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Elektroautos überholten im dritten Quartal in der EU Benzin- und Dieselfahrzeuge. 710.580 gegenüber 655.540

Elektroautos überholten im dritten Quartal in der EU Benzin- und Dieselfahrzeuge. 710.580 gegenüber 655.540

Transport & Environment (T&E) hat die Zulassungen im dritten Quartal 2026 erfasst. In der EU wurden 710.580 voll elektrische Autos verkauft. Benzin- und Dieselfahrzeuge zusammen betrugen 655.540 Stück. Der Unterschied liegt bei etwa 55.000 Fahrzeugen.

Auf den ersten Blick scheint dies das Ende des Zeitalters der Verbrennungsmotoren zu bedeuten. Es gibt jedoch eine Einschränkung: Berücksichtigt werden nur reine Verbrennungsmotoren, keine Hybriden.

Benzin, Diesel und Hybride

Benzin führte im dritten Quartal zu etwa 492.930 verkauften Autos, Diesel zu 162.610. Laut den Daten von T&E haben die Elektroautos bereits im zweiten Quartal das Benzin übertroffen. Jetzt haben sie auch Benzin- und Dieselfahrzeuge zusammen überholt.

Hybride halten jedoch stark dagegen: Im Quartal wurden 892.380 solcher Fahrzeuge verkauft. Ihnen fehlen somit etwa 180.000 Stück zu den Elektroautos (insgesamt 181.800). Das ist immer noch ein Vorsprung von mehreren Prozentpunkten, doch der Trend geht klar zu den Elektroautos.

Nicht nur ein Land, sondern ein halber Kontinent

13 von 27 EU-Ländern verzeichneten einen Rekordwert bei den Verkäufen von Elektrofahrzeugen. In 10 Ländern sind BEV der am besten verkaufte Antriebstyp. Somit treiben nur zwei bis drei Märkte die Statistiken an.

In Norwegen machen Elektrofahrzeuge 97,9% der Neuwagen aus. Das ist keineswegs überraschend, denn das Land unterstützt seit Jahren den Kauf durch niedrigere Steuern und Vergünstigungen. Auch Schweden und die Niederlande weisen hohe Werte auf. Frankreich, Deutschland, Belgien, Großbritannien, Portugal und Irland haben einen Anteil von über 25% erreicht. Norwegen und Großbritannien gehören nicht zur EU, weshalb die T&E-Daten hier die Union mit dem größeren Europa verwechseln.

Am interessantesten ist das Beispiel Kroatien. Dort machen Elektrofahrzeuge nur 4,2% des Marktes aus, doch ihre Verkäufe steigen um 244% (berechnet ab 2025), während die reinen Verbrenner um 19% zurückgehen. Der Start von einer niedrigen Basis hat seine Wirkung, doch die Entwicklung verläuft genauso wie in der gesamten Union.

Günstige Autos leisten gute Arbeit

Hinter diesem Wachstum stehen vor allem günstigere Modelle. Die Chinesen kamen mit preiswerten Angeboten wie dem Leapmotor B10 und dem BYD Dolphin Surf. Auch Renault, Stellantis, Hyundai, Kia und Volkswagen reagierten mit erschwinglichen Hatchbacks und Crossover-Modellen. Weitere Modelle sind in Vorbereitung, darunter der Citroën 2CV und die neue Dacia Spring.

Falls diese beiden Modelle im richtigen Preisbereich ankommen, könnte die Lücke zu den Hybriden schneller schließen, als die Prognosen erwarten lassen. Bisher wurden ihre Preise noch nicht bekannt gegeben.

Welches der günstigeren Elektrofahrzeuge auf dem europäischen Markt hat Ihrer Meinung nach am meisten Vertrauen verdient: der Dolphin Surf, der B10 oder der Renault 5?

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Quelle: LovEV.pl