Das Epicland X9 wird am 24. September auf den Markt kommen. Dongfeng und Huawei richten sich gegen das Aito M9 sowie das Li L9.

Epicland, eine neue Marke, die gemeinsam von Dongfeng Motor und Huawei entwickelt wird, präsentiert ihr erstes Modell am 24. September 2026. Es handelt sich um einen großen, 6-sitzigen SUV namens X9, dessen Vorbestellung ab 299.800 Yuan beginnt – das entspricht etwa 171.000 Złoty.
Auf dem Papier sieht das wie ein weiterer Angriff Chinas auf den Segment der großen Familien-EREV-Fahrzeuge aus. Allerdings kommt hier noch ein weiterer Faktor hinzu: das komplette Huawei-Paket, von der Bedienoberfläche bis hin zu ADAS-Funktionen.
Mehr als 20.000 Bestellungen pro Tag und ein Preis ab 299.800 Yuan
Der Epicland X9 startete am 18. August in Vorbestellung in drei Versionen, deren Preise zwischen 299.800 und 379.800 Yuan liegen. Das entspricht je nach Wechselkurs etwa 171.000–217.000 Złoty.
Der Hersteller behauptet, innerhalb von 12 Stunden mehr als 16.000 Bestellungen erhalten zu haben, und nach 24 Stunden wurde die Zahl bereits überschritten – es wurden 20.000 Bestellungen registriert. Das ist beeindruckend, aber wir sollten bedenken, dass es sich um einen chinesischen Vorverkauf mit Boni und einer geringen Anzahlung handelt; der eigentliche Test steht erst nach Abschluss der Verträge an.
Das X9 wird als „Family Flagship“ der zweiten Generation positioniert. Die Konkurrenten sind klar benannt: Aito M9 und Li Auto Li L9 – also große, reich ausgestattete Fahrzeuge, die für chinesische Familien entwickelt wurden, die alles auf einmal haben möchten.
Bis zum 24. September gelten außerdem Anreize für Käufer. Der Kunde erhält eine lebenslange Garantie auf das Auto sowie auf Batterie, Motor und Steuerelektronik. Zudem wird die Anzahlung von 2.000 Yuan beim Kauf wie 5.000 Yuan gewertet. Hinzu kommt noch der Vorrang bei der Produktion und Lieferung.
5,3 Meter Länge, EREV-Antrieb und das volle Huawei-Paket
Epicland X9 ist 5.301 mm lang, 2.015 mm breit und 1.820 mm hoch, wobei die Radstandlänge 3.120 mm beträgt. Es handelt sich dabei um ein wirklich großes Auto. Selbst der Hersteller betont die Breite des Sitzes in der dritten Reihe, die 1.101 mm beträgt. Das bedeutet, dass die dritte Reihe nicht nur zum Fotografieren da ist.
Die Antriebstechnologie ist EREV, also Elektroantrieb mit Range Extender. Das Auto verfügt über eine Batterie mit einer Kapazität von 74 kWh, eine rein elektrische Reichweite von bis zu 465 km sowie eine Gesamtreichweite von über 1.500 km. Wie üblich handelt es sich dabei um deklarierte Werte, die in der Praxis von dem Messzyklus sowie der Fahrweise abhängen werden.
In allen Versionen ist serienmäßig das HarmonySpace 6 Cockpit sowie das Huawei Qiankun ADS 5 Fahrassistenzsystem enthalten. Was die Ausstattung angeht, kündigt der Hersteller einen neuen Huawei LiDAR mit doppelter optischer Bahn sowie 3 präzise Halbleiter-LiDars an. Das klingt beeindruckend, doch die Effektivität solcher Systeme wird letztlich auf der Straße getestet und nicht nur in Präsentationen gezeigt.
X9 nutzt außerdem die Huawei Qiankun Chitu-Plattform, verfügt über eine zweikammernige pneumatische Federung sowie einen hinteren Antriebsstrang mit einer Wendegeschwindigkeit von bis zu 14 Grad in beide Richtungen. Das Ergebnis ist ein Wendekreis von 5,3 Metern – sehr klein für ein Auto dieser Größe.
Epicland kündigt ein „1+N“-Verkaufsmodell sowie ein Netzwerk von über 300 Showrooms in 79 Städten an. Einen Tag vor der Markteinführung des X9, also am 23. September, wird auch Aistaland sein eigenes Modell präsentieren – eine weitere Marke, die gemeinsam mit Huawei entwickelt wird, diesmal in Zusammenarbeit mit GAC. Huawei ist nicht mehr nur Lieferant von Automonitoren; es baut sich ein ganzes Mini-Imperium an Marken auf.
Falls dieses Projekt nach dem Start des Verkaufs das gleiche Tempo beibehält, werden wir bald chinesische Marken mit Huawei untereinander vergleichen – und nicht nur mit Tesla oder BYD. Was denken Sie: Hätte ein solches 5,3-Meter-EREV mit Huawei-Ausstattung in Europa überhaupt Chancen?
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