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Ist es gefährlich, ein Elektroauto während eines Sturms aufzuladen? Hier ist die Antwort!

Ist es gefährlich, ein Elektroauto während eines Sturms aufzuladen? Hier ist die Antwort!

Die Frage taucht regelmäßig bei Besitzern von Elektroautos auf: Muss man das Fahrzeug im Falle eines Sturms vom Netz trennen? Das ist eine berechtigte Sorge angesichts der Schäden, die Blitze verursachen können, insbesondere an unseren elektronischen Geräten. Tatsächlich wurden bislang keine schwerwiegenden Vorfälle mit Elektrofahrzeugen im Zusammenhang mit Stürmen gemeldet. Falls bei aufkommendem Unwetter einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen, gelten diese nicht ausschließlich für Elektroautos.

Den Internet-Router, den Computer oder den Fernseher vom Strom trennen – das ist eine Gewohnheit, die viele Menschen bei einem Sturm entwickeln. Schließlich kommt es häufig vor, dass solche empfindlichen Geräte nach einem Blitzschlag auf einer nahegelegenen Stromleitung nicht mehr funktionieren. Man könnte daher annehmen, dass es sinnvoll ist, diese Maßnahme auch bei einem Elektrofahrzeug anzuwenden. Je nach Ort der Aufladung und dem Schutzniveau der Elektroinstallation kann dies tatsächlich eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme sein, um Schäden an einem Komponenten des Elektrofahrzeugs zu vermeiden. Im Großen und Ganzen ist das Risiko jedoch recht gering.

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Risiken beim Aufladen zu Hause

In den eigenen vier Wänden ist das Risiko am höchsten, da die Elektroanlagen nicht immer perfekt installiert sind. Nur eine sehr hochwertige Erde sowie ein Blitzschutzgerät an der Hauptstromversorgung schützen die Geräte vor Überspannungen und den Auswirkungen von Blitzen. Nach der Norm NF 15-100 ist ein Blitzschutzgerät in Wohnhäusern erforderlich, die sich in einer Gebiet mit hohem Blittrisiko befinden, wenn das Haus über eine Freileitung versorgt wird, oder in den seltenen Fällen, in denen es sich weniger als 50 Meter von einem Blitzableiter entfernt befindet.

Einige Wallboxen verfügen über einen Überspannungsschutz, der bei Erkennung einer Störung den Stromfluss mehr oder weniger schnell unterbricht. Auch beim Fahrzeug gibt es Sicherheitsmaßnahmen, um Schäden durch abweichende Stromstärken und -spannungen zu vermeiden. Theoretisch schützen drei Schutzschichten das Auto, wenn es angeschlossen ist.

Doch das macht das Risiko nicht Null. Ein direkter Blitzschlag auf die nahe am Wohnhaus gelegene Stromleitung kann eine Überspannung erzeugen, deren Intensität weit über dem liegt, was die Schutzmaßnahmen aushalten können. In diesem äußerst seltenen Fall kann ein elektronisches Bauteil des Fahrzeugs oder der Wallbox beschädigt werden, genauso wie jedes andere elektrische Gerät. Tatsächlich widersteht kaum etwas einem direkten oder sehr nahen Blitzschlag, selbst nicht-elektrische Elemente. Große Bäume können zerstört und Felsen gespalten werden, wenn ein Blitz einschlägt.

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Das Aufladen ist an öffentlichen Ladesäulen deutlich sicherer

An den für die Öffentlichkeit zugänglichen Ladepunkten ist die Norm NFC 15-100 strenger, da sie systematisch die Installation eines Blitzschutzes vorschreibt. Der Schutzgrad ist daher statistisch gesehen höher als bei Haushaltsladestationen. Zudem integrieren die Hersteller von Ladestationen, insbesondere die teuren Gleichstrom-Schnellladestationen, in der Regel sehr leistungsstarke Blitzschutzanlagen, um ihre Ausrüstung zu schützen.

Das italienische Unternehmen Alpitronic, Europas Marktführer in diesem Bereich, gibt beispielsweise an, dass seine Ladestationen mit Blitzschutzanlagen der Klassen 1, 2 und 3 ausgestattet sind. In Kombination mit einer oft hervorragenden Erdung an den öffentlichen Ladeplätzen wird die Sicherheit maximal. Auch wenn es nirgends ein Risiko von null gibt, kann man sich bei einem Sturm dennoch beruhigt an einer öffentlichen Ladestation anschließen.

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Achtung bei Versicherungen im Falle von Schäden durch Blitze

Selbst der leistungsstärkste Blitzschutz kann keine vollständige Immunität gegen ein so zufälliges und unvorhersehbares Phänomen gewährleisten. Jeder Blitz ist völlig unterschiedlich: Ihre Spannung und Intensität können von einem Einschlag zum anderen erheblich variieren, genauso wie der Weg, den der Strom nimmt. Der Blitz kann durchaus empfindliche Komponenten verschonen, wenn er sich einen kürzeren Weg zwischen Wolke und Erde gebahnt hat (oder umgekehrt).

Ein Unfall kann also auch bei einem Elektroauto auftreten, selbst wenn es an der sichersten Ladestation angeschlossen ist. In diesem zwar äußerst seltenen Fall übernehmen die Versicherungen – egal ob für das Wohnhaus oder das Fahrzeug – nicht automatisch die Kosten für die Reparaturen. Versicherungsverträge können komplex sein, und es ist wichtig, sich genau über die Leistungen im Falle von Schäden durch Blitzschlag und Überspannungen zu informieren. Die Absicherung mit der Option „Elektroschäden“ reicht nicht immer aus.

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Was passiert, wenn während der Fahrt ein Blitz einschlägt?

In Betrieb verhält sich ein Elektroauto bei einem direkten Blitzschlag genauso wie ein Verbrennungsfahrzeug: Die Metallkarosserie wirkt wie eine Faraday-Käfige. Der Strom fließt entlang der Karosserie zum Erdboden, ohne in den Innenraum einzudringen. Weltweit wurden einige Fälle von während der Fahrt vom Blitz getroffenen Elektroautos beobachtet, ohne dass das Fahrzeug erheblichen Schaden erlitt oder die Insassen verletzt wurden.