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Test – 600 km mit dem Volkswagen ID Polo: Ein Elektro-Stadtauto, um alle zu beherrschen?

Test – 600 km mit dem Volkswagen ID Polo: Ein Elektro-Stadtauto, um alle zu beherrschen?
Langzeittest der Volkswagen ID Polo

Voll auf die neue Volkswagen ID Polo! Gerade auf Automobile Propre getestet, scheint dieses Elektro-Stadtauto alles zu haben, um zu überzeugen. Doch wie schneidet es im täglichen Straßenverkehr ab? Es geht los mit unserem 600-km-Test am Steuer des „kleinen“ elektrischen Polo.

Manche haben manchmal Glück. Während unser lieber Andy den ID Polo in Österreich ausprobierte, hatte ich das Privileg, ihn länger testen zu dürfen. Heute standen über 600 km im Alltag hinter dem Steuer des Elektro-Stadtautos an. Dazu gehörten Fahrten durch die Stadt und das Umland sowie etwas Autobahn, um die Vielseitigkeit unter realen Bedingungen zu beurteilen. Komfort, Leistung, Verbrauch, Reichweite – wie schneidet der Volkswagen ID Polo 52 kWh im Alltag ab?

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Der Volkswagen ID Polo im Design: Ein echtes Großstadtauto

Kommen wir also noch einmal auf den Stil dieser Volkswagen ID Polo zu sprechen, den Sie inzwischen gut kennen. Ihre schlichte Silhouette sowie ihre ästhetische Ausrichtung „Pure Positive“ wecken sofort Sympathien. Die Front: eher leicht und minimalistisch, mit einem subtilen Akzent durch das Leuchtband aus dem ID.2all. Der Seitenansicht: schlicht mit kurzen Überhängen und großen 19-Zoll-Rädern. Der hintere Teil: ein sehr gelungener neo-retro Look mit einem trendigen Leuchtband und einer 3D-effektvollen Beleuchtung. Nicht zu vergessen ist der für Golf typische C-Säulen-Abschluss sowie die Griffleiste im Kofferraum für ein minimalistisches Erscheinungsbild. Insgesamt wirkt die ID Polo abgerundeter und sanfter und erinnert eher an eine Renault Zoe als an ein durchdachtes klassisches Polo-Modell. Diese siebte Generation des Polo fällt auf, insbesondere in unserer hochwertigen Ausstattung Style Exclusive in der Farbe Bleu Céleste.

Weit entfernt davon, eine einfache elektrische Variante des klassischen Stadtwagens zu sein, beeindruckt der ID Polo fast schon. Kein Studio mehr – wir beobachten ihn täglich von außen. Noch besser: Er steht in derselben Straße neben einem Golf 7 und einem klassischen Polo. Dadurch wird sein ausgewogener Format deutlich, das sowohl den Außenraum als auch den Innenraum optimal nutzt. Seine Abmessungen betragen 4,05 m Länge, 1,81 m Breite und 1,53 m Höhe. Der im Programm vorhandene klassische Polo weist hingegen 4,07 m Länge, 1,75 m Breite und 1,45 m Höhe auf. Die Radstandlänge steigt beim Volkswagen ID Polo von 2,55 m auf 2,60 m. Eine weitere Vergleichsgröße, die diese Optimierung zeigt, ist das Kofferraumvolumen: Es steigt von 351–1.125 l auf 435–1.243 l beim Elektrofahrzeug. Besondere Erwähnung verdient der riesige Raum unter dem Kofferraumboden – Kinderwagen, Kartons, Einkäufe… Was die Tragfähigkeit angeht, übertrifft das deutsche Modell bei weitem den R5, der weiterhin begrenzte Möglichkeiten bietet.

der Ladebereich unten jedoch.

An Bord: Zurück zu den Grundlagen

Genau wie der ID 3 Neo kehrt auch der Volkswagen ID Polo zu einer schlichten Innenausstattung zurück. Weniger „futuristisch“ als seine Vorgänger aus der ID-Reihe legt dieser Stadtwagen den Fokus auf eine auf das Wesentliche ausgerichtete Ergonomie sowie schmucklose Ausstattung. Die Innenausstattung ist einfach gehalten, mit dezenten Textilbezügen. Türen, Armaturenbrett, Mittelkonsole – einfach und effektiv. Die dynamische Ambientebeleuchtung reicht aus, um daran zu erinnern, dass es sich um ein modernstes Modell handelt. 4 Fensterheberknöpfe, eine Multimedien-Drehschraube, direkte Klimakontrollen, physische Knöpfe am Lenkrad – ich bin zufrieden. Ebenfalls hervorzuheben ist die wahrgenommene Qualität an Bord, mit solider Verarbeitung und sorgfältiger Ausführung. Technisch sorgen ein 10-Zoll-Display und ein zentrales 13-Zoll-Bildschirm für die Anzeigen. Während einige Funktionen (Multimedia, Klima) leicht zugänglich sind

Andere wie die Energieverbrauchsdaten erfordern ein Durchsuchen der Menüs.

Dasselbe gilt für die Deaktivierung bestimmter Geräusche und Warnungen. Man hätte sich beispielsweise einen Schaltknopf am Lenkrad im Stil des KIA EV2 gewünscht. Komfort und Platz im Innenraum bestätigen sich über mehrere hundert Kilometer. Insbesondere die Vordersitze bieten eine sehr gute Seitenstabilisierung, allerdings weniger ausgeprägt als beim Modell Cupra Raval. Für kleinere Erwachsene ist die zweite Sitzreihe für drei Personen durchaus akzeptabel, ansonsten können zwei Erwachsene bequem reisen. Die Sitzbank ist jedoch etwas zu steil, wodurch die Knie nach oben ragen. Es ist nicht unbedingt notwendig, groß zu sein – bereits bei einer Körpergröße von 1,70 m stellt sich das Problem ein! Unsere Passagiere sind jedenfalls einstimmig der Meinung: „Von außen wirkt das Auto kleiner. Im Inneren gibt es tatsächlich viel Platz über dem Kopf und an den Seiten!“ Und wie sieht es mit der tatsächlichen Ladekapazität aus? Der große Raum unter dem Kofferraumboden eignet sich hervorragend, um Reisetaschen unterzubringen.

Fahrverhalten und Leistung: die Innenstadt-Perle

Unter der Haube unseres Volkswagen ID Polo Style befindet sich der APP290-Motor (Axial Parallel Position, 290 Nm). Das ergibt 155 kW / 211 PS an den Vorderrädern, wobei alles auf der MEB+-Plattform basiert. Eine besonders effektive Lösung für den täglichen Stadtverkehr mit sanftem und angenehmem Fahrgefühl. Das Stadtauto fährt in völliger Stille – sowohl in seiner Funktionsweise als auch was die im Fahrzeug wahrgenommenen Geräusche angeht. Die Eco/Normal-Modi sowie die sehr schrittweise Steuerung des rechten Pedals sind sehr zu schätzen. Man hätte jedoch gewünscht, dass das Fahrzeug etwas kürzer bremst als in 10,9 Metern. Der Skoda Epiq, der länger ist und auf derselben Plattform basiert, benötigt „nur“ 10,68 Meter. Doch das ist ein Detail – die Kameras sowie Anzeigen im Fahrzeug erleichtern die täglichen Manöver. Natürlich wird die Leistung sowie die dynamischen Eigenschaften dieses deutschen Fahrzeugs erst auf der Straße richtig genutzt.

Sicherlich bietet ein Motor mit 211 PS viel Spielraum. Die 1.576 kg des Volkswagen ID Polo stellen kein Problem dar – dieser Gewichtsvorteil hat sogar einige Vorteile. Schon auf der Straße ist das Stadtauto sehr stabil und liegt fest auf allen vier Rädern. Man kann sicher einparken, überholen und die Richtung wechseln. Zur Erinnerung: Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 7,1 Sekunden, während eine Alpine A290 mit 220 PS unter Verwendung des Launch Controls nur 6,4 Sekunden benötigt. Zudem zeigt der elektrische Polo bei höherer Geschwindigkeit eine hervorragende Auslegung. Die Dämpfung ist etwas trocken nach deutschem Vorbild, aber dennoch perfekt abgestimmt, um stets ein sicheres Fahrgefühl zu bieten. Die Karosseriewegungen sind sehr gering, es gibt keine Vibrationen im Heck bei Belastung – man hat Lust, Gas zu geben. Vielleicht nicht so sehr wie im Opel Corsa GSE, aber dennoch.

Verbrauch und Reichweite: fast 900 km

Vergessen wir nicht die Bremsscheiben an der Rückseite, die das „One Box“-Konzept vervollständigen. Egal ob präzise Dosierung in Kombination mit Energierückgewinnung oder intensives Bremsen – der Volkswagen ID Polo zeigt keinerlei Schwächen. Das Bremsverhalten ist flüssig und vermittelt Sicherheit, im Einklang mit dem Rest des Fahrzeugs. Ausgestattet mit der großen 52 kWh starken NMC-Batterie verspricht unser Testfahrzeug eine WLTP-Reichweite von bis zu 455 km. Theoretisch sind das etwa 11,5 kWh/100 km bei konstanter Fahrweise. Und man kann sagen, dass Volkswagen seine Versprechen ziemlich gut einhält. Unsere durchschnittliche „Langlebigkeits“-Werte nach mehr als 500 km? 13,2 kWh/100 km bei gemischter Fahrweise. Natürlich haben wir die Autobahn nicht übermäßig genutzt, da sie nicht das bevorzugte Fahrgebiet dieses Stadtautos ist. Dennoch liegen wir bei einer durchschnittlichen Verbrauchswerte von etwa 15 kWh/100 km, wenn auch gemischte Strecken mit Teilen bei 130 km/h enthalten sind … Doch bei konstanter Geschwindigkeit von 130 km/h liegen die Werte eher bei 19 kWh/100 km. Hier sind einige Zahlen aus unseren Fahrten:

Entfernung

Geschwindigkeit

Verbrauch

71 km

50-90 km/h

12,5 kWh/100 km

35 km

50-70 km/h

12,2 kWh/100 km

71 km

50-70 km/h

10,6 kWh/100 km

85 km

50-110 km/h

13,6 kWh/100 km

40 km

50-130 km/h

15,7 kWh/100 km

39 km

70-80 km/h

12,3 kWh/100 km

12 km

50 km/h

9,9 kWh/100 km

9 km

50 km/h

9,7 kWh/100 km

Wie Sie sicherlich bereits verstanden haben, sind wir von den geringen Energieverbräuchen dieses Volkswagen ID Polo mehr als überzeugt. Bei rein städtischen Fahrten bleibt der Verbrauch unter 10 kWh/100 km. Die Reichweite liegt dabei bei über 450 km. Die schnelle Ladefunktion mit 105 kW ermöglicht ein Aufladen von 10 auf 80 Prozent in nur 24 Minuten. Unsere Ladesession brachte es auf 15 bis 61 Prozent in 21 Minuten – dabei wurden 25,57 kWh Energie aufgenommen. Dies geschah an einer 150 kW-Ladestation, die während eines Teils des Ladevorgangs mit einem anderen Fahrzeug geteilt wurde.

Volkswagen ID Polo 52 kWh: ab 35.820 €

Zusammenfassend: Der Volkswagen ID Polo ist somit ein Elektrostadtauto, wie man es sich wünscht. Er hat eine relativ kompakte Bauweise, eine hervorragende Raumausnutzung an Bord sowie ein sehr ausgereiftes Verhältnis von Leistung und elektrischer Sparsamkeit. Natürlich ist seine Reichweite auf der Autobahn begrenzter – etwa 270 km. Doch ist das angesichts der Ambitionen eines Elektro-Polo wirklich ein entscheidender Faktor? Ein etwas problematischeres Manko: Die Gleichstrom-Ladung ist derzeit auf 11 kW begrenzt. Der ID Polo ist insgesamt homogen und angenehm zu fahren – ihm fehlt es also an kaum etwas. Allerdings ist er nicht günstig.

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Ab 24.995 € ist die Version Trend 37 kWh erhältlich, während die Life 52 kWh-Version 35.820 € kostet. Für unser Testmodell Style Exclusive beginnt der Konfigurator sogar bei 39.990 €! Mit +880 € für die Räder steigt der Preis auf 40.870 €. Die Farbe ist bereits inklusive, Gott sei Dank. Im Vergleich dazu startet die R5 E-Tech 52 kWh in der hochwertigsten Ausstattung bei 35.490 €, verfügt aber über einen Motor mit 150 PS. Im Wettbewerb innerhalb der gleichen Familie wäre da die Cupra Raval ab 36.555 €. Was halten Sie davon?