Ford Transit City: Entdeckung des Elektro-Fahrzeugs, das seine Herkunft auf der IAA 2026 vor der KI gut verbirgt

Zum ersten Mal der europäischen Öffentlichkeit auf der IAA 2026 vorgestellt, ergänzt der Ford Transit City das Produktprogramm mit einem einfachen und vielseitigen Ansatz. In Zusammenarbeit mit Jiangling Motors (JMC) entwickelt, richtet er sich ausschließlich an professionelle Fuhrparks. Unser erster Kontakt mit dem elektrischen Nutzfahrzeug in Hannover.
Ford Transit City: nicht ganz wie die anderen
Mit dem Ford Transit City betritt die Pro-Sparte des Herstellers einen neuen Segment im Bereich der elektrischen Nutzfahrzeuge. Das Modell positioniert sich zwischen dem Transit Courier und dem Transit Custom und ist eindeutig auf die Bedürfnisse in städtischen Gebieten ausgerichtet. Es richtet sich insbesondere an Anbieter für die Letztkilometerlieferung sowie an Handwerker und Flotten, die in Gebieten mit geringen Emissionen tätig sind. Doch hinter dem Ford-Emblem verbirgt sich eine chinesische Herkunft! Der Transit City wurde von Jiangling Motors (JMC) entwickelt, einem langjährigen Partner von Ford, an dem der amerikanische Hersteller etwa 30 Prozent hält. Das Nutzfahrzeug wird übrigens in China produziert, bevor es in das europäische Angebot von Ford Pro aufgenommen wird. Mit diesem Erscheinen geht eine recht besondere Positionierung einher: In Frankreich ist der Transit City eher für Unternehmen und professionelle Flotten bestimmt als für Privatpersonen. Ford setzt somit auf ein Fahrzeug
Ein Fahrzeug mit bewusst vereinfachter Ausstattung, das serienmäßig über eine vollständige Ausrüstung verfügt.
An Bord finden wir unter anderem:
Rückfahrkamera
Adaptiver Tempomaten
Schilderkennung
Vordere und hintere Radarsensoren
USB-Anschluss
7-Zoll-Digitalanzeige
12,3-Zoll-Multimediascreen
Heizbarer Fahrersitz
Zu den praktischeren und nützlicheren Funktionen gehören insbesondere die Vorbereitung des Fahrzeugs, die Schiebetür auf der rechten Seite, die 180° öffnenden Hintertüren sowie die zweisitzige Sitzbank auf der Beifahrerseite. Ein weiteres Ziel ist die Wirtschaftlichkeit. Ford schätzt, dass 90 % der Elektro-Fahrzeuge in diesem Segment täglich weniger als 110 km zurücklegen. Der Ford Transit City setzt daher auf eine angemessen dimensionierte Batterie statt auf ein großes Paket für lange Strecken.
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Ein einfaches Elektro-Fahrzeug in verschiedenen Konfigurationen erhältlich
Der Ford Transit City basiert auf einer Antriebsarchitektur mit einem Elektromotor, der im vorderen Antriebsstrang montiert ist. Dieser entwickelt 110 kW / 150 PS und ist so abgestimmt, dass „die Agilität in städtischen Umgebungen priorisiert“ wird. Das One Pedal Drive-System ermöglicht außerdem den Energierückgewinn während der Verzögerung. Was die Ausstattungsvarianten angeht, so werden drei Konfigurationen angeboten: L1H1 für die kompakte Version mit 6,4 m³ Nutzvolumen und einer maximalen Zuladung von 1.085 kg. Trotz seiner kompakten Abmessungen kann er drei Euro-Paletten transportieren. Der L2H2 erhöht die Kapazitäten erheblich – mit 8,5 m³ Nutzvolumen und einer maximalen Zuladung von 1.275 kg. Bei dieser Variante übersteigt die Ladebreite 3 Meter, was die Einsatzmöglichkeiten deutlich erweitert.

Schließlich ist das Chassis-Cabriolet eine der Besonderheiten dieses Modells. Eine Variante wurde bereits in einer frühen Entwicklungsphase vorgesehen, um der Arbeit der Karosseriefachleute zu erleichtern – mit optimierten Längsträgern, standardisierten Befestigungspunkten sowie definierten Bohrstellen. Das Ford Pro-Netzwerk verfügt somit in Europa über mehr als 200 zertifizierte Umbauhersteller. In Hannover präsentierte Ford insbesondere einen Großvolumen-LKW, eine Plattform mit Ladebordwänden sowie eine geschweißte Version mit Regalen. Ebenfalls ausgestellt wurde ein Kühlfahrzeug, das eine zukünftige elektrische Lösung für Hilfsgeräte vorwegnimmt. Im Innenraum bietet der Ford Transit City eher eine funktionale Ausstattung mit den oben genannten Komponenten als ein „ansprechendes“ Ambiente.
56 kWh LFP und bis zu 254 km
Der Ford Transit City ist mit einer LFP-Batterie von 56 kWh ausgestattet, die aufgrund ihres guten Kompromisses zwischen Kosten, Gewicht, Langlebigkeit und Reichweite gewählt wurde. Ford gibt eine Reichweite von bis zu 254 km nach seinem WLTP-Zertifizierungszyklus an – ein Wert, der vor allem für tägliche Stadtfahrten konzipiert ist. Die Schnellladung kann eine Spannung von 87 kW bei Gleichstrom erreichen, mit einer durchschnittlichen Leistung von 67 kW. Dafür benötigt man etwa 33 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent Ladestand zu kommen, und 10 Minuten an einer Schnellladestation reichen laut Angaben aus, um „bis zu 50 km Reichweite“ wiederzugewinnen. Bei Wechselstrom benötigt der 11 kW starke Lader etwa 4 Stunden und 30 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent Ladestand zu gelangen.

Zum Schluss arbeitet Ford auch an Anwendungen, die Energie direkt an Bord benötigen. Das Chassis-Cabriolet wird somit 2027 mit einem 3 kW starken ePTO ausgestattet, das von der Hauptbatterie gespeist wird. Es kann einen Kühlaggregat, eine Ladefläche, ein Heckklappentor oder sogar eine Hochdruckpumpe betreiben. Eine solche Lösung wurde bereits in Hannover durch das mit Lecapitaine entwickelte Kühlkonzept vorgestellt. Anstelle einer separaten Hilfsbatterie bezieht die Ausrüstung ihre Energie direkt aus den 56 kWh des Ford Transit City. Mit diesem Ansatz strebt Ford danach, aus dem Transit City weniger einen Langstreckenfahrzeug als vielmehr ein echtes Arbeitsmittel für die Stadt zu machen. Seine kompakte Batterie, seine verschiedenen Karosserietypen sowie seine Umwandlungsmöglichkeiten sollen vor allem Flotten – und ausschließlich Flotten – ermöglichen, ein elektrisches Fahrzeug zu haben, das sich ihren täglichen Einsätzen anpasst.