif und sehr geringem Netzbezug kommt dagegen auf 45 ct im Jahr 2025 und bisher 50 ct im Jahr 2026.

Zu den Beiträgen über Börsenstrompreise und Tarifkosten

Hyundai: Pannenhilfe und App

Kein DC-Laden mehr: Wer hilft, wenn das Auto fahrbereit ist?

Neues Thema · 8 Antworten · 7 Beteiligte

Ein IONIQ-5-Fahrer berichtete von einer Urlaubsfahrt an die Ostsee, bei der sein Auto nicht mehr per DC laden wollte und aus einem 20-minütigen Stopp mehr als fünf Stunden an einer AC-Säule wurden. Die Hyundai-Hotline habe Hilfe abgelehnt, weil das Fahrzeug fahrbereit war. Er fragt, welcher Pannendienst einspringt, wenn das Auto weder Fehlermeldung noch Warnleuchte zeigt und nur langsamer lädt.

Ein Mitglied hält das Liegenbleiben an ein oder zwei DC-Ladern für einen Fall der Hyundai-Mobilitätsgarantie und vermutet als häufige Ursache einen Temperatursensor in der Ladebuchse. Ein Mitglied berichtete, die Definition von „fahrbereit“ sei oft strittig; ein Mitglied eines norwegischen Automobilclubs schreibt, dieser schleppe bei leerem Akku zum nächsten DC-Lader. Eine verbindliche Antwort auf Basis von Garantie- oder Clubbedingungen gab es nicht.

Zur Frage nach Pannenhilfe bei ausgefallenem Schnellladen

myHyundai-App: Symbol-Scanner und drei Monate Fahrdaten

24 neue Antworten · 11 Beteiligte

Ein Update der myHyundai-App erklärt Kontrollsymbole nach einem Kamera-Scan; ein Mitglied, das die Funktion mit mehreren Fehlersymbolen ausprobierte, fand das Ergebnis verbesserungswürdig. Bei einem Mitglied meldete die App den Warnblinker per Fernbefehl als eingeschaltet, am Auto passierte nichts; ein zweites schreibt, die Funktion gehe bei ihm ebenfalls nicht, bei einem Kona-Fahrer funktioniert sie dagegen.

Auf die Frage nach der Jahreslaufleistung schrieb ein Mitglied, Drive Insight reiche höchstens drei Monate zurück. Es lädt die Daten deshalb monatlich herunter und wertet sie selbst aus; laut einer von ihm angeforderten DSGVO-Auskunft speichert Hyundai die Fahrdaten aber seit Beginn der Nutzung.

Zu den Erfahrungen mit der myHyundai-App

Habt ihr Mercedes-Ladeparks schon unter Electra-Flagge erlebt, und würdet ihr euch eine Preisanzeige direkt an der Ladesäule wünschen? Schreibt uns eure Erfahrungen im Forum.