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Test Omoda 7 PHEV: Ein überaus ausgestatteter wiederaufladbarer Hybrid-SUV zum unschlagbaren Preis

Test Omoda 7 PHEV: Ein überaus ausgestatteter wiederaufladbarer Hybrid-SUV zum unschlagbaren Preis
Essai Omoda 7 PHEV

Omoda lädt uns ein, das Steuer seines wiederaufladbaren hybriden „Stadt-Crossovers“ in die Hand zu nehmen. Es wartet eine elegantere und ansprechendere Gestaltung, vollständige Ausstattung sowie ein ebenso effizienter wie ausgereifter Antrieb auf. Unser umfassender Test des Omoda 7 PHEV.

Bei Automobile Propre kennen wir die Chery-Familie inzwischen gut. Nach den abenteuerlustigen Jaecoo 5 und 7 wendet sich das Unternehmen nun mit dem Modell Omoda dem „stilvollen Stadtbild“ zu. Zur Erinnerung: Das chinesische Unternehmen Chery ist seit 23 aufeinanderfolgenden Jahren der größte Automobilexporteur der Welt. Gegründet im Jahr 1997 hat Chery mehr als 18 Millionen Fahrzeuge auf 120 Märkten verkauft, davon mehr als 5,8 Millionen im Export. Die Omoda-Serie ist außerdem ausschließlich für den Export bestimmt und wird daher nicht in China verkauft. Frankreich hingegen stellt einen wichtigen und anspruchsvollen strategischen Markt dar und ist somit ein entscheidender Standort für das Unternehmen in Europa. Das Modell, das uns heute interessiert, ist die Omoda 7 PHEV – ein hybridisierter „Crossover“-SUV mit Ladefunktion, dessen Verhältnis von Qualität, Preis und Leistung genauso hervorragend ist wie bei den anderen Modellen der Serie. Wie fährt sie sich also auf der Straße?

Der Omoda 7 PHEV im Stil: weniger abenteuerlustig, mehr elegant

Erinnern Sie sich: Anfang des Jahres haben wir die Omoda Jaecoo-Modelle vorgestellt. Doch wie bei jedem Fahrzeug, das im Studio zu sehen ist, gibt es nichts Besseres, als es in der realen Welt zu entdecken. Im Gegensatz zu den Jaecoo-Modellen strebt der Omoda nach Eleganz und Anmut, mit einem Hauch Sportlichkeit. Als elegantere Version des Jaecoo 7 erinnert uns der Omoda 7 PHEV fast an einen Lexus RZ. Runder, leicht spitzer Kühlergrill vorne, trapezförmige Frontpartie sowie feine Leuchtsignaturen – das Design funktioniert.

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Das Design ist schlicht, aber dynamisch – mit Details wie der „spitz zulaufenden“ Schulterpartie in Richtung des hinteren Stoßfängers. Auftauchende Griffe sowie Radarchitekturen bereichern den Stil, ganz zu schweigen von den recht früh angebrachten Rücklichtern. Persönlich finde ich den Crossover etwas zu hoch gelegt: 2 cm weniger über den Rädern, und er wäre perfekt. Was halten Sie davon?

Auf der Rückseite findet sich ein konservatives Design: ein eher quadratischer Kofferraumdeckel, der Heckbereich ist leicht angehoben. Eine kleine Besonderheit ist jedoch das zickzackförmige Leuchtsignum. Ein durchaus kontroverser Detail, das mich genauso wenig überzeugt wie zuvor, aber vielen Passanten gefällt. Geschmäcker sind eben verschieden! Mit seinem Stil und der bereits von außen wahrnehmbaren Qualität ist der Omoda 7 PHEV etwas größer als der Jaecoo 7 SHS-P, mit dem er die gleiche Grundkonstruktion teilt.

Ihre Abmessungen betragen 4,66 m in der Länge, 1,88 m in der Breite und 1,67 m in der Höhe. Die großzügige Radstandlänge von 2,72 m bestätigt die Bewohnbarkeit an Bord, wie wir noch sehen werden. Unser Testfahrzeug ist mit seinen ansprechenden 20-Zoll-Rädern ausgestattet, und der Kofferraum bietet ein Volumen von 537 bis 1.294 Litern. Das bedeutet eine durchaus komfortable Ladekapazität, die zwar nicht zur Spitze ihrer Klasse gehört, aber dennoch größer ist als beim C5 Aircross.

An Bord: ansprechend und ausgestattet, von vorne bis hinten

Nach unserem ersten Kontakt im Studio bestätigen sich unsere Eindrücke an Bord des Omoda 7 PHEV. Wie es bei chinesischen Herstellern oft der Fall ist, basiert die Bedienung auf einer schwebenden Mittelkonsole, einem kompakten Instrumentenpaket (8,88 Zoll) sowie einer großen zentralen Anzeigefläche (15,6 Zoll). Ebenfalls vorhanden sind ein Zweigrifflenkrad, ein belüfteter Induktionslader sowie physische Bedienelemente. Unsere Premium-Ausstattung umfasst insbesondere den in das Armaturenbrett integrierten Schiebebildschirm.

Ein einfacher Dreifinger-Swipe, und er bewegt sich zum Beifahrer, der somit den Multimedia-Display ohne Störung für den Fahrer nutzen kann. Das Prinzip erinnert an die dem Beifahrer gewidmeten Bildschirme, die beispielsweise bei Mercedes angeboten werden, mit einer deutlich originelleren Umsetzung. Dadurch erhält das Armaturenbrett, dessen Architektur immer vertrauter wird, etwas mehr Pep. Nur das Geräusch beim Betrieb im Stil eines Science-Fiction-Schiffes ist überflüssig – es wirkt eher wie ein Gadget als wie eine hochwertige Automobilausstattung.

Die Materialien, Verkleidungen sowie die Atmosphärenbeleuchtung tragen ebenfalls dazu bei, ein Gefühl von Eleganz zu schaffen. Vor allem bestätigt der Test unsere ersten Eindrücke. Die relativ sportlichen Vordersitze opfern dank weicher Polsterung und guter Seitenstützung nicht den Komfort. In der zweiten Reihe legt der Hersteller genauso viel Wert auf das Design. Die Beifahrer profitieren von einer ausreichend tiefen Sitzfläche sowie komfortablen Rückenlehnen.

Der zentrale Sitzbereich ist natürlich weniger komfortabel, da die Sitzhöhe geringer ist und der Rücken durch die Armlehnen starrer wirkt. Der völlig flache Boden ermöglicht jedoch, dass er dennoch einen gewissen Reiz behält. Der Platzbedarf ist auf jeden Fall großzügig – sowohl für die Beine als auch für Schultern und Kopf, insbesondere dank der großen Radstandlänge. Zwar wirkt die Atmosphäre im Studio etwas düster, doch das Panoramadach kompensiert dies weitgehend und zeigt die Sorgfalt, die dem Fond gewidmet wurde. Ein Detail, das die Gesamtwahrnehmung erheblich verändert.

Fahrdynamik und Leistung: deutliche Verbesserung

Unter der Haube kombiniert der Omoda 7 PHEV einen 1,5-Liter-Turbomotor mit 4 Zylindern im Miller-Zyklus mit 143 PS / 215 Nm Drehmoment sowie einen Elektromotor mit 204 PS / 310 Nm Drehmoment. Die Gesamtleistung beträgt 279 PS / 365 Nm, wobei es nur ein Getriebeverhältnis gibt. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert 8,5 Sekunden, doch vor allem fasziniert uns die Sanftheit des Systems. Ähnlich wie beim DM-i von BYD setzt der Omoda möglichst stark auf den Elektromotor. Der Verbrennungsmotor kommt erst schrittweise zum Einsatz, entweder um die Räder anzutreiben oder den Elektromotor zu versorgen.

Auch bei stark abgenutzter Batterie bleibt genügend Ladestand vorhanden, um elektrische Unterstützung und Energierückgewinnung zu gewährleisten. Zum Anfahren ist es nicht notwendig, auf einen Knopf zu drücken: Man setzt sich einfach ins Fahrzeug und schaltet in den D-Modus, ähnlich wie beim ID.3 Neo – vorausgesetzt, man hat seinen Gurt angelegt. In der Stadt sind die elektrischen Anfahrten sanft, leise und stark genug, um mühelos voranzukommen.

Der Übergang zum Verbrennungsmotor bleibt dezent, und die Beschleunigungen sind kräftig, ohne grob zu wirken. Dadurch lässt sich das Fahrzeug problemlos überholen und bei Bedarf auf der Straße einordnen. Das allgemeine Fahrverhalten verbessert sich zudem im Vergleich zu den ersten Modellen der Marke – die Lenkung bleibt weiterhin leicht, bietet aber mehr Information. Der Omoda 7 PHEV zeigt sich somit präzise und zuverlässig, obwohl es bei höherem Tempo leichte Bewegungen des Fahrzeuchkörpers gibt. Einen Teil des Komforts werden auch die Continental EcoContact 7 zugeschrieben, deren Fahrverhalten das der Kumho-Reifen im Jaecoo 7 SHS-P natürlich übertrifft.

Trotz der 20 Zoll absorbiert die Omoda die Unebenheiten ordentlich und ist auf langen Strecken deutlich angenehmer in der Fahrt. Kleine Verformungen können immer noch von einer beschädigten Straße übertragen werden, doch die Reaktionen des Hinterreifens sind deutlich besser kontrolliert. Das Ergebnis ist ein überzeugenderer Kompromiss aus Komfort und Fahrverhalten, da er ausgereifter ist. Das Bremsen hingegen fehlt an Durchsetzungsvermögen, und man hätte sich eine stärkere Regenerationsfunktion gewünscht.

Verbrauch und Reichweite: bis zu 1.200 km?

In Bezug auf die Reichweite betont die Marke stets die 1.200 km Reichweite ihres wiederaufladbaren Hybridmodells. Der Omoda 7 PHEV verfügt über einen großen Tank mit 60 Litern sowie eine komfortable LFP-Batterie mit 18,4 kWh. Das entspricht dem Tankvolumen des BYD Seal U DM-i und ist deutlich größer als beim Ford Kuga PHEV (45 Liter). Damit lässt sich etwa 90 km rein elektrisch zurücklegen. In der Praxis weisen die Verbrauchswerte im Umland Werte auf, die denen des Jaecoo 7 SHS-P ähneln – nämlich 5,3 Liter/100 km bei unseren Testfahrten im Vexin (gegenüber 5,1 Liter/100 km). Bei einer stärker urbanen Fahrweise sinkt der Verbrauch sogar auf 4,6 Liter/100 km, wenn man sehr sparsam fährt. Wenn man sich auf Stadt und Umgebung konzentriert, ist das Versprechen einer Reichweite von 1.200 km durchaus realistisch. Doch das werden wir bald bei Langzeittests überprüfen.

Zum Schluss: Es gibt keine Veränderungen bei der Ladeleistung. Der Omoda 7 PHEV kann bis zu 6,6 kW über Wechselstrom und 40 kW über Gleichstrom aufnehmen. Dafür sind jeweils 4,5 Stunden (3–100 %) bzw. 20 Minuten (30–80 %) erforderlich. Das ist weniger als beim Audi A3 TFSI e, doch genau das ermöglicht es, die Kosten in Grenzen zu halten. Die bidirektionale Ladefunktion hingegen erfüllt ihre Aufgabe gut. Erwähnenswert sind außerdem die drei Akkumodi:

Initial: Der Akku sinkt durch den täglichen Gebrauch auf bis zu 15 %, wobei der elektrische Antrieb bevorzugt wird.

Smart: Der Akku sinkt auf bis zu 25 %, um am Zielort weiterhin elektrisch fahren zu können.

Forced: Die Ladeleistung wird forciert, um den Akkustand auf 30–80 % zu bringen – natürlich ist dies der energieintensivste Modus.

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